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26. März 2010, 10. Jahrgang, Ausgabe 12 Ausgabe: Nr. 12 » March 25, 2010

Superstreit um Superhelden

von Andreas Mink, March 25, 2010
Die Erben des Comic-Pioniers Jack Kirby klagen gegen Walt Disney. Sie wollen ihren Anteil aus der Verwertung von «Iron Man», «Hulk» und den «Fantastischen Vier» erhalten.
Zack, Boom, Pow – vor amerikanischen Gerichten tobt ein Superstreit um Superhelden. Es geht um Supersummen und die konfusen Konditionen, unter denen der Comic-Pionier Jack Kirby in den fünfziger und sechziger Jahren Ikonen wie Hulk, Iron Man, die Fantastischen Vier oder die X-Men geschaffen hat. ... more...

«Engste Alliierte?»

von Jacques Ungar, March 25, 2010
Obama und Netanyahu machten es nach ihren Treffen in Washington spannend und liessen praktisch nichts Konkretes über dessen Inhalt verlauten. Das kann, muss aber nicht unbedingt Unheil für die bilateralen Beziehungen bedeuten. Inzwischen setzt Jerusalem bezüglich Siedlungen seine Politik der kleinen Nadelstiche fort.
Nach Beendigung der Washingtoner Treffen zwischen US-Präsident Barack Obama und dem israelischen Premierminister Binyamin Ne-tanyahu in der Nacht zum Mittwoch waren sich die Beobachter vor Ort einig, dass das der Öffentlichkeit nicht Gesagte und Gezeigte gegenüber dem Veröffentlichten weitaus... more...

Neuer Publikumsliebling

Joël Wüthrich, March 25, 2010
Die Eishockeymannschaft mit den weltweit meisten Fans, die Montreal Canadiens, haben einen neuen ­Publikums­liebling: Mike Cammalleri. Er sprach mit tachles über seine Karriere und seinen familiären ­Background.
Mike Cammalleri ist der neue Stolz der jüdischen Sportfan-Gemeinde. Der derzeit wohl beste Eishockeyspieler mit jüdischem Background ist einer, der die Leute begeistert, ohne aufgesetzt zu wirken. Und Arroganz ist ihm komplett fremd. Was ihn ebenfalls auszeichnet, ist sein unkomplizierter Umgang... more...

Umstrittene Resolution

March 25, 2010
Zurzeit tagt der Menschenrechtsrat in Genf an seiner 13. Session, und dabei steht eine problematische Forderung im Mittelpunkt.

Denn einmal mehr versucht die Organisation islamischer Staaten mit Argumenten von Diffamierung, Intoleranz und Rassismus dem Islam einen Sonderstatus zu geben. In der von Pakistan eingebrachten Resolution werden unter anderem rechtliche Massnahmen gegen «Diffamierung aller Religionen» gefordert.... more...

Feriendorf Almog

March 25, 2010
Der Umwelt verpflichtet
Eine knappe halbe Autostunde von Jerusalem in Richtung Totes Meer entfernt liegt das Feriendorf Almog des gleichnamigen Kibbuz, das drei Faktoren vereinigt, die sich immer grösserer Beliebtheit erfreuen: Es ist koscher geführt (Syna-goge vorhanden, auf Wunsch koscher... more...

Kämpferin für ein pluralistisches Judentum

Interview Brigitta Rotach, March 25, 2010
Die Masorti-Gemeinde Ramot Zion im Norden Jerusalems hat seit zwei Jahren eine Frau als Rabbiner. Masorti heisst auf Hebräisch «traditionell»; wie das Reformjudentum gehört auch die Masorti-Bewegung zu den nicht orthodoxen Strömungen, die in Israel nicht staatlich anerkannt sind. In Jerusalem hat tachles Rabbiner Chaya Rowen-Baker besucht.
tachles: Sie haben einen orthodoxen Vater und eine Reformjüdin als Mutter. Wie hat diese Tatsache Ihr Leben beeinflusst?
Rabbiner Chaya Rowen-Baker: Mein familiärer Hintergrund hat mir einen natürlichen Zugang zu jüdischem Pluralismus gegeben. Respekt vor anderen Überzeugungen, die... more...

Platzt demnächst die Immobilienblase?

von Oded Melnik, March 25, 2010
Hat sich in Israel im Jahr 2009 eine Immobilienblase gebildet? Sind die Wohnungspreise wirklich bedeutend gestiegen? Und wie sehen die Zukunftsperspektiven aus? Werden die Preise weiter klettern oder wird es zu einer Trendumkehr kommen, die die Preise wieder sinken lässt?
Um einige der in der Einleitung gestellten Fragen zu untersuchen und möglicherweise zu beantworten, konzentriert sich dieser Artikel auf das Marktsegment mittelgrosser Wohnungen von dreieinhalb bis vier Zimmern. Dieses Segment umfasst 40 bis 45 Prozent aller in Israel in den letzten 35 Jahren... more...

Ein Journalist als Mossad-Agent

von Yossi Melman, March 25, 2010
In einem aufsehenerregenden Interview gibt der in Israel lebende dänische Journalist und Redaktor Herbert Pundik alias Nahum Pundak zu, parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit für den Mossad-Geheimdienst gearbeitet zu haben. Er war kein Einzelfall.

Schon immer hat es Journalisten gegeben, welche das Lager wechselten und zu Sprechern, Beratern oder Rechercheuren von Organisationen wurden, über die sie vorher geschrieben oder kommentiert hatten. Vermutlich gab es auch immer schon Medienschaffende, deren Arbeit ihnen als Cover für ihrer geheime... more...

Förderpreis für Deborah Ackermann-Erlanger

March 25, 2010
Am 18. März wurde zum ersten Mal ein Förderpreis der Onkologieplflege Schweiz verliehen. Der erste Preis geht an Deborah Ackermann-Erlanger (l.)und ihr Modellprojekt «Interdisziplinäre Sprechstunden zur Verbesserung des Schnittstellenmanagements» am Limmatspital.
Ziel dieser Sprechstunde, die von Spezialisten angeboten wird, ist es, krebskranke Menschen sowie deren Angehörige in einem geschützten Rahmen über die im Kanton Zürich vorhandenen Möglichkeiten einer häuslichen Betreuung zu informieren, zu beraten und frühzeitig koordinierend und... more...

Hintergrund

March 25, 2010
Neue Weltwunder

Was Politikern nur schwer gelingt, bereitet der Natur offenbar weniger Probleme. Gemeinsam mit Jordanien und der Palästinensischen Behörde bewirbt sich Israel unter dem Motto «Rettet das Tote Meer» um die Aufnahme der Region in die Liste der sieben neuen Weltwunder.... more...

Die Verweigerung des Ausschlusses

von Gilles Bernheim, March 25, 2010
Am Pessachabend fordert uns das Maror mit seiner Vorstellung der Bitterkeit der Sklaverei dazu auf, jenen Ort energisch von uns zu weisen, an dem der Mensch verwünscht ist, weil er verurteilt und ausgeschlossen wird.
Schon am ersten Abend von Pessach widerspiegelt sich dessen ganze Schönheit. Wenn wir von der Synagoge zurückkommen, finden unsere Familien den Tisch üppig gedeckt vor – aber nicht in der gewohnten Art. In der Mitte prangt die Sederplatte, auf ihr liegt mit einer Serviette zugedeckte Matza:... more...

Die erste Reform

von Gisela Blau, March 25, 2010
Die neue Geschäftsleitung ist zwei Jahre im Amt. Jetzt folgt eine erste Reform. Ein verändertes Programm soll die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds attraktiver gestalten. Und die Romandie erhält eine weitere Vertreterin in der Geschäftsleitung.

Das verstaubte Image der alljährlichen Delegiertenversammlung (DV) des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) soll durch eine neue Programmgestaltung abgeschüttelt werden und gleichzeitig mehr Öffentlichkeit und mehr Attraktion nach innen gewinnen. Ob dieses Vorhaben gelingt oder ob... more...

Eskalation im «Familienstreit»

von Andreas Mink, March 25, 2010
Die jüngsten israelisch-amerikanischen Spannungen gehen auf Centcom-Kommandeur David Petraeus zurück. Der General fordert einen «gerechten Frieden» im Palästina-Konflikt, um die Position Amerikas im Nahen Osten zu stärken.
Der umstrittene Bau jüdischer Siedlungen im besetzten Ostjerusalem bewegte auch die Washingtoner Jahrestagung der Israel-Lobby American Israel Public Affairs Committee (AIPAC). Der neue AIPAC-Präsident Lee Rosenberg erntete mit seinem Ausruf «Israel ist nicht das Problem. Israel ist Amerikas... more...

Die Rolle der Eier

von Linda Morel, March 25, 2010
Die Pessachküche ist reich an Eiern, doch wer Probleme mit Cholesterin hat, sollte sich Alternativen einfallen lassen.
Wegen ihrer prominenten Rolle beim Auszug aus Ägypten lenkt die Matza an Pessach die grösste Aufmerksamkeit auf sich. Eier hingegen sind die anonymen Helden hinter der Szene, bereichern sie doch praktisch jedes Rezept, welches die Menukarte an den acht Feiertagen ziert. Ohne grosse Fanfaren... more...

Alles von Ayurveda bis Nabucco

Jacques Ungar, March 25, 2010
Das Tote Meer bietet den Touristen viel mehr als nur gute Luft und viel Sonne: Jeepfahrten, Oasen mit reicher Vegetation, Sport, Kultur und Wellness und vor allem: Erholung und Entspannung. Ein Augenschein.
Eine Gesamtfläche von 2,4 Millionen Dunam (ein Dunam sind 1000 Quadratmeter) umfassen die Regionen Tamar und Megilot am südlichen und nördlichen Toten Meer. Trotz der beachtlichen Dimensionen zählt man in diesem Gebiet am tiefsten Punkt der Erde nur gerade zwölf Ortschaften mit total 2300... more...

Die verlorene Freiheit

March 25, 2010
Editorial von Yves Kugelmann

Pessach. Judentum ist Existenzialismus. Judentum ist gelebtes Gesetz, gelebte Kultur, gelebte Geschichte und in jeder Generation neu und anders zu verstehen. Judentum ist Deutung, Interpretation, Judentum ist nicht buchstabengetreue Auslegung. Daher wandelt und erfindet sich die jüdische... more...

Kontinuität und Innovation

Valerie Wendenburg, March 25, 2010
Die Welt war in der vergangenen Woche zu Gast in Basel – und in der Israelitischen Gemeinde. Anlässlich der Baselworld kamen Aussteller, Einkäufer und Interessierte, die in den Bereichen Uhren, Schmuck, Edelsteine oder in verwandten Branchen tätig sind.
Die Branche scheint gestärkt aus der Krise hervorzugehen: 1915 ausstellende Firmen und rund 100 000 Fachbesucher aus der ganzen Welt kamen zeitgleich mit dem Frühling nach Basel, um vom 18. bis 25. März der Baselworld, der weltweit bedeutendsten Uhren- und Schmuckmesse beizuwohnen. more...

Was braucht Israel?

March 25, 2010
Doron Rosenblum über Binyamin Netanyahu

Es ist kaum anzunehmen, dass jemand in der heutigen Administration im Weissen Haus oder sonstwo auf der Welt die Geduld oder den Wunsch verspürt, den Motiven der Regierung Netanyahu auf den Grund zu gehen. Wer aber trotzdem besser verstehen will, was den israelischen Premier antreibt, der sollte... more...

Jüdische «Ehrenbürger»

Von Diego Melamed, March 25, 2010
Der Ferienort Miramar an der argentinischen Küste entpuppt sich als eigentliches jüdisches Ferienparadies. Zahlreiche Hotels melden in den Monaten Januar und Februar bis zu 85 Prozent jüdische Gäste.
Es gibt, so der Volksmund, zwei Arten von religiösen Menschen in der argentinischen Ortschaft Miramar: Die Surfer, die für die fantastischen Wellen beten, für welche Miramar berühmt ist, und die Juden, die im Sommer hier eintreffen und aus Miramar so etwas wie ein Stetl machen. Eine Kombination... more...

Kommentar

March 25, 2010
Totentanz
Zieht Premier Netanyahu die Notbremse und rettet Israel vor dem Rückfall ins schwärzeste Mittelalter? Von Washington aus, wo er versucht hat, das angeschlagene Verhältnis mit den USA wieder einzurenken, verfügte er, mit der Verlegung der Baustelle für die neue, gegen Bomben... more...

Enthüllungen über die Flucht

Ofer Aderet, March 25, 2010
Immer stärker wird der Ruf nach einer Veröffentlichung von über 4500 Seiten geheimer Dokumente über die Flucht des Nationalsozialisten Adolf Eichmann nach Argentinien. Haben deutsche Offizielle und der Vatikan Eichmann bei der Flucht geholfen?
Das deutsche Verwaltungsgericht in Leipzig wird demnächst darüber befinden müssen, ob und wann rund 4500 Seiten klassifizierter Dokumente über die Flucht Adolf Eichmanns nach Argentinien und seine spätere Gefangennahme und Entführung durch israelische Geheimagenten der Öffentlichkeit... more...

Bedeutender Journalist und Historiker

von Peter Abelin, March 25, 2010
Heinz Roschewski, der im Alter von 90 Jahren in Bern verstorben ist, hat als Abteilungsleiter Information das Schweizer Radio DRS geprägt. Nach seiner Pensionierung hat er eine zweite Karriere als Historiker angetreten und viel beachtete Werke zur Schweizer Flüchtlingspolitik im Zweiten Weltkrieg verfasst.
In Zürich geboren, verbrachte Heinz Roschewski seine Jugendzeit in Basel. Im Alter von 24 Jahren zog er nach St. Gallen, um eine Stelle als Redaktionssekretär bei der sozialdemokratischen Tageszeitung «Volksstimme» anzutreten. Als Redaktor trat er dann dort 1947 in die Fussstapfen der... more...

Ein etwas anderer Aspekt Israels

Uriel Heilman, March 25, 2010
«Start-Up Nation», ein Buch über Innovationen und Unternehmertum in Israel, entwickelt sich weltweit zu einem Bestseller.
Als der israelische Ableger der Firma Intel eine neue Strategie vorschlug, welche die Geschwindigkeit von Laptop-Computerchips wesentlich erhöhen würde, bekundete die amerikanische Leitung des Konzerns kein Interesse. Das Projekt wurde eingemottet.
Die Erfinder liessen nicht locker. Mit... more...

Das Recht, kritisieren zu dürfen

von Uri R. Kaufmann, March 25, 2010
Der Autor plädiert für das Recht, auch als Jude in der Diaspora Israel und seine Politik kritisieren zu dürfen und prangert scharf die Siedlungspolitik und die Korruption des Landes an.
Leser von tachles äusserten die Meinung, dass man die israelische Regierung so lange nicht kritisieren dürfe, als man nicht selber dort lebe. Dies ist ein Verlust an Argumentationskraft. Vielleicht kann man ja gerade von aussen Entwicklungen besser erkennen, als wenn man darin ge- oder befangen... more...
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