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26. September 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 39/40 Ausgabe: Nr. 39 » September 26, 2008

Lob

September 26, 2008
Beruhigende Worte von Israels Zentralbankgouverneur Stanley Fischer angesichts der weltweiten Finanz-, Immobilien- und Wirtschaftskrise.

Israels Wirtschaft sei in einem «sehr guten Zustand», erklärte
er in einem Fernsehinterview. Die von der US-Regierung ergriffenen Notstandsmassnahmen
zur Verhinderung des finanziellen Zusammenbruchs bezeichnete Fischer als «korrekt
und angebracht». Die Überwachung... more...

Mit Wort und Tat reagieren

September 26, 2008
Heute scheinen wir die Auswirkungen von Wechsel, Transformation und Veränderung viel stärker zu spüren als je zuvor. Zu Zeiten unserer Grossväter und sogar Väter pflegten offensichtliche Veränderungen sich über Jahrzehnte wenn nicht gar Jahrhunderte hinweg zu entwickeln. Die Zeit schien viel langsamer voranzuschreiten.

Es kommt es uns heutzutage vor, als würden wir in einem beschleunigten
Tempo leben, und Dinge, die sich erst vor zwei Jahren zutrugen, scheinen Geschichte
zu sein. Technologie ist ein Teil der Erklärung, aber es steckt mehr dahinter.
Die Veränderungen, welche Wachstum... more...

«Die Juden sind Teil meiner Kultur»

September 26, 2008
Zum zweiten Mal ist der Walliser Innen-, Gesundheits- und Bildungsminister Pascal Couchepin Bundespräsident. Im Gespräch mit tachles blickt er auf das zu Ende gehende jüdische Jahr zurück. Der Bundespräsident fand u.a. deutliche Worte zur bevorstehenden zweiten Antirassismus-Konferenz im April 2009 in Genf. Er hätte diese Woche die gleichen Vorbehalte auch in seiner Ansprache vor der Uno-Vollversammlung in New York geäussert, doch wegen der Erkrankung von Bundesrat Hans-Rudolf Merz sagte Couchepin seine Reise ab.
tachles: Der Bundesrat wird in Medien und an
Stammtischen kritisiert wie noch nie.
Pascal Couchepin: Mein Eindruck ist, dass es einen grossen
Unterschied zwischen der reellen und der virtuellen, sprich: Medien-Welt gibt.
Von Zeit zu Zeit wird in den Medien eine... more...

Hürdenlauf jüdische Heirat

September 26, 2008
In jüngster Zeit werden vermehrt nach orthodoxem Ritus getätigte Übertritte, wie sie in vielen Einheitsgemeinden Praxis sind, in Israel in Frage gestellt. Diese Entwicklung verängstigt Betroffene, nicht nur in der Schweiz.
Von Rachel Manetsch
Die Akzeptanz orthodoxer Giurim (Übertritte ins Judentum) erlebt heute
eine neue Diskussion innerhalb der jüdischen Welt. In letzter Zeit häufen
sich die «tragischen Einzelfälle» (vgl. Fallbeispiel-Artikel «Eine Frage des Glücks»),
deren... more...

Erste Kontakte nach Deutschland

September 26, 2008
Nach einem Deutschland-Boykott von 60 Jahren hat das Museum der Ghettokämpfer beim Kibbuz Lochamei Haghettaot im Norden Israels erstmals neun seiner Pädagogen nach Berlin geschickt, wo sie an einem, vor allem von deutschen Lehrern besuchten, Seminar über den Holocaust teilnahmen.

Der ungeschriebene Deutschland-Boykott des Museums der Ghettokämpfer war
bei Gründung der Institution eingeführt worden und wurde auch nach
der Normalisierung der Beziehungen zwischen Deutschland und Israel aufrechterhalten.
Bis vor wenigen Wochen hatte die Verwaltung... more...

Schofar – Klang der Seele

September 26, 2008
Eine nähere Betrachtung der Mizwa des Schofarblasens und des damit verbundenen Zuhörens.
Die tiefere Bedeutung der Feste Israels erweist sich nicht nur durch ihren historischen
Zusammenhang oder durch die theologischen und mystischen Erklärungen, die
im Verlauf von Generationen formuliert worden sind. Mehr als alles andere bringen
die sie charakterisierenden... more...

«Die Juden sind kein Volk»

September 26, 2008
Das von Shlomo Sand auf Hebräisch und Englisch erschienene Buch «Wann und wie das jüdische Volk erfunden wurde» hat in Israel hohe Wellen geschlagen. Im Interview mit tachles spricht der Geschichtsprofessor der Tel-Aviv-Universität über falsche Mythen und schwierige Tatsachen.

tachles: «Wann und wie das jüdische
Volk erfunden wurde» heisst Ihr neues Buch. Existieren Juden nicht seit
2000 Jahren?
Shlomo Sand: Der Charakter der jüdischen Nation wurde
1871 in Deutschland durch Heinrich Graetz, den bedeutendsten jüdischen
... more...

Packende Geschichten auf der Leinwand

September 26, 2008
Gestern Donnerstag startete das Zurich Film Festival. Israel ist Gastland.

Das vierte Zurich Film Festival, das bis zum 5. Oktober stattfindet, präsentiert
in seiner Reihe «Neue Welt Sicht» Filme aus Israel. Die meisten
Filme, die in Zürich zu sehen sein werden, haben an den renommiertesten
Festivals der Welt teilgenommen und sind von Berlin... more...

Eine Wasserkrise vermeiden

September 26, 2008
Der gleichermassen für Israeli wie für Palästinenser lebenswichtige Wasser-Aquifer unter der Westbank muss mit immer schlimmeren Verschmutzungen rechnen, wenn es den beiden Seiten nicht gelingen sollte, über alle politischen Divergenzen hinweg zum Wohle der Gesamtbevölkerung zusammenzuarbeiten.

Die Verschmutzung der Wasserläufe der Westbank nimmt eine immer bedrohlichere
Form an, und die Auswirkungen auf die Grundwasserreserven für Israel wie
für die Palästinenser werden immer akuter. An einer Pressekonferenz
machten das Umweltministerium, die Behörde zum... more...

Gedanken zu Unetane Tofek

September 26, 2008
Die Art und Weise, wie das Gebet die Gebrechlichkeit des Menschen und seine Machtlosigkeit gegenüber höheren Gewalten beschreibt, lasst auch unregelmässige Besucher der Synagoge nicht kalt. Ursprünglich als Siluk (abschliessender Pijut) für die Wiederholung des Amida-Gebets von Mussaf am ersten Tag Rosch Haschana verfasst, wird es heute auch am zweiten Tag Rosch Haschana und im polnischem Ritus sogar an Jom Kippur gebetet.

Das Martyrium von Rabbiner Amnon
Woher stammt dieses Gebet? Bekannt wurde es durch eines der wichtigsten halachischen
Werke des 13. Jahrhunderts, «Or Sarua», verfasst von Rabbiner Izchak
ben Mosche aus Wien (ca. 1180 bis 1250). Der «Or Sarua» zitiert
ein... more...

Vor und nach der Ära Olmert

September 26, 2008
In seiner Analyse blickt Arthur Cohn zu Rosch Haschana auf alte Probleme und neuen Realitäten in Nahost.
Von Arthur Cohn
Ehud Olmert, der durch den Schlaganfall von Ariel Sharon von einem Moment
auf den anderen ins Regierungsamt katapultiert wurde, war 1973 mit 28 Jahren
als einst jüngster Abgeordneter in die Knesset gewählt worden. Im
Likud konnte er nie auf eine... more...

Chance zum Aufbruch

September 26, 2008
Editorial von Yves Kugelmann

Aufbruch. Mit André Bollag und Shella Kertesz in der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich (ICZ), Guy Rueff in der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB), Edith Bino in der Jüdischen Gemeinde Bern (JGB), Ron Auf–seesser in der Israelitischen Gemeinschaft Genf (CIG) und Herbert Winter im... more...

Irans erneute Provokationen

September 26, 2008
Während Tzippi Livni sich nach ihrer Wahl bemühen muss, eine neue Regierung zu bilden, nutzt der iranische Präsident seinen Auftritt an der Uno-Vollversammlung, um gegen die Existenz Israels zu predigen.

Von Jacques Ungar
Auf den ersten Blick haben Tzippi Livnis Bemühungen um eine Regierungsbildung
und die präzedenzlos antisemitischen Tiraden des iranischen Präsidenten
Mahmoud Ahmadinejad vor der Uno-Vollversammlung in New York direkt nichts miteinander
zu tun.... more...

Eine Frage des Glücks

September 26, 2008
In der Zürcher Einheitsgemeinde übergetreten, in Israel nicht anerkannt.

Ruth* wuchs in Zürich auf und hegte den Wunsch, zum Judentum überzutreten,
als sie vier Jahre alt war. Mit zwölf rief sie erstmals in der Israelitischen
Cultusgemeinde Zürich (ICZ) an, um sich betreffend eines Übertritts
zu informieren. Damals wurde sie mit der... more...

Auf den Spuren von Beckham & Co.

September 26, 2008
So viele Talente mit jüdischen Wurzeln wie nie zuvor spielen derzeit als Profis in Europas Spitzenclubs. Es ist erstaunlich, wie viele junge jüdische Fussballer sich in den letzten zwei Jahren durchsetzten und noch eine grosse Karriere vor sich haben.

Die ersten Qualifikationsspiele zur WM 2010 sind absolviert und manch einer
staunte ob der vielen israelischen Fussballprofis, die in den Topligen Deutschlands,
Belgiens und Englands ihren Lebensunterhalt verdienen. Mit Gal Alberman und
Roberto Colautti spielen zwei... more...

Eine Frage der intellektuellen Glaubwürdigkeit

September 26, 2008
Klaus M. Leisinger ist Präsident und Geschäftsführer der Novartis-Stiftung für Nachhaltige Entwicklung. Im Gespräch mit tachles erklärt der Ökonom und Soziologe die vornehmlichen Ziele seiner Arbeit sowie seine Ansichten zu internationaler Entwicklungszusammenarbeit, Unternehmensethik und gesellschaftlicher Verantwortung global agierender Unternehmen.
tachles: Sie sind sowohl Präsident als auch
Geschäftsführer der Novartis-Stiftung für nachhaltige Entwicklung.
Worin sehen Sie die Hauptaufgaben dieser in ihrer Art einzigartigen Stiftung
im privaten Sektor?
Klaus M. Leisinger: Wir setzen uns auf verschiedene... more...

Ein Zeichen der Hoffnung

September 26, 2008
Zur Lage von Ari Schavit

Tzippi Livni darf sich nicht verwirren lassen. Ihr Sieg über Shaul Mofaz
in den Primärwahlen von Kadima war nicht ein Sieg der Gerechten. Die Arbeit,
die Immigrationsminister Eli Aflalo für sie im Norden des Landes erledigte,
war nicht die Arbeit des Gerechten. Die... more...

Auf der Suche nach der Bestleistung

September 26, 2008
Eine Delegation von israelischen Managern besucht die Elite der Schweizer Wirtschaft und der Politik.

Zu einem Networking-Event luden am 11. September die Handelskammern Schweiz-Israel
und Schweiz-USA. Die Ökonomen Shlomo Maital und Lester Thurow sprachen
über unterschiedliche Aspekte der Globalisierung. Thurow weissagte, dass
die gegenwärtige Rezession V-förmig... more...

Heiraten in Israel - Affäre Druckmann - Charedim vs. Nationalreligiöse

September 26, 2008
Begleittexte zu Artikel "Hürdenlauf jüdische Heirat"

Heiraten in Israel - Keine Zivilheirat
Israel kennt keine Zivilheirat. Das Zivilrechtswesen (Hochzeiten, Scheidungen,
Begräbnisse) untersteht dem Oberrabbinat, das seit einigen Jahren von streng
orthodoxen (charedischen) Rabbinern geleitet wird. Wer also in Israel offiziell... more...

Viele offene Fragen

September 26, 2008
Thierry, der Vater von Dan, dem jüngsten Opfer von Strassengewalt im Pariser 19. Bezirk (vgl. tachles 37/08), hat weder die Absicht, nach einer neuen Wohnung Umschau zu halten, noch will er seinen Sohn ersuchen, seine jüdische Identität zu verbergen.

Zusammen mit zwei anderen Teenagern - sie trugen alle eine Kippa - war der
17-jährige Dan am 6. September an der gleichen Stelle im 19. Bezirk von
Paris zusammengeschlagen worden, wo schon im Juni ein anderer jüdischer
Junge das Opfer antisemitisch motivierter Gewalt... more...
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