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ISRAELISCHE STIMMEN ZU SYRIEN

«Bashar Assads Tage sind gezählt»

December 7, 2011
Kollateralschäden für Israel werden nicht ausgeschlossen.

Gleich zwei prominente israelische Stimmen liessen sich am Dienstag zu den Vorgängen in Syrien vernehmen. In den Abendnachrichten des zweiten Fernsehprogramms meinte der Arabienspezialist Ehud Yaari, die Tage des syrischen Präsidenten Bashar Assad seien gezählt, doch in Israel sollten die wiederholten Warnungen des Regimes in Damaskus Sorge auslösen, wonach bei einem Fall der Regierung Assad auch Israel nicht ungeschoren davonkommen würde. – Während eines Besuchs bei Armeetruppen im Norden Israels meinte am Dienstag auch Verteidigungsminister Ehud Barak, das Regime Assad nähere sich seinem Ende. Anders als Yaari aber vertritt Barak die Ansicht, Syrien werde es nicht wagen, Israel anzugreifen, um auf diese Weise von seinen eigenen Problemen abzulenken. – Grosse Aufmerksamkeit löste in Jerusalem schliesslich der erste öffentliche Auftritt von Hizbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah seit 2008 aus. Aus Angst vor einem möglichen Mordanschlag durch Israel oder interne Feinde beschränkte Nasrallah sich seit dem zweiten Libanonkrieg von 2006 darauf, seine Mitteilungen meistens via Satelliten-TV aus einem gesicherten Bunker heraus zu verbreiten, doch am Dienstag trat er aus Anlass des schiitschen Ashura-Festes für ein paar Minuten vor seine Anhänger im Beiruter Viertel Dahiyeh auf. Seine Organisation, die ihre Waffenarsenale täglich vergrössern würde, sei, so meinte Nasrallah unter frenetischem Applaus seiner zehntausenden von Zuhörern, ständig bereit, «zur Beschützung unseres Landes» sich dem zionistischen Feind und seinem amerikanischen Alliierten zu stellen. [JU]

 





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