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ANTI-DEFAMATION LEAGUE

Empört über Holocaust-Symbole an charedischer Demo

January 3, 2012
Klare Worte von ADL-Direktor Abraham H. Foxman.
Charedische Juden demonstrieren verkleidet in KZ-Kleidern

«Empört und schockiert» gibt sich die Anti-Defamation League (ADL) darüber, dass Teilnehmer an einer von extrem-religiösen (charedischen) Gruppen organisierte Demonstration in Jerusalem – unter ihnen zahlreiche Kinder – in KZ-Kleidern und mit Judensternen auf der Brust auftraten. Mit ihrem Vorgehen wollten die Demonstranten gegen die angebliche Verfolgung der charedischen Gemeinschaft durch die säkulare Bevölkerung des Landes protestieren. ADL-Direktor Abraham H. Foxman erklärte unter anderem: «Israel ist eine lebendige Demokratie, in der Alle die Freiheit geniessen, sich zu versammeln und ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen. Mit ihrer Kostümierung an der Kundgebung vom Samstagabend überschritten die Demonstranten aber eine rote Linie und verletzten den elementaren Anstand und den guten Geschmack, welche Gesellschaften zusammenhalten. Die Geschehnisse in Mea Shearim weisen entweder auf einen Mangel an Verständnis für die Schoah hin oder auf deren monströs verzerrte Benutzung. Es ist eine totale Perversion der jüdischen Geschichte und ein Mangel an Gefühl für die Opfer des Holocausts, wie auch für Jene, die überlebt haben.» Foxman appelliert an die «anständigen und respektierten Führer und Mitglieder der charedischen Gemeinschaft, die Benutzung von Nazi-Symbolen und Vergleiche mit dem Holocaust zu verurteilen. [JU] 





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