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12. März 2010, 10. Jahrgang, Ausgabe 10 Ausgabe: Nr. 10 » March 11, 2010

Eine Ohrfeige für die USA

von Jacques Ungar, March 11, 2010
Mit der Absegnung des Neubaus von 1600 Wohnungen jenseits der «grünen Linie» zur gleichen Zeit, als US-Vizepräsident Joe Biden sich in Jerusalem aufhielt, hat Israel Washington mehr auf die Palme gebracht als je zuvor in der Ära Obama. Binyamin Netanyahus Beteuerung, nichts von den Plänen gewusst zu haben, erscheint nicht glaubwürdig.
Als beim Empfang für den amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden die Glasscheibe vor der Urkunde zerbrach, auf der Bäume, die Israel zu Ehren der unlängst verstorbenen Mutter von Biden gepflanzt hatte, verewigt wurden, hätten die israelischen Gastgeber dies als einen Fingerzeig des Schicksals... more...

Brennpunkt «Mischehe»

von Joël Hoffmann, March 11, 2010
Ein Podium in Basel diskutierte über die Integration von Ehepartnern und Kindern aus Mischehen in die jüdische Gemeinschaft. Klar scheint nur zu sein, dass es keine klare Handhabung gibt.

Wer über Mischehen sprechen will, betritt heikles Terrain, stösst sogar eventuell auf ein Tabu. Dennoch, oder gerade deswegen, luden Ofek und die Gesellschaft Schweiz-Israel am Montag zu einer Podiumsdiskussion in die Israelitische Gemeinde Basel (IGB) ein. Unter dem Titel «Mischehen – am Rand... more...

Das Wunder aus Stahl

von Dania Zafran, March 11, 2010
Seit Anfang März ist das Design Museum Holon auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Die Stadt Holon erhofft sich mit dem Stahlbau von Architekt Ron Arad internationale Aufmerksamkeit.
Noch vor der Eröffnung der allerersten Ausstellung am 4. März ist das Design Museum Holon (DMH) bereits als neues architektonisches Wahrzeichen Israels gehandelt worden. Kein Geringerer als der international renommierte Stararchitekt Ron Arad hat dasarchenförmige, aus riesigen Stahlbändern... more...

Luxus, Innovation und Trendsetter

Valerie Wendenburg, March 11, 2010
Mitte März öffnet die Weltmesse für Uhren und Schmuck erneut ihre Tore in Basel. Auf der Baselworld trifft sich das «Who is who» der weltweiten Uhren- und Schmuckindustrie, es werden Innovationen und Trends von rund 2000 Marken präsentiert.
Das oberste Ziel der Verantwortlichen, auf der Baselworld die weltweit wichtigsten und stärksten Marken zu präsentieren, scheint sich in diesem Jahr zu erfüllen. Messeleiterin Sylvie Ritter zeigt sich erfreut: «Die Weltmesse wird sich als Kompetenz-Zentrum der Branche etablieren können.»... more...

Autismus

March 11, 2010
In einer eigenen Welt
Autismus wird als eine schwerwiegende angeborene Störung der Wahrnehmung und der Informationsverarbeitung bezeichnet. Als autistisch werden Menschen bezeichnet, die übermässig stark auf sich selbst bezogen sind. Für die betroffenen Menschen ist es schwierig oder gar... more...

«Kellernazi» als Kandidatin

March 11, 2010
Die vor allem in rechtsextremen Kreisen beliebte Barbara Rosenkranz kandidiert für die österreichische Bundespräsidentenwahl.
Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), angeführt von Heinz-Christian Strache, hat für die kommende Bundespräsidentenwahl von Ende April die 51-jährige... more...

Die Schöpferin des Wickelkleids

Von Gabrielle Rothschild, March 11, 2010
Diane von Fürstenberg, auch bekannt als Diane Prin zessin zu Fürstenberg, eroberte mit ihrer Mode nicht nur Amerika. Auch in Asien und Europa ist die im internationalen Jetset bekannte «Königin des Wickelkleides» auf dem Olymp der Modewelt angekommen – ein Glückskind, das sich den Weg nach ganz oben hart erarbeitet hat.
Am Anfang dieses glamourösen Lebens stand die Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts. Diane kam in Brüssel als Tochter einer gehobenen, jüdischen Mittelstands-Familie zur Welt. Ihr Vater, der russischstämmige Leon Halfin, überlebte den Krieg in der Schweiz, während ihre Mutter, Liliane... more...

Wendepunkt für autistische Kinder

von Valerie Wendenburg, March 11, 2010
Am kommenden Dienstag wird in Muttenz im Kanton Baselland ein neues Mifne-Therapiezentrum eröffnet – es handelt sich um das erste Zentrum ausserhalb Israels, wo bereits viele Kinder mit autistischen Störungen erfolgreich behandelt wurden.
Das neue Mifne-Therapiezentrum soll nicht nur jungen Patienten aus Basel, sondern auch Kindern und ihren Familien aus anderen Kantonen und dem angrenzenden Ausland offen stehen. So sollen über die Grenzen hinweg Kleinkinder mit autistischen Störungen die Möglichkeit erhalten, vom... more...

Neues Jugendzentrum, neues Judentum

Von Ruth Ellen Gruber, March 11, 2010
In Ungarns Hauptstadt Budapest gibt es ein sogenanntes Moishe House. So nennt sich die Einrichtung, die junge jüdische Menschen im Bestreben gegründet haben, ihrem Judentum neue Inhalte zu vermitteln, ohne dabei ganz mit althergebrachten Traditionen zu brechen.
Als die 29-jährige Eszter Susan vergangenen September über Facebook verkündete, sie sei in Budapest in ein «Moishe House» gezogen, konnten nur wenige ihre Freunde sich etwas Konkretes darunter vorstellen. Sechs Monate später aber ist die Wohnung, die sie mit zwei Freundinnen teilt, für... more...

Ein Rabbinertreffen der Besonderen Art

March 11, 2010
Nicht weniger als elf zionistisch eingestellte Rabbiner aus der Schweiz, Deutschland, Finnland, Norwegen sowie Schweden trafen sich am vergangenen Sonntag in Basel.
Alle Rabbiner kommen ursprünglich aus Israel und sind aktuell in einer europäischen Gemeinde tätig. Das Ziel des Treffens war es nach Aussage von Rabbiner Nisenholz, «die jüdische und zionistische Identität der Gemeinden zu stärken». Bei dieser neuen Initiative, welche von der Gemeinde... more...

Der rote Pass mit der schwarzen Vergangenheit

March 11, 2010
Editorial vonb Gisela Blau

Überholen. Mit Ausländern lässt sich immer Politik machen. 19 Monate vor den nächsten nationalen Wahlen ist ein hektischer Wettlauf um die Flagge des strammsten Patriotismus, der stärksten Ablehnung von Ausländern, der porentiefsten Reinhaltung der Schweiz ausgebrochen. Etliche Politiker und... more...

Die Diamantenstadt erfindet sich neu

von Reto E. Wild, March 11, 2010
Wer schon länger nicht mehr in Antwerpen war, erkennt die belgische Stadt der Mode mit ihrer reichen jüdischen Geschichte kaum wieder: An der Schelde werden Millionen von Euro in neue Projekte investiert.
Antwerpen mit seinen rund 470 000 Einwohnern verwendet einen Slogan, der Bände spricht: «’t Stad is van iedereen» heisst er, was frei übersetzt bedeutet, dass die nach Brüssel grösste Stadt Belgiens «für alle ist». Zumindest die Statistik gibt dieser Aussage recht: In Antwerpen leben... more...

«Auch Scheichs trinken Cola und fahren Mercedes»

von Jacques Ungar, March 11, 2010
Im Vorfeld der achten internationalen Investorenkonferenz Go4Europe am 15. März in Tel Aviv zeichnen Edouard Cukierman vom organisierenden Cukierman Investment House und sein Vize Luc Muller ein optimistisches Bild von der israelischen Wirtschaft.
Die israelische Wirtschaft hat sich von der weltweiten Finanzkrise weitaus besser und rascher erholt als die Wirtschaft anderer Länder, weil die langjährige Erfahrung des Landes mit Krisensituationen den Charakter der Bürger des Landes geprägt und ihre Fähigkeit geformt hat, sich rasch und... more...

Eine Reise in die Geschichte

von Gisela Blau, March 11, 2010
Ganz neue Einsichten in die eigene Identität gewannen die Teilnehmenden einer Reise des Synagogenchors der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich in die ehemaligen Metropolen jüdischer Kultur in Osteuropa.
Sie reisten im vergangenen Mai als fröhliche Gruppe von Chorsängern und Ehefrauen nach Osteuropa, um den letzten der einst blühenden jüdischen Gemeinden ein wunderbares musikalisches Geschenk zu bringen. Doch durch die unmittelbare Konfrontation mit den Mahnmalen eines besonders schwarzen... more...

Literat

March 11, 2010
Seine Familie ist aufs Engste mit Literatur verbunden: Meir Shalevs Vater Yitzack Shalev wie auch seine Cousine Zeruya Shalev sind ebenfalls Literaten.
Der 1948 in Nahalal geborene Autor begann seine schriftstellerische Karriere mit Kinderbüchern. Nach einem Psychologiestudium arbeitete Shalev für das israelische Fernsehen und Radio. 1988 erschien mit «Ein russischer Roman» sein erster Roman. Seine Geschichten über Liebe, ihre Fallstricke und... more...

Helmut Newtons Lehrerin

von Katja Behling, March 11, 2010
Die Fotografin Else Neuländer war um 1930 unter dem Namen Yva eine Lichtbildnerin von Weltrang. Nach ihrem Tod im KZ Majdanek geriet sie in Vergessenheit. Ein Bildband erinnert an die stilprägende Berliner Künstlerin.
Im Jahre 1936 tauchte ein junger Mann namens Helmut Neustädter im Atelier der Fotografin Else Neuländer in der Berliner Schlüterstrasse auf. Der 16-Jährige wollte bei ihr und von ihr das Fotohandwerk lernen. Neustädter blieb zwei Jahre bei seiner Lehrmeisterin, die sich unter dem Künstlernamen... more...

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