Botschafter-Karussell
Schweizer Posten vakant
Das israelische Aussenministerium hat diese Woche nicht nur den Namen seines ersten Botschafters für den unlängst erst gegründeten Staat Südsudan bekannt gegeben, sondern mit Yaakov Hadas-Handelsman auch den Namen des Diplomaten publiziert, der Israel demnächst in Berlin vertreten wird. Diese Nominierung ist, wie die «Jerusalem Post» am Mittwoch schrieb, insofern etwas ungewöhnlich, als Hadas-Handelsman – er soll der deutschen Sprache mächtig sein – erst vor sechs Monaten seine Arbeit als israelischer Botschafter bei der EU in Brüssel aufgenommen hat. Normalerweise beträgt die Kadenz eines Botschafters in seinem Gastland drei Jahre. Mit der Nominierung von Hadas-Handelsman für den wichtigen Posten in Deutschland erweist sich das von tachles unlängst
veröffentlichte Gerücht, wonach der erfahrene Diplomat Aviv Shir-On, heute Israels Botschafter in Wien, sich für den Posten in Berlin interessieren würde, effektiv nur als Gerücht. Der Botschafterposten in der Schweiz ist übrigens nach wie vor «vakant», da der jetzige «Lückenbüsser», Botschafter Shalom Cohen, nur für wenige Monate in Bern weilen wird. [ju]