Claims Conference
Erfolgreiche Verhandlungen
Die Jewish Claims Conference (JCC) hat bei ihrer jüngsten Verhandlungsrunde mit dem deutschen Finanzministerium eine deutliche Erhöhung von Pflegegeldern und Pensionen für jüdische Naziopfer in Höhe von insgesamt 91 Millionen Euro erreicht. Der Dachverband grosser jüdischer Organisationen ist seit 1951 der offizielle Ansprechpartner Deutschlands für die Entschädigung von NS-Verbrechen, seit dem vergangenen Jahr leitet der Jurist und ehemalige stellvertretende US-
Finanzminister Stuart Eizenstat die Verhandlungsdelegation der JCC. Das neue Abkommen sieht für das laufende Jahr neue Mittel für die Pflege und den Unterhalt der zunehmend gebrechlichen Überlebenden in Höhe von 55 Millionen Euro vor. Die JCC wird die deutschen Gelder an jüdische Wohlfahrtseinrichtungen weltweit verteilen. Daneben hat die JCC eine Ausdehnung der bestehenden «Härtefonds» auf Überlebende erreicht, die weniger als sechs Monate in Konzentrationslagern inhaftiert waren. Deutschland hatte Entschädigungszahlungen bislang an die Erfüllung dieser Frist geknüpft. [AM]