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30. Oktober 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 44 Ausgabe: Nr. 44 » October 29, 2009

Fragezeichen über Fragezeichen

October 29, 2009
Editorial von Jaqcues Ungar

Verantwortung. Von einem «traurigen Tag» sprach ein Knessetabgeordneter, als das Haifaer Bezirksgericht vier Polizisten zu einem Jahr Gefängnis und einem weiteren Jahr auf Bewährung verurteilte. «Die Jungs setzen sich doch mit ihrem Leben für uns alle ein», ergänzte der Parlamentarier. Das... more...

Übersicht der veranstaltungen

October 29, 2009
Das gesamtschweizerische Programm der Woche der Religionen ist unter der Internetadresse www.woche-der-religionen.ch zu finden, ebenso weiterführende Links zu kantonalen Programmen oder Einzelveranstaltungen. Die Woche der Religionen findet zum dritten Mal statt. Initiiert wurde sie von der... more...

J-Street kommt in Fahrt

von Andreas Mink, October 29, 2009
Auf ihrem ersten Washingtoner Kongress demonstriert die liberale Konkurrenz der Israel-Lobby AIPAC Zuversicht und politischen Takt. Die Konservativen reagieren gereizt auf die Agenda von J-Street.
Mit grosser Spannung erwartet, dürfte der erste Kongress der liberalen Israel-Lobby J-Street die Hoffnungen der Veranstalter erfüllt haben. Das Ereignis in einem Washingtoner Hotel lief über drei Tage. Neben zahlreichen Podiumsrunden und Diskussionen in kleineren Gruppen fanden... more...

Im Zeichen der Begegnung

von Esther Müller, October 29, 2009
Wer das Programm der Woche der Religionen vom 1. bis 7. November durchliest, dem wird schnell klar, dass er die Qual der Wahl hat. Rund 100 Veranstaltungen bieten den Besuchern in der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin eine Vielzahl an Möglichkeiten, die grosse Vielfalt der schweizerischen Religionslandschaft kennenzulernen.
Der festliche Auftakt der von der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz (IRAS COTIS) initiierten Woche der Religionen findet am 1. November um
18.30 Uhr im KKL Luzern statt. 300 Mitwirkende aus mehr als 30 Ländern werden im «Konzert für den Frieden» die Zuhörenden mit Musik... more...

Peinlich

October 29, 2009
Für weit verbreitete Empörung nicht nur in jüdischen Kreisen sorgte der ungarische Oppositionspolitiker Oszkar Molnar von der Fidesz-Partei mit seinem Vorwurf, die Juden versuchten, seine Heimat zu übernehmen.
«Ich bin ein ungarischer Nationalist», sagte Molnar in einem Fernsehinterview. «Ich liebe meine Heimat, liebe die Ungarn und gebe ungarischen Interessen Vorrang gegenüber jenen des internationalen Kapitals – jüdischem Kapital, wenn Sie wollen, welches die ganze Welt verschlingen will, vor... more...

«Ich hätte auch ohne Politik ein interessantes Leben»

Interview: Gisela Blau, October 29, 2009
Der Zürcher Strafrechtsprofessor und SP-Nationalrat Daniel Jositsch will am 29. November Regierungsrat werden. Er stürzt sich offensichtlich lustbetont in den Wahkampf, bleibt in Diskussionen gelassen, in derSache aber unerbittlich, argumentiert pointiert und verständlich, wie man es von seinen juristischen TV-Erläuterungen gewohnt ist. An der Universität hat er sein Pensum wegen des Nationalratsmandats auf 80 Prozent reduziert, ist als Dozent aber ungebrochen beliebt. Jositsch wirkt nicht wie ein in der Wolle gefärbter SP-Mann, aber er vertritt eine für viele Leute attraktive Mischung von gemässigt sozialen, ökologischen und wirtschaftskompatiblen Thesen.
tachles: Daniel Jositsch, weshalb kandidieren Sie eigentlich? Die Zürcher SP stellt bereits zwei Mitglieder des Regierungsrats.Daniel Jositsch: Es gib keinen Anspruch. Es ist eine Exekutivwahl; es gibt keinen Parteienproporz im Kanton Zürich. In der Stadt Zürich hat die SVP keinen Sitz im... more...

Wer ist der wirkliche Besetzer?

October 29, 2009
Ron Breiman zur Lage in Israel

Von Gideon Levy («Haaretz») bis Barack Obama, von Yariv Oppenheimer («Frieden jetzt») bis Ismail Haniyeh, von Zahava Gal-On (Meretz) bis Tzippi Livni sagen sie alle dasselbe: Es ist an der Zeit, die «Besetzung» zu beenden. Ist die «Besetzung» erst einmal beendet, wird der Frieden besiegelt... more...

Judentum, Kommunismus und Inquisition

von Ben Harris, October 29, 2009
Der bedeutende mexikanische Maler Diego Rivera schuf legendäre Wandgemälde, die verschiedene nationale Bauten in Mexiko zieren. Im jüdischen Archiv in Mexiko-Stadt lagert auch aus diesem Grund Material von und über Rivera.
Für eine kleine Gruppe mexikanischer jüdischer Schriftsteller und Intellektueller ist der Maler Diego Rivera (1886–1957) – sein voller Name lautete Diego Maria de la Conception Juan Nepomuceno Estanislao de la Rivera y Barrientos Acosta y Rodriguez – eine Art Glaubensgenosse in jeder... more...

Probleme mit den Nachbarn

Von Jacques Ungar, October 29, 2009
Neben der Verbrennung israelischer Flaggen von Amman bis Ankara prägt ein immer tieferes Misstrauen das Verhältnis zwischen Israel und seinen näheren und entfernteren Nachbarn. US-Aussenministerin Hillary Clinton kommt dieses Wochenende nach Jerusalem, um zu eruieren, wo der Hebel anzusetzen ist. Und im Hintergrund drücken Namen wie Moni Fanan oder Arkady Gaidamak auf den israelischen Stimmungspegel.
Zu ihrem ersten offiziellen Israel-Besuch seit dem Amtsantritt der Regierung Netanyahu wird am Wochenende US-Aussenministerin Hillary Clinton in Jerusalem erwartet. Der Anlass für die Visite liegt nicht etwa in einem besonderen Grund zum Feiern von Fortschritten in den Verhandlungen zwischen Israel... more...

Dialog

October 29, 2009
Nachdem der israelische Botschafter Ilan Elgar im letzten Mai wegen eines Treffens von Bundespräsident Rudolf Merz und dem iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad nach Jerusalem zurückbefördert wurde, sind die Beziehungen zwischen Israel und der Schweiz an einem Tiefpunkt angelangt.
Botschafter Elgar verglich die Schweizer Iran-Politik mit dem Appeasement gegenüber Hitler in den dreissiger Jahren und sorgte damit für Empörung bei Schweizer Politikern. Auch die Schweizer Unterstützung einer Sondersitzung des Uno-Menschenrechtsrats zum Krieg im Gazastreifen im Januar dieses... more...

Frauen

October 29, 2009
Von 1974 an fehlt ein Bildmotiv gänzlich in den Arbeiten der 1926 in Cleveland geborenen Künstlerin Nancy Spero: Männer.
Spero, mehr als 50 Jahre mit dem amerikanischen Maler Leon Golub verheiratet und Mutter dreier Söhne, verstand Kunst immer auch als politischen Akt. Nach einigen Jahren in Europa kehrten Spero und Golub in den späten sechziger Jahren in die USA zurück – in eine Gesellschaft, die durch den... more...
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