Auszeichnung für Roger Diener

December 23, 2009

Die Meret-Oppenheim-Preise 2009 sind vom Bundesamt für Kultur (BAK) auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission verliehen worden. Eine der sechs vergebenen und mit je 35 000 Franken dotierten Auszeichnungen erhielt der Basler Stararchitekt Roger Diener, Inhaber des 1942 von seinem Vater Marcus gegründeten Architekturbüros, das heute auch über einen Sitz in Berlin verfügt. Der Name des 59-Jährigen ist verbunden mit herausragenden Würfen wie dem Erweiterungsbau der Schweizer Botschaft in Berlin, der Erweiterung der Nationalgalerie für Moderne Kunst in Rom (beide 2000) oder dem Umbau und der Renovation des Gebäudes, das in Luzern die Sammlung Rosengart beherbergt (2001). Der Preisträger lehrt seit 1999 als Professor für Architektur und Entwurf an seiner Alma Mater, der ETH Zürich. 2002 verlieh ihm die Académie Française den Architekturpreis für sein Gesamtwerk. Roger Diener stehe «für eine Fokussierung auf die urbane Architektur in allen Massstäben, vom privaten Wohnhaus über den öffentlichen Grossbau bis hin zum urbanistischen Masterplan», heisst es in der Mitteilung des BAK. Ausgangspunkt seiner Projekte sei die genaue Analyse des Ortes als geschichtliches Artefakt, das auf der Basis komplexer ökonomischer, politischer und sozialer Strukturen entstanden sei. Die architektonische Sprache von Diener & Diener stehe für Zurückhaltung und formale Beschränkung, für eine Eleganz, die den nachfolgenden Generationen schon zu einer «klassischen» geworden sei. [gb]