Beunruhigende Zeichen

September 26, 2011
Ein Drittel der jüdischen Israeli sieht in den arabischen Bürger des Landes keine Israeli.

Im Zuge einer im März durchgeführten Umfrage des Israelischen Demokratie-Institutes (IDI) sind beunruhigende Anzeichen für Rassismus zu Tage getreten. Aufgrund der am Sonntag veröffentlichten Ergebnisse betrachten nämlich rund ein Drittel der jüdischen Bevölkerung des Landes die arabischen Mitbürger nicht als Israeli. Interessanterweise lehnen trotzdem 52 der befragten jüdischen Israeli die Behauptung ab, Araber würden in Israel diskriminiert. Auf der anderen Seite bezeichnen sich 72 Prozent der arabischen Einwohner des Staates Israel auch als Israeli. IDI-Präsident Arye Carmon, der den zum siebenten Mal erarbeiteten Index der Öffentlichkeit vorstellte, gab sich besorgt über die jüdische Haltung den arabischen Bürgern gegenüber, die zum Teil den Bürgerrechten zuwider laufen würde. Positiv wurde dagegen vermerkt, dass 82,3 Prozent der Interviewten, unter ihnen über die Hälfte der befragten Israel-Araber, erklärten, die Tatsache, dass sie israelische Bürger seien, erfülle sie mit Stolz. Eine überwiegende Mehrheit der israelischen Bürger vertritt die Ansicht, die Politik der Regierung  nicht beeinflussen zu können. Entsprechend gaben sich 70 Prozent der Interviewten unzufrieden mit der Art, wie die Regierung funktioniere, und zwei Drittel meinten, die Knessetabgeordneten würden ihre Rollen nicht erfüllen. [JU]