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RUMÄNIEN

Aufforderung, Kriegsverbrechen einzugestehen

November 10, 2011
Holocaustüberlebende, Wissenschafter und Parlamentarier trafen sich in Kiev.

Am Mittwoch, dem Jahrestag der Reichs-Pogromnacht («Kristallnacht») von 1938 endete in der ukrainischen Hauptstadt Kiev eine vom ukrainischen Parlamentarier Oleksander Feldman und dem von ihm präsidierten Ukrainisch-Jüdischen Komitee einberufene Konferenz, die Rumänien aufruft, seine während des Holocausts vor allem in der Ukraine und Moldawien begangenen Kriegsverbrechen einzugestehen. An der Konferenz, die es sich zum Zweck gesetzt hatte, den vollen Umfang des Staats-Genozid im damals faschistischen Rumänien aufzudecken, nahmen rund 70 Personen aus der Ukraine und Moldawien teil – Holocaustüberlebende, Wissenschafter und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Der rumänische Botschafter in Kiev sagte seine Teilnahme an der Konferenz im letzten Moment ab, doch waren neben Parlamentariern aus der Ukraine und aus Moldawien auch Vertreter der Botschaften Österreichs, Azerbaidschans und Israels anwesend. – Neben den Nazis hat kein anderer Alliierter der Deutschen im Krieg so viele Juden ermordet wie Rumänien. Auf das Konto der Rumänen geht der Tod von schätzungsweise 400000 Juden, sowohl auf rumänischem Boden als auch in Dörfern und Wäldern der Ukraine und Moldawiens. [TA]

 





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