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Zürcher Mystik-Tagung

November 18, 2011

Vom 7. bis 9. November fand im Rahmen des Masterstudienganges Antikes Judentum an der Universität Zürich eine Tagung zum Thema «Mystik in Judentum und Islam» statt. Der österreichisch-französischen Judaistin Ursula Schattner-Rieser gelang es in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl von Jörg Frey, eine interessante und sehr ergiebige Mischung an Vorträgen zur wissenschaftlichen Aussensicht auf Mystik und praktischen Innenperspektiven zu organisieren. So sprach etwa Philip Alexander (Manchester) in seinem Eröffnungsvortrag über «The Origins of Jewish Mysticism in Qumran», Beate Ego (Bochum) richtete ihr Augenmerk auf die Hechalotliteratur von 1. Henoch bis 3. Henoch, und Carsten Wilke legte mit «Die Seele ist eine fremde Frau: Männlich-weibliche Allegorien der Psyche in der jüdischen Bibelauslegung (Midrasch, Kabbala, Chassidismus)» eine poetische Kostbarkeit vor, während Christoph Uehlinger aus Zürich den Begriff der Mystik in einer komparativen Perspektive zur Diskussion stellte. Als Kontrapunkt dazu gaben jüdische und muslimische Mystiker im öffentlichen Abendprogramm Einblick in ihre eigene Praxis und traten mit andalusischen Liedern auf Hebräisch und Arabisch gemeinsam auf.    [br]





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Auf Einladung der Tagung «Mystik im Judentum und Islam» besuchte der Rabbiner Wissenschaftler, Kalligraph und Sänger Gabriel Hagai Zürich. Unter anderem sang er mit dem Ensemble Tarîqa Boutchîchiyya andalusische Lieder auf Arabisch und Hebräisch. Wie aber kommt ein Rabbiner dazu, zusammen mit seinen Sufi-Freunden religiös zu praktizieren? Wie passt Mystik zu orthodoxem Judentum und wie «Unio mystica» zu Weltengagement? »Mehr