logo
RAKETEN UND BRANDSTIFTUNG

Israels Süden kommt nicht zur Ruhe

November 1, 2011
In zahlreichen Städten ruht der Schulbetrieb aus Angst vor Raketenangriffen auch heute Dienstag.

Dem Raketenabwehrsystem «Iron Dome» gelang es am Montagabend, mindestens eine Grad-Rakete abzufangen, bevor sie in Beershewa einschlagen konnte. Eine andere konnte in der Gegend von Sderot zerstört werden. Sieben weitere Geschosse fanden aber ihren Weg und schlugen im israelischen Territorium ein, ohne allerdings Menschen in Mitleidenschaft zu ziehen oder Sachschaden anzurichten. Eine weitere Rakete ging in der Gegend von Ashkelon nieder und unterstrich die tags zuvor von Premierminister Binyamin Netanyahu geäusserte Meinung, wonach es im Süden des Landes keinen Waffenstillstand gäbe. Aus Angst vor weiteren Raketeneinschlägen müssen Schüler und Schülerinnen in Beershewa, Ashkelon und Ashdod heute Dienstag zu Hause bleiben. – Am Wochenende landeten mindestens 39 vom Gazastreifen aus abgefeuerte Raketen in Israel. Ein Mann starb bei diesen Attacken, für die der Islamische Jihad die Verantwortung übernommen hat. – Die Spannung zwischen Juden und Arabern wird auch von jüdischer Seite verstärkt. So wurde in der Stadt Yafo ein arabisches Restaurant angezündet, das seit 1949 in Betrieb gewesen ist. Schmierereien an den Wänden deuten auf jüdische Rechtsextremisten als Täter hin. Unlängst sind zudem in Ostjerusalem rund zwanzig Olivenbäume, die Palästinensern gehörten, abgeholzt worden. Auf der anderen Seite ist das Grab des Priesters Elazar unweit des Ortes Hawarta in der Westbank geschändet worden. Schliesslich erlitt die innerjüdische Stimmung eine weitere Trübung, nachdem israelische Polizisten und Soldaten vier sich im Bau befindliche Bauten in einem illegalen Aussenposten unweit der Westbanksiedlung Bat Ayin zerstört hatten. [JU]

 





» zurück zur Auswahl