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4. Dezember 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 49 Ausgabe: Nr. 49 » December 3, 2009

«Heute sind wir Radikale»

Von Jacques Ungar, December 3, 2009
Nach dem von Premier Binyamin Netanyahu verfügten zehnmonatigen Baustopp in den jüdischen Orten der Westbank steht das Barometer bei den Siedlern auf Sturm. Ein Augenschein in Maale Adumim und Kfar Adumim.
Eigentlich sollten die in der Westbank wohnenden Israeli erleichtert aufatmen. In einem Versuch, sie nach der Verkündigung des zehnmonatigen beschränkten Baustopps in den Siedlungen zu beschwichtigen, bezeichnete Premier Binyamin Netanyahu die Massnahme als einmalig und vorüber­gehend und... more...

Jetzt wird der Weg zum Ziel

December 3, 2009
Editorial von Gisela Blau

Täuschung. Viele haben sich getäuscht. Der Bundesrat, die Parteien, die Wirtschaftsverbände. Und die Verantwortlichen der Religionsgemeinschaften. Kaum jemand hat gemerkt oder wahrhaben wollen, wie «die Basis» empfindet, wenn es um den Islam geht. Sie alle lancierten tapfere Parolen gegen das... more...

Treffen im Vatikan

December 3, 2009
Zu einem emotionalen Treffen kam es diese Woche im Vatikan, als Papst Benedikt XVI. nach seiner wöchentlichen General­audienz Cäcilie Peiser empfing, Gründerin und Ehrenpräsidentin des Vereins Child Survivors Deutschland.
Die 84-jährige Peiser, die von Pater Norbert Hofmann, Sekretär der päpstlichen Kommission für religiöse Beziehungen mit dem Judentum, begleitet wurde, überreichte dem Papst eine signierte Kopie ihrer Biografie. «Nach der Kristallnacht von 1938», sagte Cäcilie Peiser in einem Interview mit... more...

Milliarden könnten gespart werden

von Moti Basso, December 3, 2009
Ganze 1,6 Milliarden Schekel könnte die israelische Armee jährlich durch eine effizientere Buchführung einsparen. Zu diesem Schluss gelangt die internationale Beraterfirma McKinsey. Der Ball liegt jetzt bei der IDF und dem israelischen Verteidigungsministerium.
Der Effizienzplan, den die internationale Beraterfirma McKinsey für das israelische Verteidigungsestablishment ausgearbeitet hat, gelangt zum Schluss, dass mit seiner Verwirklichung der israelische Steuerzahler rund 1,6 Milliarden Schekel jährlich sparen könnte. Diese Zahl nannten an einer... more...

Der Weg zum Sexualaufklärer

Von Katja Behling, December 3, 2009
Der 82-jährige Martin Goldstein war als «Dr. Sommer» im Jugendmagazin «Bravo» Deutschlands bekanntester Sexualberater. Aufgrund seiner Geschichte, die als Sohn eines Juden von Verfolgung geprägt war, erwuchs sein Kampf für die Befreiung von Dogmen und für selbstbestimmte Sexualität. Dazu gehört auch der verantwortungsvolle Umgang mit Aids, an den am diesjährigen Welt-Aids-Tag am 1. Dezember appelliert wurde.
Verunsicherte Dreizehnjährige oder experimentierfreudiger Zehntklässler – wer als Heranwachsender in den siebziger und achtziger Jahren Fragen in Sachen Sexualität hatte, wandte sich an die «Bravo» und deren «Dr. Sommer», den Briefkastenonkel der populären Jugendzeitschrift. Und wer nicht... more...

Gegen jüdische Friedhöfe

December 3, 2009
CVP-Präsident und Nationalrat Christophe Darbellay will zwar freundlicherweise nichts gegen bestehende jüdische Friedhöfe unternehmen, zum Beispiel in Zürich, «da soll man keine grosse Geschichte machen», aber für die Zukunft schliesst er Ausnahmen und separate Friedhöfe für nicht christliche Religionen aus.
Die Schweizer wüssten nicht mehr, woran sie glauben sollten, deshalb hätten sie «so Angst vor den Muslimen». Es gebe so viele Sekten und «spirituale» Bewegungen, und es könne nicht für alle eine Sonderregelung geben. Diese Aussagen machte Darbellay am Dienstag in der Talk-Sendung «Duell... more...

Goldener Mond

December 3, 2009
Zu seinem 40. Geburtstag hat Chris Weitz sich selbst ein Geschenk beschert, von dem Filmleute träumen: Als Regisseur des Vampir-Films «Twilight Saga: New Moon» kann er sich zwei Wochen nach der Premiere weltweit über Einnahmen von rund 475 Millionen Dollar freuen.
Damit dürfte Weitz für einen der zehn erfolgreichsten Filme aller Zeiten verantwortlich sein. Er wird dies zu schätzen wissen, denn sein letztes Werk «Golden Compass» war nicht sonderlich erfolgreich. Weitz hat seit seinem Durchbruch mit «Antz» (1998) häufig mit seinem älteren Bruder Paul... more...

attacke

December 3, 2009
Sehr weit vorgewagt hat sich die Ministerin Limor Livnat (Likud).
Nicht aber, wie man vielleicht vermuten könnte, in ihren Amtsbereichen Sport und Kultur. Nein, die für ihre harte Haltung bekannte Politikerin nahm das von Premier Binyamin Netanyahu verkündete Teil-moratorium zur Bautätigkeit in den Siedlungen zum Anlass, eine präzedenzlose Attacke gegen... more...

Hat der Dialog versagt?

Valerie Wendenburg, December 3, 2009
Nachdem das Schweizer Stimmvolk die Minarett-Initiative gegen den Bau von Minaretten mit grosser Deutlichkeit angenommen hat, werden interreligiöse Aktivitäten im Land hinterfragt.
Während die Medien im In- und Ausland über den Ausgang der Volksabstimmung gegen den Bau von Minaretten berichten und die Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte den Schweizer «Sonderfall» verurteilt, herrscht bei den Gegnern der Initiative hierzulande vorerst Sprachlosigkeit. Auch wenn... more...

Erfüllter Auftrag

Von Hermann I. Schmelzer, December 3, 2009
Der Rabbiner der jüdischen Gemeinde St. Gallen Hermann I. Schmelzer erinnert an seinen Vorgänger Rabbiner Lothar Rothschild aus Anlass von dessen 100. Geburtstag.
Der Auftrag, das Judentum in seinen vielfältigen Aspekten religiös, historisch, weltanschaulich zu vertreten und dabei den Bezug zur Gegenwart herzustellen, gehörte zu einem Rabbinertypus, wie er die Einheitsgemeinden im 20. Jahrhundert prägte und stärkte. Das erfolgreich abgeschlossene Studium... more...

Die Israeli und Barack Obama

December 3, 2009
Henry Siegman zur Lage in Israel

Umfragen zufolge geniesst Präsident Barack Obama in Israel die ­Zustimmung von sechs bis zehn Prozent der Bevölkerung – damit dürfte er in keinem Land der Welt unbeliebter sein als im jüdischen Staat. Obamas Berater überlegen daher, wie sie die israelische Öffentlichkeit davon überzeugen... more...

«Al-Qaida ist eine Schuhnummer grösser»

von Hannah Einhaus, December 3, 2009
Vor 40 Jahren sass er in Winterthur auf der Anklagebank, in Israel wurde er als Held gefeiert: Mordechai Rachamim, Retter von über 100 Menschen in einem El-Al-Flugzeug, welches 1969 auf der Flugbahn in Kloten von palästinensischen Terroristen attackiert worden war.
Mordechai Rachamim stellt sich unkompliziert als «Motti» vor, ein Mann Anfang 60, mit stark gegerbter und gebräunter Haut. Noch heute, 40 Jahre nach dem Attentat palästinensischer Terroristen vom 18. Februar 1969 auf die El-Al-Maschine erinnert er sich an die Details, wie er die Rettungsaktion... more...

Schätze

December 3, 2009
Es waren schwierige Verhältnisse, in die Ilya Kabakov 1933 geboren wurde.
Die Familie litt unter dem gewalttätigen Vater, dem Ilya ausgeliefert war, da seine Mutter arbeiten musste, um die Familie durchzubringen. Als die Wehrmacht 1940 in seine Geburtsstadt Dnepropetrovsk einmarschierte, wurden Ilya und seine Mutter ins usbekische Samarkand evakuiert. Dort gelang Kabakov... more...

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