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PERES IN AMMAN

Gespräch mit dem jordanischen König

November 29, 2011
Die stockenden israelisch-palästinensischen Verhandlungen standen im Zentrum der Unterredung.
Shimon Peres (l) und Abdullah II

Im Verlauf eines bis nach dessen Abschluss geheim gehaltenen Kurzbesuchs in Amman diskutierte der israelische Staatspräsident Shimon Peres am Montag mit dem jordanischen König Abdullah II die festgefahrenen israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen. Die beiden Staatsmänner untersuchten Wege zur Überwindung der Hindernisse zur Wiederbelebung der Verhandlungen auf der Basis der Zweistaatenlösung für die beiden Völker. Peres und Abdullah sprachen auch über die von der Jerusalemer Westmauer zum Tempelberg führende Mughrabi-Brücke, die Israel abreissen will, weil sie den baulichen Vorschriften nicht entspreche. Vor einigen Tagen hatte Premier Binyamin Netanyahu die Demolierungsarbeiten im letzten Augenblick verschoben, weil dieses Projekt laut Geheimdienstberichten die Gemüter in Jordanien und Ägypten über Gebühren erhitzen könnte. König Abdullah forderte Israel auch auf, die Siedlungsaktivitäten in der Westbank und Ostjerusalem einzustellen, da die Palästinenser dieses Land für ihre künftigen Staat benutzen wollten. Nach Angaben des Büros von Präsident Peres habe das Gespräch in einer «warmen, freundschaftlichen und offenen Atmosphäre» stattgefunden. Die beiden Staatsmänner sollen übereingekommen sein, sich in naher Zukunft erneut zu treffen. [TA]





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