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30. April 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 18 Ausgabe: Nr. 18 » April 30, 2008

Wir haben fertig

April 30, 2008
Editorial von Yves Kugelmann

Rückblick. Die diesjährige Delegiertenversammlung
markiert Ende und Wende. Mit dem Rücktritt von Alfred Donath als Präsident
des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) verlässt eine viel
beachtete und geachtete Persönlichkeit die Bühne, ein Mann, der dem... more...

Das Essen wird teurer

April 30, 2008
Dass Israel nicht von der Welt abgeschottet ist, zeigen die massiven Erhöhungen der Nahrungsmittelpreise, mit denen der israelische Markt auf die globale Krise in diesem Bereich reagiert.
Von Jacques Ungar
Eine unangenehme Überraschung erlebte Israels Bevölkerung am Ausgang
des Pessachfestes Anfang dieser Woche: Während Zehntausende von Haushalten
damit beschäftigt waren, das Pessachgeschirr wegzuräumen, um dann
anschliessend das erste... more...

Kaum gelesen und dennoch äusserst wirkungsvoll

April 30, 2008
Schon bald nach ihrer Veröffentlichung wurden die «Protokolle der Weisen von Zion» als Plagiate enttarnt. Dennoch wurden sie zu einem der weltweit wichtigsten Dokumente des Antisemitismus. Eine Tagung in Basel nahm sich den Text vor.

In welchem Verhältnis der eigentliche Text der «Protokolle der Weisen
von Zion» zu seinem Erfolg steht, war eine der zentralen Fragen, um die
sich die internationale Tagung drehte, die am 11. und 12. April an der Universität
Basel abgehalten wurde. Konzipiert wurde die... more...

Hetzfilm der Nazis unter der Lupe

April 30, 2008
Zurzeit ist in Stuttgart die bemerkenswerte Ausstellung «Jud Süss – Propagandafilm im NS-Staat» zu sehen. «Jud Süss» ist neben «Der ewige Jude» der widerwärtigste antisemitische Hetzfilm der Nazis. Das Machwerk zählt zu den 20 finanziell erfolgreichsten Filmen im «Dritten Reich».
Von Anton Maegerle
Der Anspruch ist gross. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg will
die Macht des Mediums Film als eines wichtigen Propagandamittels im Nationalsozialismus
aufzeigen und antisemitische Stereotypen wie Geldgier, Verschlagenheit und sexuelle
... more...

«Wir sind an einem Wendepunkt»

April 30, 2008
Seit 1997 präsidiert der 46-jährige Bertrand Leitenberg die Communauté Israélite de La Chaux-de-Fonds. Der Inhaber eines Möbelgeschäfts äussert sich zurückhaltend zu den Zukunftsaussichten seiner Gemeinde.
tachles: Was bedeutet die Organisation der Delegiertenversammlung des SIG
für Ihre Gemeinde?
Bertrand Leitenberg: Zunächst einmal möchten wir den Schweizer Juden
zeigen, dass es hier noch eine, wenn auch kleine, jüdische Gemeinde gibt.
Gleichzeitig möchten wir... more...

Wer ist jüdisch?

April 30, 2008
Eine neue kanadische Volkszählung deutet auf einen wesentlichen Rückgang der Zahl der Juden in diesem Land hin. Experten sind hinsichtlich der Bedeutung der Zahlen geteilter Meinung.
Letzte Woche publizierte statistische Daten einer sogenannten Mini-Umfrage
aus dem Jahre 2006 zeigen, dass 315000 Kanadier sich als Juden identifizierten,
neun Prozent weniger als noch 2001, in dem die Zahl bei 348000 lag. Die grössten
jüdischen... more...

Literatur

April 30, 2008
An den diesjährigen Solothurner Literaturtagen ist unter anderem der amerikanische Schriftsteller Nathan Englander zu Gast.

Mit dabei hat er seinen 2007 auf Englisch und nun auch auf Deutsch erschienenen
Roman «Das Ministerium für besondere Fälle». Der in einem
orthodoxen jüdischen Haushalt auf Long Island aufgewachsene Englander wollte
unbedingt an einer weltlichen Universität studieren.... more...

Ein historischer Moment

April 30, 2008
Wenn die jüdische Gemeinde von La Chaux-de-Fonds Ende April den Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund zur Delegiertenversammlung empfängt, feiert sie damit gleichzeitig ihr 175-jähriges Bestehen. Die grösste jüdische Kleingemeinde erlebte ihre Blütezeit dank der Uhrenindustrie vor gut 100 Jahren. Davon zeugt noch heute die unter Denkmalschutz stehende grosse Synagoge.
Erste Erwähnung finden jüdische Einwohner in La Chaux-de-Fonds um
das Jahr 1790 – nicht zufällig verbunden mit den Anfängen der
damals noch handwerklichen Herstellung von Uhren. Im Jahr 1815 wurde der aus
dem kriegsversehrten elsässischen Hegenheim geflohene Léon... more...

Das Elend der Welt per Mausklick

April 30, 2008
Mit Google Earth Outreach bietet sich gemeinnützigen Organisationen ein neuer Weg, an die Öffentlichkeit zu gelangen.
Von Simon Spiegel
Google, die meistgenutzte Internetsuchmaschine, kennt jeder; für viele
ist der Name Google schon fast ein Synonym für das Internet. Auch Google
Earth erfreut sich schon seit längerer Zeit grosser Beliebtheit: Mit dem
kostenlosen Programm erhält... more...

Die intellektuellen Ressourcen fördern

April 30, 2008
Der Amerikaner Dean Kamen, der neben dem Segway Dutzende weiterer Erfindungen gemacht hat, verkündete anlässlich eines Israel-Besuchs eine klare Botschaft: Technologie ist das A und O von Forschritt und Erfolg.
Von Dina Kraft
Dean Kamen, der für die Erfindung des Segway Personal Transporter bekannte
Multimillionär, brachte bei einem Israel-Besuch die folgende Botschaft
für die Teenager des Landes mit: Mit einer Karriere in wissenschaftlichen
Fächern können sie zu den... more...

Integration ist wichtig

April 30, 2008
Herbert Winter wird am 1. Mai voraussichtlich die Nachfolge von Alfred Donath als Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds antreten. Im Gespräch mit tachles spricht er über Programm, Politik und Positionen.
tachles: Was hat Sie dazu motiviert, sich für das
Präsidium des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) zur Verfügung
zu stellen?
Herbert Winter:Für mich ist die «Klal-Arbeit»
für die jüdische Gemeinschaft immer wichtig gewesen. Der Rücktritt more...

Rotkäppchen und der Wolf

April 30, 2008
Yuval Steinitz zum Bericht der amerikanischen Geheimdienste

Der Bericht der amerikanischen Geheimdienste über Iran, welcher zum Schluss
gelangt, Teheran habe Abstand genommen von seinen Plänen, Atomwaffen zu
entwickeln, lässt sich treffend mit dem Rotkäppchen-Märchen vergleichen:
Auch Rotkäppchen will nicht begreifen, dass... more...

Reiche Erbin

April 30, 2008
Die Tochter des amerikanischen Immobilienhändlers Donald Trump, Ivanka Trump, wird am 12. Mai für zwei Tage nach Israel kommen.
Zweck ihrer Blitzvisite – ihr erster Besuch in Israel überhaupt
– ist es, sich mit der Situation auf dem lokalen Immobilienmarkt vertraut
zu machen. Sie wird auch Informationen für mögliche Investitionen
ihres Vaters in Israel sammeln und zugleich versuchen, Israeli... more...

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