logo

weltumspannend

December 4, 2008

Mit seinen über 7000 Männern und Frauen, die im Namen von Chabad Lubavitch in über 73 Ländern der Welt als Emissäre (Schlichim) tätig sind, betreibt die Gruppe das weltweit grösste jüdische «Outreach»-Programm mit dem Ziel, möglichst viele Menschen dem Judentum näher zu bringen. Allein in den USA gibt es 44 Chabad-Häuser, doch findet man sie nicht nur in Westeuropa, sondern auch in exotischen, mitunter gefährlichen Regionen wie China, Russland, Vietnam, Sambia, Nordafrika, Thailand, Nepal oder eben Indien. Das Schlichim-System ist vor 55 Jahren von Menachem Mendel Schneerson, dem vor
15 Jahren verstorbenen, vorerst letzten Lubawitscher Rebben lanciert worden. Im letzten Jahrzehnt hat die Zahl der Chabad-Institutionen weltweit von 745 auf über 1300 zugenommen. In den USA sind schätzungsweise zehn Prozent aller Synagogen Chabad-Gemeinden, und die Website der Bewegung verzeichnet täglich etwa 75 000 Besucher.

Wie weiter?

Nach dem Anschlag von Mumbai, der ersten bewaffneten Attacke auf ein Chabad-Haus überhaupt, waren Vertreter von Chabad und des israelischen Oberrabbinats mit der Bitte an Aussenministerin Tzippi Livni gelangt, der Staat Israel solle den Schutz für die Chabad-Häuser in aller Welt übernehmen. Weil Chabad keine offizielle israelische Organisation ist, könne sie aber nicht anders behandelt werden als die zahlreichen anderen in aller Welt tätigen jüdischen Organisationen und Gruppen. Der Staat würde aber Chabad bei der Koordination der Sicherheit helfen, für die die Organisation finanziell allerdings selbst aufkommen muss.     [ju]





» zurück zur Auswahl


Mehr zu diesem Thema...

Nach der Schreckenstat
December 4, 2008
Menschen reagieren oft nur allzu menschlich. Das gilt gleich mehrfach für die Nachwehen der schrecklichen Terrorakte von Mumbai. »Mehr