Ausgezeichnet
Vergeben wird er vom Zentralrat der Juden in Deutschland sowie vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und der Manfred-Lautenschläger-Stiftung. Simone Veil überlebte Auschwitz und später Bergen-Belsen. Sie nahm in ihrer Funktion als Präsidentin des Europäischen Parlaments 1979 an der ersten internationalen Gedenkkundgebung der Sinti und Roma teil. «Dies legte den Grundstein für die Bürgerrechtsarbeit der Sinti und Roma sowie für die spätere Anerkennung des Völkermordes an den 500 000 Sinti und Roma», so die Jury in ihrer Begründung. Im Weiteren wies Romani Rose, der Vorsitzende der Jury, darauf hin, dass aus der Sicht von Simone Veil «der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma selbstverständlich ebenso wie der Völkermord an den Juden allein aus rassistischen Gründen erfolgte». [TA]