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«BARK MIZWA»

Der letzte Schrei bei amerikanischen Juden

January 10, 2012
Wenn jüdische Hunde Bar Mizwa feiern…

Nachrichtenagenturen sprechen bereits von einem Industriezweig mit einem Multi-Millionen-Potenzial: Jüdisch-amerikanische Hundbesitzer haben für ihre vierbeinigen Lieblinge das Pendant der seit Menschengedenken bekannten Bar Mizwa entdeckt – die so genannte «Bark Mizwa» (to bark = bellen). «Ich glaube fest daran, dass Tiere das Recht auf eine Party und eine Religion haben», meinte in New Jersey die in einen Talit (Gebetsmantel) gehüllte Lee Day, während sie ihrem Liebling eine Kippa zwischen die wackelnden Ohren band. Anschliessend rezitierte sie für ihren 13-jährigen (gut zwei Jahre in menschlichen Dimensionen bemessen) einen Segensspruch vor der Thora. Erwartungsgemäss wird die neue Mode nicht überall begrüsst. Ein gewisser Rabbiner Daniel Satlow bezeichnet in einem amerikanischen TV-Programm die Vorstellung von Bar Mizwa, pardon Bark Mizwa feiernden Hunden «entwürdigend». Trotzdem scheint der amerikanische Hang zu spleenigen Ideen Gewähr dafür zu bieten, dass die «Bark Mizwa Performer», wie die Caterer hündischer Bar Mizwas bereits genannt werden, einer rosigen Zukunft entgegen blicken. Hand aufs Herz: Sind wir wirklich schon so auf den Hund gekommen? [JU]





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