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7. Januar 2011, 11. Jahrgang, Ausgabe 52 Ausgabe: Nr. 52 » January 7, 2011

Völkerverständigung auf der Bühne

von Valerie Wendenburg, January 7, 2011
In einer Woche wird das Theaterstück «Yalla» seine Premiere in der Schweiz feiern. Bei der Koproduktion des Schweizer Vereins Salam-Shalom und des israelischen Arab-Hebrew Theatre of Jaffa stehen zehn arabische und jüdische Jugendliche aus Israel auf der Bühne, die neben ihrer Schauspielkunst ein kleines Wunder der Völkerverständigung präsentieren.
Wie funktioniert die Kommunikation, wenn man die Sprache der anderen Volksgruppe nicht versteht? Wie kommt man sich nahe, ohne dass man sich berühren darf? Wie spielt man miteinander Theater, wenn man noch nie zuvor auf der Bühne stand? Eine Antwort auf diese Fragen gibt das Stück... more...

Zeuge

January 7, 2011
Eigentlich wäre Julius Margolin in Sicherheit gewesen, denn der am 14. Oktober 1900 in weissrussischen Pinsk Geborene war 1937 nach Palästina ausgewandert. Doch unglücklicherweise besuchte Margolin seine alte Heimat 1939 kurz vor Kriegsausbruch und konnte nicht mehr... more...

Skifahren mit Damaskus in Sichtweite

von Jacques Ungar, January 7, 2011
Skifahren mit Damaskus in Sichtweite
35 Kilometer von der syrischen Hauptstadt Damaskus entfernt befindet sich auf dem seit 1967 von Israel kontrollierten Teil des Hermonmassivs das einzige Skigebiet Israels. Jacques Ungar nutzte die Schneefälle im Dezember, um für tachles mit seiner Kamera Impressionen auf dem Hermon einzufangen.
Das Hermonmassiv im Dreiländer-eck Syrien-Israel-Libanon ist an seiner höchsten Stelle 2814 Meter hoch. In der wechselvollen Militärgeschichte des Nahen Ostens haben sich rund um dieses Massiv schon zahlreiche, für ganze Kriege entscheidende Schlachten zugetragen. Im... more...

Das österreichisch-jüdische Leben des Bruno Kreisky

Von L. Joseph Heid, January 7, 2011
Als Bruno Kreisky am 22. Januar 1911 in Wien geboren wurde, da war Karl Lueger, der Bürgermeister der Hauptstadt der Donaumonarchie, gerade erst ein gutes Jahr tot. Lueger pflegte einen dezidiert propagandistischen und religiös motivierten Antisemitismus. Adolf Hitler führte sowohl Georg von Schönerer als auch Lueger als seine antisemitischen Impulsgeber an, von denen sich er sich als junger Mann das politische Handwerk abgeschaut hatte.
Wien war gegen Ende des 19. Jahrhunderts ganz unzweifelhaft Zentrum eines «modernen» Antisemitismus europäischen Zuschnitts in seiner furchtbarsten Ausprägung. Das andere Wien hingegen, das waren Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Gustav Mahler, Arnold Schönberg, Sigmund... more...

Trauer um Emilie Lieberherr

January 7, 2011
Die am 3. Januar verstorbene Emilie Lieberherr war zeitlebens eine Kämpferin: für Frauen, Junge, Alte, Schwache, Drogenabhängige, ledige Mütter, Konsumenten. Und sie war eine Pionierin: Ein Jahr vor Einführung des Frauenstimmrechts wurde sie 1970 als erste Frau in den... more...

Auktion

January 7, 2011
Demnächst kommt ein Objekt von ganz besondereInteresse in Amerika unter den Hammer: Ein Richter in Manhattan hat dem New Yorker Memorabilienhändler Gary Zimet grünes Licht gegeben, eine der Originalversionen der Schindler-Liste, ein 13-seitiges Dokument, versteigern zu lassen. Mit... more...

Genfer Zensur im Fall Dieudonné?

von Andreas Schneitter, January 7, 2011
Genfer Zensur im Fall Dieudonné

Die Stadt Genf wollte sich nicht zum Komplizen des antisemitischen Komödianten Dieudonné machen und verweigerte ihm eine Saalmiete. Das Bundesgericht wertet dies als vorverurteilende Zensur. Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus ist anderer Meinung, akzeptiert aber den... more...

Erneute Debatte über Antisemitismus entfacht

von Ruth Ellen Gruber, January 7, 2011
Der Aufstieg der rechtsextremen Jobbik-Partei in Ungarn, dem Land, das jüngst die EU-Ratspräsidentschaft übernommen hat, entfacht eine neue Debatte über den vorherrschenden Antisemitismus.
Einerseits nannte «Der Spiegel» Budapest unlängst die «europäische Kapitale des Antisemitismus», wo Juden «offen eingeschüchtert» würden und ihre Pläne zum Verlassen des Landes vorantrieben. Andererseits blüht in Ungarn zweifelsohne... more...

Quo vadis jüdische Erziehung?

von Valerie Wendenburg, January 7, 2011
Quo vadis jüdische Erziehung? Die Israelitische Gemeinde Basel hat nun eine zweite Task Force ins Leben gerufen, die mögliche Wege in die Zukunft für die Jüdische Primarschule Basel suchen soll. Die aktuelle Situation wirkt nach aussen wie ein Déja-vu, da die Situation seit nunmehr vier Jahren unverändert scheint – abgesehen davon, dass die Existenz der Schule nun offenbar tatsächlich auf dem Spiel steht.
Die Gemeindemitglieder der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) werden nun nicht, wie vorerst angekündigt, in der Generalversammlung am 17. Januar über die Zukunft der gefährdeten Jüdischen Primarschule (JPS) informiert. Vielmehr wird das Thema in das Frühjahr hinein... more...

Ein böser Wind

Ari Shavit, January 7, 2011
Ein böser Wind weht im Lande Israel. Den Anfang machten die Rabbiner, die das Vermieten von Wohnungen an Araber verhinderten. Dann attackierten jüdische Jugendliche arabische Passanten, dann demonstrierten jüdische Bewohner von Bat Yam für ein jüdisches Bat Yam, und dann gingen jüdische Einwohner des Tel Aviver Wohnviertels Schchunat Hatikwa gegen Nichtjuden auf die Barrikaden.

Eine Reihe von Zwischenfällen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben und die sich auch gar nicht gleichen, hat eine neue Atmosphäre der Xenophobie geschaffen. Sie haben Israel zu einem Land gemacht, das einen xenophoben Eindruck hinterlässt. Was ist geschehen mit... more...

Anschlag auf das nahöstliche Mosaik

January 7, 2011
Protest. Dass die muslimische Welt kein monolithischer Koloss ist, sondern ein Mosaik von Ethnien, Kulturen und Stämmen mit zahlreichen nicht muslimischen Einsprengseln, erfährt der Laie zunehmend aus den Nachrichten über Anschläge wie den in der Silvesternacht in Alexandria.... more...
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