Besserung in Sicht
Viele Konsumenten sind auch heute auf Koschergeschäfte angewiesen, da es häufig keine alternativen Einkaufsmöglichkeiten für Koscherprodukte gibt. Die Ladeninhaber sind währenddessen oft gezwungen, bestimmte Warenmengen von ihren Zulieferern abzunehmen. Der Markt für Koscherprodukte in der Schweiz ist jedoch begrenzt, sodass oft nicht alle Produkte rechtzeitig verkauft werden können. Die Händler stehen vor der Wahl, abgelaufende Produkte wegzuwerfen oder sie verbilligt zum Kauf anzubieten. Der Inhaber des Koscherladens in Basel bestätigt dies. Seit dem Bericht in tachles vor zwei Jahren habe sich jedoch vieles verändert. Der Laden zog von der Leimenstrasse an den Spalenring und hat mittlerweile auch die Zulieferproblematik besser im Griff. Es werden nicht mehr gleich grosse Mengen an Ware wie früher importiert.
Zu verbrauchen bis …
Zwar finden sich im Basler Koscherladen vereinzelt immer noch abgelaufene Produkte, diese werden jedoch als Aktion angeboten; der Kunde könne selber entscheiden, ob er solche Artikel kaufen möchte oder nicht. Zudem gäbe es, so der Inhaber, viele Kunden, welche solch abgelaufene Produkte gerade suchten, da diese deutlich billiger seien. Koscherprodukte seien bekanntlich nicht gerade günstig und viele Familien könnten sie sich fast nicht leisten, betont er. Der verbilligte Verkauf kurz vor dem Ablauf stehender Waren ist auch in Geschäften wie Coop, Migros oder Denner üblich. «Es gibt hier viele Kunden, die solche Produkte suchen und sogar die Zeiten kennen, zu welchen wir sie verbilligen», erzählt ein Mitarbeiter der Denner-Filiale am Burgfelderplatz in Basel. Besonders in Frankreich haben zurzeit Geschäfte, welche ausschliesslich abgelaufene Ware anbieten, Hochkonjunktur. Abgelaufene Ware ist dabei nicht gleich verdorbene Ware, ein gewisses Gesundheitsrisiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Viele Kunden sind aber in Anbetracht ihrer prekären finanziellen Verhältnisse dazu bereit, ein solches Risiko einzugehen.
Besserung in Basel
Auch die Basler Genossenschaftsmetzgerei scheint das Problem im Griff zu haben. Das Fleisch könne stets rechtzeitig und frisch verkauft werden, erzählt der Metzger. Auch Albert Dreyfuss vom Restaurant Topas stellt eine Besserung der Verhältnisse fest. Es gäbe keine qualitativen Probleme mit gelieferten Produkten. Alles in allem also eine deutliche Verbesserung der Verhältnisse in Basel.