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Mordechai Piron – Aus der jüdischen Mitte

2. Dezember 2011

Rabbiner Mordechai Piron wurde am 28. Dezember 1921 in Wien geboren. Seine Mutter stammte aus Bratislava, während sein Vaterein gebürtiger Wiener war. Mordechai Piron absolvierte die Grundschule und die erste Hälfte des Gymnasiums in Wien, bis Hitler in Österreich die Macht übernahm. Mit dem letzten Jugendtransport gelangte er 1938 nach Palästina, damals englisches Mandatsgebiet, wo er nach Abschluss der Universität eine rabbinische Ausbildung bei Oberrabbiner Kook absolvierte und 1952 als Rabbiner ordiniert wurde. Ein halbes Jahr nach seiner Einwanderung trat er der Hagana bei. Von 1969 bis 1980 war Mordechai Piron Oberrabbiner der israelischen Armee, nachdem er ihr zuvor schon als Rabbiner gedient hatte. Nach seinem Rücktritt von diesem ehrenvollen Amt wanderte er nach Zürich aus und wurde für zwölf Jahre Oberrabbiner der Israelitischen Cultusgemeinde.
Heute ist Mordechai Piron Vorsitzender des Sapir-Zentrums, einer Schule für junge Frauen von 18 bis 20 Jahren aus dem englischsprachigen Ausland, die dort die Zeit zwischen Mittelschule und Universität verbringen. Die Schule ist zwar orthodox strukturiert, lässt den Absolventinnen jedoch ihre persönliche Wahlfreiheit bezüglich der Auslebens ihres Glaubens. Ebenfalls ist Rabbi Piron der Vorsitzende des Israel Jewish Council for Interreligious Relations.    [yk]





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