Atempause

September 10, 2009
Bis vor wenigen Wochen zirkelte der Pleitegeier über Bob und Harvey Weinstein.
Bob und Harvey Weinstein

Die Produzenten hatten mit ihrem Studio Miramax Oscars in Serie geerntet, Kassenhits gelandet und kleine, intelligente Filme in Hollywood wieder hoffähig gemacht. Dann verkauften die Brüder aus Queens Miramax an den Disney-Konzern und gründeten 2005 die Weinstein Company. Doch der Erfolg blieb aus. Die Weinsteins verzettelten sich in allerlei Nebenprojekten, während andere Studios das Miramax-Konzept kopierten. So lösten sich Hunderte Millionen Dollar von Investoren wie Goldman Sachs rasch in Luft auf. Doch nun hat Quentin Tarantino den Weinsteins mit seiner Weltkriegsphantasie «Inglorious Basterds» eine Atempause verschafft: Der Film mit Brad Pitt hat weltweit bislang 200 Millionen Dollar eingespielt. Zum Jubeln ist es jedoch zu früh: Mit ihren Horrorfilmen, lange ein Standbein von Miramax und der neuen Firma, haben die Brüder derzeit wenig Erfolg. Ihr «Halloween II» läuft derzeit in leeren Kinos.