Culturescapes – kein finanzieller Erfolg

December 9, 2011

Das Kulturfestivals Culturescapes mit dem thematischen Schwerpunkt Israel war, finanziell betrachtet, kein Erfolg: Noch immer fehlen Jurriaan Cooiman rund 250 000 Franken, um das Gesamtbudget des Festivals von 2,5 Millionen zu decken. Eine Million hatte dem Direktor vor Festivalbeginn die israelische Botschaft der Schweiz zugesprochen, später hat sich herausgestellt, dass die israelische Regierung nur 250 000 Franken, also ein Viertel beiträgt (vgl. tachles 47/11), die restlichen 750 000 wollte Ilan Elgar, bis vor wenigen Tagen israelischer Botschafter in der Schweiz, aus privaten Quellen sammeln. Zusammengekommen sind laut Cooiman nur 650 000; hinzu kommt, dass Elgar in der Schweiz teilweise dieselben Stiftungen und Privatpersonen zur Finanzierung angefragt hat, die auch Cooiman auf seiner Fundraisingliste hatte. Daraus resultierte eine zusätzliche Unterdeckung von 150 000 Franken. Immerhin ist die 
israelische Million nun vollständig da, wie Cooiman vor wenigen Tagen erfuhr: Von der israelischen Botschaft kam die Nachricht, dass Jerusalem die übrigen 100 000 Franken beisteuert. Es bleiben 150 000, «für die fühlt sich Jerusalem nicht zuständig», sagt Cooiman. Ihm bleibt die Hoffnung auf weitere private Geber aus der Schweiz, und, bleibt der Erfolg aus, ein erneuter Bittgang ans israelische Aussenministerium. «Eine anstrengende Salamitaktik», sagt Cooiman, und: «In den früheren Festivaljahren habe ich derartige Anstrengungen in der Finanzierung nie erlebt.»    [as]