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30. April 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 18 Ausgabe: Nr. 18 » April 29, 2009

Es wird immer schwieriger, zu überzeugen

Von Jacques Ungar, April 29, 2009
Der 61. Unabhängigkeitstag des Staates Israel war vor allem von der wachsenden Erkenntnis geprägt, dass die Friedensbemühungen mit den Palästinensern stagnieren. Und von der Schweinegrippe, die gewisse Israeli aus Kaschrut-Gründen umbenennen wollen.
Ein 61. Geburtstag ist kein «runder» Geburtstag, und so waren die Festlichkeiten aus Anlass des 61. Unabhängigkeitstages des Staates Israel – er begann am Dienstagabend – bescheidener und weniger pompös als die Veranstaltungen vor einem Jahr. Und dafür waren weder die Wirtschaftskrise noch... more...

Africa Israel Properties verkauft weiter

April 29, 2009
Lev Levievs Immobilienimperium wird weiter ausgedünnt.
Eine zunächst nicht näher identifizierte Gesellschaft hat für 167 Millionen Schekel 95 Prozent der Aktien des Africa-Israel-Turms an der Achad-Haam-Strasse in Tel Aviv von der Firma Africa Israel Properties erworben. Der Käufer hat sich eine Option für die restlichen fünf Prozent des... more...

Demokratie als stärkste Kraft

Interview Yves Kugelmann, April 29, 2009
Seit 1987 ist Farouk Hosny Kulturminister Ägyptens und somit der am längsten amtierende Minister seines Landes. Hosny ist Maler und zählt zu den bekanntesten ägyptischen Künstlern. Als Verfechter eines säkularen Staates legt er sich seit Jahren mit Islamisten an und sorgt mit pointierten, unabhängigen Äusserungen regelmässig für nationale und internationale Verstimmungen.
TACHLES: Sind Sie eher ein Künstler oder ein Minister? FAROUK HOSNY: Mehr ein Künstler – ich bin eigentlich ein Profikünstler und ein Amateurminister (lacht).Kann ein Minister aus Leidenschaft die Dinge nicht vielleicht sogar klarer sehen als ein professioneller Politiker? Als Laie geht man die... more...

«Wir alle sind Minderheiten»

von Brigitta Rotach, April 29, 2009
Experten aus Jordanien, Ägypten, Marokko, Iran, Deutschland und der Schweiz trafen sich auf Einladung des Europäischen Abrahamischen Forums am 6. und 7. April im Zürcher Lehrhaus zu einem Gespräch über Fragen von Minderheiten und Mehrheiten, Säkularisierung und Pluralismus in Ländern des Nahen Ostens.
Anliegen des Zürcher Expertengesprächs war es, eine für Oktober 2009 in Amman vorgesehene internationale Konsultation zur rechtlichen Lage religiös-kultureller Minderheiten vorzubereiten. Denn wer miteinander reden wolle, müsse Vertrauen schaffen und eine gemeinsame Sprache finden, so die... more...

Erinnerung an Ruth Liepman

von Wilfried Weinke, April 29, 2009
Die international erfolgreiche Literaturagentin würde diese Woche ihren 100. Geburtstag feiern.
Auf die Frage, wo sie sich mehr zu Hause fühle, in Hamburg oder in Zürich, hatte sie spontan «in Holland!» geantwortet. Kann man es ihr verdenken? In Hamburg verbrachte sie zwar Kindheit und Jugend, dort hatte sie vor 1933 und auch nach 1945 viele Jahre gelebt. Und Zürich wurde für mehrere... more...

Zwischen Kleinkrieg und «Nationsbildung»

April 29, 2009
Editorial von Andreas Mink

Skepsis. Getreu dem Motto von Franklin D. Roosevelt «Action, Action, Action» hat Barack Obama in den handlungsstarken ersten 100 Tagen seiner Präsidentschaft im März auch eine neue Strategie im Kampf gegen die Taliban und al-Qaida vorgestellt. Doch nach wenigen Wochen regen sich grundsätzliche... more...

Kein Gottesdienst wegen Polizeieinsatz

April 29, 2009
Durch ein polizeiliches Grossaufgebot war die Kapellenstrasse in Bern am Samstagmorgen abgesperrt, sodass auch der Zugang zur Synagoge nicht möglich war. Grund war ein von der benachbarten US-Botschaft ausgelöster Alarm aufgrund eines verdächtigen Fahrzeugs. Die verhinderten Gottesdienstbesucher... more...

Gelehrter

April 29, 2009
Die Artikel zu seinem 80. Geburtstag am 23. April feierten ihn als den letzten seiner Art: George Steiner, geboren in Paris als Kind österreichisch-jüdischer Eltern, die 1940 in die USA emigrierten.
Wie kaum ein zweiter bewegt sich der Komparatist durch Geschichts- und Kunstepochen, ein profunder Kenner der abendländischen Denk¬traditionen. Joschka Fischer nannte Steiner anlässlich der Verleihung des Ludwig-Börne-Preises 2003 in Frankfurt einen Meister des Wortes und einen der ganz wenigen... more...

Gegen Antisemitismus vorgehen

April 29, 2009
Brian Klug zur Lage in Israel

Ein rasches Quiz über drei Zitate, von welchen eines aus dem den Delegierten ausgehändigten Manuskript der Rede stammt, die Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad in Genf gehalten hat. Zwei der Zitate stammen aus anderen Quellen. Erstes Zitat: «In unseren Tagen haben sich alle Regierungen der Welt... more...

Mut zum Umbau

von Gisela Blau, April 29, 2009
Die Renovation des Gemeindehauses und die Verdoppelung der Hypothek wurden angenommen. Die Israelitische Cultusgemeinde Zürich erhält bis 2010 ein erneuertes Gemeindezentrum. Der Mut der Erbauer von 1939 existiert auch 70 Jahre später noch.
Die ausserordentliche Gemeindeversammlung der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich (ICZ) war für das Thema Umbau vorgesehen, fiel jedoch auf den Vorabend des Jom Hasikaron, an dem Israel und die Diaspora der Soldaten gedenken, die im Kampf für den Staat Israel gefallen sind. So erteilte... more...

Teheran kritisiert Ahmadinejad

von Behrouz Khosrozadeh, April 29, 2009
Der Auftritt des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad bei der Uno-Rassismuskonferenz in Genf löst in seinem eigenen Land Proteste aus.
Präsident Mahmoud Ahmadinejad wurde nach seiner Rückkehr aus Genf von zahlreichen Anhängern begeistert empfangen. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Die offiziellen iranischen Zeitungen und Websites waren überhäuft von heftiger Kritik am Präsidenten, auch seitens der Konservativen. Ein... more...

Vorsicht, aber keine Panik

von Jaques Ungar, April 29, 2009
Anfang der Woche wurden zwei kürzlich aus Mexiko zurückgekehrte Israeli zwecks Überprüfung des Verdachts auf Schweinegrippe ins Krankenhaus eingeliefert. Man habe die Situation aber unter Kontrolle, bekräftigen die Behörden, und zur Panik bestehe kein Anlass.
Im Gegensatz zu Mexiko, wo am Montag schon mehr als 100 Opfer der Schweinegrippe und etwa 1600 von der Krankheit befallene Menschen gezählt wurden, war die Situation in Israel mit zwei hospitalisierten Verdächtigen zunächst relativ harmlos. Ein 26-Jähriger hatte sich nach seiner Rückkehr aus... more...

Grosse Zahlen und viele Fragen

von Motti Bassok, April 29, 2009
Premierminister Binyamin Netanyahu präsentierte auf einer Presskonferenz den wirtschaftlichen Erholungsplan des Finanzministeriums. Ziel sei es, so Netanyahu, Israel angesichts der Wirtschaftskrise zu retten: «Das haben wir in der Vergangenheit getan, und auch jetzt werden wir wieder Erfolg haben.»
Gemäss den Worten von Premier Binyamin Netanyahu und Finanzminister Yuval Steinitz soll der ökonomische Erholungsplan die Wirtschaft «bremsen und gleichzeitig stimulieren». Der Plan basiert auf fünf Hauptpunkten: auf Erhöhung der verfügbaren Kreditmenge, auf Verhinderung von Arbeitslosigkeit,... more...

Ein exzellenter Start

von Andreas Mink, April 29, 2009
In seinen ersten 100 Tagen als US-Präsident hat Barack Obama eine imposante Zahl von Initiativen gestartet und das Vertrauen der Amerikaner gewonnen. Sein Erfolg geht nicht zuletzt auf eine kluge Kommunikationsstrategie zurück.

Joe Klein, vermutlich der bedeutendste politische Journalist Amerikas, brachte es im Nachrichtenmagazin «Time» auf den Punkt: «Barack Obama hat als Präsident den imponierendsten Start seit Franklin D. Roosevelt hingelegt.» In den USA gibt es derzeit kaum Stimmen, die Klein in der Bewertung von... more...

Verstärkung gesucht

von Gisela Blau, April 29, 2009
Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund sucht ein siebtes Mitglied für die Geschäftsleitung. Laut Statuten ist diese nicht vollzählig.

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) will selber nach geeigneten Persönlichkeiten Ausschau halten. Einige Angefragte hätten jedoch abgesagt, bestätigt SIG-Präsident Herbert Winter. «Wir haben uns sehr bemüht, ein siebtes Mitglied für die Geschältsleitung zu finden», sagt er,... more...
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