Benefiz

May 13, 2011
Hélène Grimaud

Ihre familiären Wurzeln sind vielfältig, was für Hélène Grimaud nicht immer einfach war. Ein deutscher Grossvater und eine italienische Grossmutter, ein Vater, der nach dem Zweiten Weltkrieg von einer französischen Familie adoptiert wurde, und eine Mutter aus Nordafrika, deren Familie sich zuerst in Korsika und dann in Paris niederliess. Der Vater ist römisch-katholisch und die Mutter jüdisch. Deutschland hat für die Pianistin einen speziellen Stellenwert und die Schriftsteller der Romantik sind ihr bis heute lieb. Für das hyperaktive Mädchen war die Musik, so Grimaud in einem Interview, die Rettung: Das Klavier zwang sie zur Konzentration. Heute ist sie ein Star im Klassikbetrieb und begeistert ihr Publikum. Wer Grimaud live hören und dabei noch Gutes tun möchte, hat dazu eine Möglichkeit: Unter der Leitung von Alessio Allegrini spielt sie mit dem Human Rights Orchestra in einem Benefizkonzert zugunsten von Médecins sans frontières Werke von Kodály, Ravel, Ligeti und Dvorák.     [TA]

24. Mai, 19.30 Uhr, Konzert- und Kongresszentrum, Europaplatz 1, Luzern. www.kkl-luzern.ch