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8. Juni 2011, 11. Jahrgang, Ausgabe 23 Ausgabe: Nr. 23 » June 8, 2011

Thora aus dem Niemandsland

Von Rabbiner Adin Steinsaltz , June 8, 2011
In der jüdischen Tradition ist das Schawuotfest die «Zeit, an der uns unsere Thora gegeben wird». Das Datum dieses Ereignisses aber liegt im Dunkeln – der Erhalt der Thora ist weder zeitlich noch örtlich klar definiert.
 
In Bezug auf das Schawuotfest ist der Aspekt des «Gebens der Thora» zweifelsohne der am meisten herausstechende, sowohl hinsichtlich der Erinnerung als auch der Praxis. Dieser Aspekt des Festes hat, wie auch das Geben der Thora im Allgemeinen, einige überraschende... more...

Die «jungen Wilden» hoffen

Von Joël Wüthrich, June 8, 2011
Der Herbst wird heiss für die «Nivcheret». Am 2. September könnte die israelische Fussball-Nationalmannschaft mit einem Heimsieg über Griechenland das Tor zur erstmaligen EM-Qualifikation ganz weit aufstossen. Das wäre wie ein Fussballwunder, wenn man bedenkt, wie die Ausgangslage und Stimmung in dieser Mannschaft vor drei Monaten noch war.

Nach drei Siegen in Folge ist es mal wieder so weit: Israels Fussballer haben einmal mehr die Möglichkeit, sich für ein grosses Turnier zu qualifizieren. Nach einigen knapp verpassten Qualifikationen in Folge sollen es also nun die «neuen jungen Wilden» richten. Die... more...

«Das Kunstgeschäft ist pure Leidenschaft»

Interview Regula Rosenthal , June 8, 2011
David Nahmad, Galerist und Sammler, ist einer der erfolgreichsten Kunsthändler weltweit. Im Vorfeld der Kunstmesse Art Basel gewährte David Nahmad tachles eines seiner seltenen Interviews.
 
Seine Galerie in New York, die heute vorwiegend von seinem Sohn Helly geführt wird, ist auf Werke von Impressionisten und Vertretern der klassischen Moderne, darunter Pablo Picasso, Marc Chagall, Edgar Degas, Claude Monet, Mark Rothko, Wassily Kandinsky, Auguste Renoir, Camille... more...

Ein Verband für alle

Philippe A. Grumbacher zur Lage im SIG, June 8, 2011
Die Delegierten der Mitgliedsgemeinden des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) haben am 2. Juni, anlässlich der 106. Delegiertenversammlung in Bern, über mehrere Vorlagen abgestimmt, welche die Zukunft des SIG zum Thema haben.


Die Schwäche des SIG liegt in der Tatsache, dass er im Gegensatz zu dem, was sein Name glauben machen könnte, nicht die Gesamtheit der jüdischen Gemeinden der Schweiz unter seinen Fittichen vereint, da ja die liberalen jüdischen Gemeinden nicht Mitglieder des SIG sind. more...

«Hightech ist in Israel eine Art Parallelgesellschaft»

Interview Yves Kugelmann , June 8, 2011
Der Computervisionär Yossi Vardi über Facebook & Co. sowie die boomende Hightech-Branche in Israel.
 
tachles: Wir leben mit den heutigen sozialen Netzwerken in einem neuen Kommunikationszeitalter. Wie stehen Sie zu Facebook & Co.?Yossi Vardi: Meine Meinung ist irrelevant, denn wenn 700 Millionen Leute Facebook benützen, dann bedeutet dies, dass es etwas zu bieten hat.... more...

«Für alle, die für den Dialog einstehen»

Von Peter Abelin , June 8, 2011
Sorgenvoll über das Klima der Intoleranz in der Schweiz äusserte sich alt Bundesrat Pascal Couchepin, welcher – zusammen mit dem im letzten Jahr verstorbenen ehemaligen Präsidenten des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds Alfred Donath – ins Goldene Buch des Dachverbands eingetragen wurde. Dessen Präsident Herbert Winter bezeichnete die Religionsfreiheit als «latent gefährdet».



Er nehme die Ehrung entgegen «für alle, die für den Dialog einstehen», sagte alt Bundesrat Pascal Couchepin in seiner sehr persönlich gehaltenen Dankesrede für die Eintragung ins Goldene Buch des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) (vgl. tachles... more...

Ende der Ruhe auf dem Golan

Von Jacques Ungar, June 8, 2011
Israel will sich keine weiteren Verletzungen seiner Grenzen durch palästinensische Demonstranten mehr gefallen lassen. Diesem von Jerusalem betonten Grundsatz folgten am Sonntag aus Anlass des «Naksa-Tages» zum arabischen Gedenken an den Sechstagekrieg blutige Konfrontationen auf dem Golan, die laut syrischen Angaben über 20 Todesopfer forderten. Die Ruhe im Golan dürfte der Vergangenheit angehören.
 
Werden die Infiltrationsversuche von Demonstranten über die Waffenstillstandslinie auf dem Golan ins israelisch kontrollierte Gebiet zur Gewohnheit?Zweifelsohne, wenn man den Worten der Organisatoren der gewalttätig verlaufenen Aktionen vom Sonntag Glauben schenkt. Vieles... more...

Startschuss mit Störfeuer

Von Peter Abelin, June 8, 2011
Die SIG-Delegierten haben grünes Licht für ein breit angelegtes Zukunftsprojekt gegeben. Ein kurzfristig eingebrachter Zusatzantrag öffnete allerdings alte Wunden zwischen Orthodoxen und Liberalen.
 
Philippe A. Grumbach aus Genf wetterte in der Debatte über das Projekt «Der SIG – bereit und offen für die nächste Generation», dem Hauptgeschäft der Berner Delegiertenversammlung des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG): «Es... more...

Zwei Brüder – zwei Schicksale

Von Gisela Blau, June 8, 2011
Eine neue historische Studie beleuchtet umfassend das Schicksal einer jüdischen Familie aus Deutschland, vor allem des älteren Sohnes, der in der Schweiz daran zerbrach.
 
Im September 1935, kurz vor Erlass der Rassengesetze, werden jüdische Schüler von deutschen Schulen weggewiesen. Der elfjährige Rolf Merzbacher muss in Öhringen in Baden-Württemberg das Progymnasium verlassen. Er wird von den Eltern, die eine Auswanderung der... more...

Formen statt Reformen

Editorial von Yves Kugelmann, June 8, 2011

Formen. Es war eine würdige, eine schöne Delegiertenversammlung (DV) des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG). Doch war es auch eine gute? War es eine, die dem gerecht wird, was sie eigentlich sein sollte? Hat das jüdische Parlament des SIG wirklich debattiert?... more...

Mehr Kandidaten als Sitze

Von Valerie Wendenburg, June 8, 2011
Neu besteht der Vorstand der Israelitischen Gemeinde Basel aus acht Mitgliedern. Am 19. Juni stellen sich zehn zur Wahl, von denen sieben neu ins Rennen gehen.


Am Montag fand in der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) eine Podiumsdiskussion im Vorfeld der anstehenden Vorstandswahlen statt. Die alten wie die neuen Kandidaten stellten sich den Fragen der interessierten Gemeindemitglieder, und sie hoffen nun auf eine Wahl in den erstmals nur acht... more...

Von der Bank of Israel zum IWF?

June 8, 2011
 
Stanley Fischer, Gouverneur der israelischen Zentralbank, schielt mit einem Auge offenbar in Richtung Internationaler Währungsfonds (IWF). «Es ist noch zu früh für konkrete Aussagen», meinte er zu den Gerüchten, er sei geneigt, den Posten des... more...

Ein Volk, eine Partei

Gideon Levy zur Lage in Israel , June 8, 2011

Der Likud ist die grösste Partei in Israel, die grösste in der Geschichte des Landes und die grösste in der demokratischen Welt. Zählt man die Gruppierungen hinzu, die sich vom Likud abgespalten haben, Schwesterparteien und dergleichen, erreicht der Likud in der Knesset... more...

Velostadt Tel Aviv

June 8, 2011
 
In Tel Aviv wird Velo fahren immer populärer – nun hat sich auch dort ein Trend durchgesetzt, der in Paris oder Zürich schon länger verfolgt wird: Die Velovermietung von der Strasse weg, das heisst diverse Ausleihstationen sind über die ganze Stadt... more...

Rekord

June 8, 2011
 
Mit 237,5 Millionen Dollar für das kommende Jahr hat die für die Finanzierung von Rüstungsprojekten zuständige Subkommission des US-Kongresses die bisher höchste Beteiligung am israelisch-amerikanischen Raketenprogramm verabschiedet. Kommissionsmitglied Steve... more...

«Komödie in Moll»

Von Martin Dreyfus, June 8, 2011
Der Autor Hans Keilson, der sich mit seinem im Jahr 1933 erschienenen Buch «Das Leben geht weiter» einen Namen machte, ist Ende Mai mit 101 Jahren in den Niederlanden verstorben. Eine Erinnerung an ein bewegtes Leben.

Im Frühjahr 1933 erschien im Verlag S. Fischer der erste Roman des gerade 24 Jahre alten Autors Hans Keilson, in welchem er unter dem Titel «Das Leben geht weiter» (s)eine Jugend in der Weimarer Republik, die wirtschaftliche Sorge und die Bedrohung durch zunehmenden... more...

Israelische Künstler an der Biennale

June 8, 2011
Es sei eine Biennale mit Schweizer Prägung, und «wir haben allen Grund, darauf stolz zu sein», liess der zufriedene Kulturminister Didier Burkhalter vor dem von Thomas Hirschhorn in eine Kristall-Grotte verwandelten Schweizer Pavillion am Freitag Nachmittag verlauten. «Cristal... more...
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