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5. Dezember 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 49 Ausgabe: Nr. 49 » December 4, 2008

Nach der Schreckenstat

von Jaques Ungar, December 4, 2008
Menschen reagieren oft nur allzu menschlich. Das gilt gleich mehrfach für die Nachwehen der schrecklichen Terrorakte von Mumbai.
Für Aufsehen sorgte die Reaktion der chassidischen Organisation Chabad Lubavitch, die in der südindischen Stadt ihren Emissär Rabbi Gabi Holtzberg und seine im fünften Monat schwangere Gattin Rivka verloren hat. An der Abdankungszeremonie in Kfar Chabad gelobte Rabbi Moshe Kotlarsky,... more...

Der vergessene Krieg

December 4, 2008
Diese Woche läuft in den Schweizer Kinos der israelische Film «Waltz with Bashir» an. Der für einen Oscar nominierte Film spielt vor dem Hintergrund des ersten Libanon-Kriegs. Der Regisseur Ari Folman traf sich zum Gespräch mit tachles in Zürich.

Die Anti-Kriegs-Filme Hollywoods verdrehen die Wahrheit», sagt Regisseur Ari Folman im Gespräch mit tachles, «denn sobald der Regisseur auf dem Set erscheint, nimmt er die Stellung eines Generals ein. Denk mal drüber nach! Er sitzt auf einem Stuhl und sagt ‹Action!›, da kommen schon die... more...

Neues Kapitel für die jüdische Presse

Yves Kugelmann, December 4, 2008
Journalismus und Tradition. Mit der Holocaust-Debatte wandelte sich auch die jüdische Presse der Schweiz, die bis dahin weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit agierte. Mit einem Male mussten und wollten sich jüdische Stimmen im öffentlichen Diskurs einbringen. Die unabhängige Schweizer... more...

Spenden bleiben abzugsfähig

von Gisela Blau, December 4, 2008
Das neue Restaurant, das neue Budget und die Umbaupläne waren die Hauptpunkte der ordentlichen Gemeindeversammlung der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich.

Den traditionellen Apéro vor der GV der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich (ICZ) hatte Klas Rittri gespendet, der neue Pächter des Restaurants im ICZ-Gemeindehaus. Die ästhetisch wie kulinarisch überzeugenden Häppchen wurden allgemein gelobt, und kleine runde Tische liessen erahnen, wie... more...

«Reisen habe ich immer gern wollen»

December 4, 2008
Drei in den Jahren 1987 bis 1994 erschienene schmale Bände mit Erzählungen umfasst das bisher in Buchform veröffentlichte Werk der Schriftstellerin Ruth Tassoni. In den Jahren 1987 bis 1994 im damaligen Zürcher Pendo-Verlag erschienen, sind sie inzwischen längst vergriffen und die Autorin zu Unrecht beinahe wieder vergessen. Ein in mancherlei Beziehung nicht untypisches Schicksal für eine (literarische) Emigrantin.
Ruth Domino wurde am 3. Dezember 1908 als Tochter eines preussischen Beamten und einer jüdischen Mutter in Berlin geboren. Nachdem sie zunächst noch in Berlin eingeschult worden war, verbrachte sie die Zeit des Ersten Weltkrieges mit ihrer Mutter in Norddeutschland. Nach dem Ende des Krieges liess... more...

Ich warte noch immer auf dich, Rivki

von Chani Lipshitz, December 4, 2008
Brief an Rivki

«Schreib doch», sagtest du mir nur zwei Stunden und zehn Minuten bevor sie in dein Haus eindrangen. «Du hast schon lange nicht mehr über deine Arbeit geschrieben.»Ich schreibe dir also, Rivki. Dir, die du in den letzten vier Jahren zu meiner Herzensschwester und zur Frau meines Vertrauens... more...

Gegen Gesetz, Ethik, Genuss

von Valerie Doepgen, December 4, 2008
Sie sind seit Jahren ein Dauerbrenner: Koscherprodukte mit abgelaufenem Verbrauchsdatum in Lebensmittelgeschäften. Stichproben von tachles in der Basler Genossenschaftsmetzgerei und im Koscherladen an der Leimenstrasse haben dies einmal mehr bestätigt.
Nachdem empörte Konsumenten einmal mehr darauf hingewiesen haben, dass in Basel teilweise abgelaufene Lebensmittelprodukte in den koscheren Läden angeboten werden, machte tachles die Probe aufs Exempel. Sowohl in der Genossenschaftsmetzgerei an der Friedrichstrasse als auch im Koscherladen an der... more...

Zur Diskussion um die Beschneidung

December 4, 2008
Manuel Battegay zur AIDS-Prävention

Die wissenschaftliche Evidenz, dass die männliche Beschneidung (Zirkumzision) die Transmission sexuell übertragbarer Krankheiten reduziert, ist gross und aufgrund neuerer Studien unbestritten. Mehrere grosse Studien mit Kontrollgruppen zeigten eine Risikoreduktion einer HIV-Übertragung für... more...

Management-Buy-out bei der JM Jüdische Medien AG (Kopie 1)

December 11, 2008
Mitteilung des Verwaltungsrats

Die Basler Mediengruppe, bisher zusammen mit der Serenada Verlag AG zu gleichen Teilen Miteigentümerin der JM Jüdische Medien AG, hat bereits vor längerer Zeit den Wunsch geäussert, ihr Engagement zu beenden. Sie will sich auf ihre Kernaktivitäten in der Region Basel konzentrieren. Vor diesem... more...

Der Krieg verändert sein Gesicht

December 4, 2008
Jetzt, da die israelische Kritik an der Art, wie die indischen Behörden sich mit dem Terror von Mumbai befasst haben, etwas nachlässt, ist es an der Zeit, sich mit den praktischen Lehren zu beschäftigen, die aus dem Geschehen in der südindischen Metropole zu ziehen sind. Es fällt schwer zu... more...

Medienunternehmen in der Krise

von Yoram Gabison, December 4, 2008
Die israelische Firma Maariv Holdings, die unter anderem die Tageszeitung «Maariv» herausgibt, steckt in Schwierigkeiten, die Ergebnisse für das dritte Quartal des laufenden Jahres weisen auf anhaltende Betriebsverluste hin. Und die Prognosen für 2009 sind auch nicht rosig.
Für die ersten neun Monate 2008 musste Maariv Holdings einen Verlust von 55 Millionen Schekel hinnehmen, der Nettoverlust beziffert sich gar auf 71 Millionen. Die letzten drei Monate des laufenden Jahres dürften keine Erleichterung bringen, erzielt die Firma im vierten Quartal traditionsgemäss... more...

Schrittweise zur Demokratie

von Ron Kampeas, December 4, 2008
Ohne es ausdrücklich zu sagen, versucht der Golfstaat Bahrain, die von den USA lancierte Initiative zur Demokratisierung im Nahen Osten als Mittel zur Stabilisierung auf die sanfte Tour zu nutzen. Die Führer des Staates wollen den friedvollen Pluralismus anhand ihrer kleinen jüdischen Gemeinde in die Tat umsetzen.
In New York ist dieser Tage der bahrainische König Hamad bin Issa al-Khalifa mit rund 50 in die USA emigrierten bahrainischen Juden zusammengekommen. Dabei machte er etwas, was in der arabischen Welt Seltenheitswert hat: Er lud sie ein, in ihre Heimat zurückzukehren: «Euer Land steht euch... more...

Eine breit angelegte Studie

December 4, 2008
Ab 2010 sollen die Phänomene des Antisemitismus, der Islamophobie und der Xenophobie in der Schweiz alle zwei Jahre systematisch untersucht werden. An einer Tagung in Bern stellte Projektleiter Claude Longchamp das Projekt des Rassismus-Monitorings erstmals öffentlich vor.
Als Claude Longchamp, Institutsleiter der Schweizerischen Gesellschaft für praktische Sozialforschung Bern (gfs), im Frühling 2007 seine in Zusammenarbeit mit tachles entstandene Antisemitismus-Studie präsentierte, legte er bereits den Grundstein zu einer noch breiter angelegten... more...

weltumspannend

December 4, 2008
Mit seinen über 7000 Männern und Frauen, die im Namen von Chabad Lubavitch in über 73 Ländern der Welt als Emissäre (Schlichim) tätig sind, betreibt die Gruppe das weltweit grösste jüdische «Outreach»-Programm mit dem Ziel, möglichst viele Menschen dem Judentum näher zu bringen. Allein... more...

verurteilt

December 4, 2008
Acht Jahre Freiheitsstrafe. – So lautet das Urteil im Prozess gegen den ehemaligen Bankdirektor Ernst Imfeld.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das frühere Kadermitglied der Schweizer Niederlassung der Bank Leumi bis Anfang 2001 über Jahre hinweg fremde Konten regelrecht geplündert hatte. Der Schaden für die Bank wird auf deutlich über 100 Millionen Franken beziffert. Obwohl das Anklagedossier... more...

Pakistans ewiger Terrorismusexport?

December 4, 2008
Die brutalen Anschläge von Mumbai waren ein Schock für Indien – und für die ganze Welt. Die Quelle des Terrors ist in Pakistan zu suchen.
Die Anschläge vom 26. bis 29. November in der indischen Wirtschaftsmetropole wurden als Indiens 11. September bezeichnet. Das ist zwar gemessen an der Zahl der Opfer ein inadäquater Vergleich, doch die regionalen und internationalen Dimensionen des Desasters haben ein ähnliches Ausmass. In¬dien,... more...

Spenden bleiben abzugsfähig

von Gisela Blau, December 4, 2008
Das neue Restaurant, das neue Budget und die Umbaupläne waren die Hauptpunkte der ordentlichen Gemeindeversammlung der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich.

Den traditionellen Apéro vor der GV der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich (ICZ) hatte Klas Rittri gespendet, der neue Pächter des Restaurants im ICZ-Gemeindehaus. Die ästhetisch wie kulinarisch überzeugenden Häppchen wurden allgemein gelobt, und kleine runde Tische liessen erahnen, wie... more...
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