Sollen 15 Milliarden Dollar in israelische Firmen investiert werden?
Der amerikanische Halbleiter-Konzern führt Gespräche mit der israelischen Regierung über die Möglichkeit, im Laufe von gut zehn Jahren nicht weniger als 15 Milliarden Dollar in israelische Produktionsstätten zu investieren. Die Verhandlungen konzentrieren sich auf zwei Alternativen: Entweder die Errichtung einer neuen Produktionsstätte, die im Laufe der Jahre modernisiert werden soll, oder die Modernisierung der Fabrik, die Intel in der Stadt Kiryat Gat im Negev betreibt, wobei später eine völlig neue Produktionsstätte errichtet werden soll. Die Entwicklung einer neuen Fabrik zur Herstellung von 10-Nanometer-Mikrochips der nächsten Generation würde rund zehn Milliarden Dollar kosten, während die Kosten für die Modernisierung der bestehenden Produktionslinie auf rund fünf Milliarden veranschlagt wird. Die israelische Regierung soll bereit sein, Intel mit rund 700 Millionen Dollar zu unterstützen, die wahrscheinlich der erste Phase des Projekts zugute kommen werden. Die staatliche Hilfe Israels könnte aber bis auf zehn Prozent der Gesamtkosten anwachsen, sollten Intel sowohl die neue Produktionsstätte errichten und sie dann auch modernisieren. Intel beschäftigt heute in Israel über 8000 Arbeitnehmer, doch diese Zahl könnte im Verlauf der Entwicklung des Projektes noch wachsen. Im Jahr 2012 erreichten die israelischen Exporte von Intel 4,6 Milliarden Dollar, mehr als das Doppelte des Vorjahresresultates oder zehn Prozent der gesamten Industrieausfuhren des Landes. TA


