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25. April 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 17 Ausgabe: Nr. 17 » April 25, 2008

McJudentum

April 25, 2008
Editorial von Yves Kugelmann

Pessach als Idee. Erst durch Reduktion, Be- und Einschränkung
ist die Bedeutung von Pessach erfahrbar. Kein gesäuertes, sondern Armenbrot,
keine Hülsenfrüchte, kein Mehl, spezielle Produkte, anderes Geschirr,
Reinigung, Wochen der Vorbereitung. Pessach ist Verzicht.... more...

Spioniert Israel in den USA?

April 25, 2008
Über 20 Jahre nach der Affäre Pollard kommt in den USA eine weitere angebliche israelische Spionageaffäre ans Licht: Der 84-jährige Ben-Ami Kadish steht im Verdacht, Israel vertrauliche Informationen, zugespielt zu haben – unter anderem über das amerikanische Atomprogramm.
Von Jacques Ungar
Warum gerade jetzt? Diese Frage stellte sich nicht nur das israelische Massenblatt
«Yediot Achronot» am Mittwoch in grosser Aufmachung. Die Frage beschäftigt
vielmehr alle Israel gegenüber positiv eingestellten Menschen und Organisationen,
... more...

Dagegen

April 25, 2008
Finanzminister Ronnie Bar-On hat Vorschläge zur Einführung des sogenannten
Dieses Modell würde, so Bar-On, die Macht seines Ministeriums einschränken
und eine Beschneidung der parlamentarische Demokratie darstellen. Kürzlich
hatten Berichte von Bemühungen die Runde gemacht, auf dem Weg der Gesetzgebung
in Israel einen sozioökonomischen Rat... more...

Der Martin Luther des Islam

April 25, 2008
Mit den bemerkenswerten Worten: «Der Koran ist eine menschliche Schöpfung und potenziell fehlbar», die der muslimische Philosoph Abdolkarim Soroush einem niederländischen Radioreporter im vergangenen Dezember gegenüber erwähnte, brachte er den Zorn des iranischen Klerus gegen sich auf.

Abdolkarim Soroush, Jahrgang 1945, genoss vor der iranischen Revolution religiöse
Erziehung und Bildung. Die klassischen Disziplinen der schiitischen Theologie
und der islamischen Philosophie hat er bei Schriftgelehrten und engen Vertrauten
Ayatollah Khomeinis wie... more...

Rehabilitierung von Pilet-Golaz?

April 25, 2008
Die «Weltwoche» stilisiert den Aussenminister der Kriegsjahre Marcel Pilet-Golaz einmal mehr zum reinen Helden. Drei Mitglieder der Bergier-Kommission nehmen für tachles Stellung.
Person und Politik von Bundesrat Marcel Pilet-Golaz, ab 1940 Schweizer Aussenminister,
ist durch die Forschung erschlossen, gut dokumentiert und vielfach beschrieben.
Der Journalist und Autor Hanspeter Born lässt dennoch nicht locker. In
der «Weltwoche» vom 10. April... more...

Irgendwo zwischen orthodox und assimiliert

April 25, 2008
Die Schriftstellerin Barbara Honigmann wirft einen Blick auf ihre Wahlheimat Strassburg und stellt fest, dass das elsässische jüdische Leben äussert heterogen ist.
Von Barbara Honigmann
Seit über 20 Jahren lebe ich nun schon in Strassburg, manchmal kann ich
es selbst nicht fassen, dass es so lange her ist, seit ich mit meiner Familie
aus der damals noch existierenden DDR ausgereist bin. Wie so vielen anderen
DDR-Bürgern... more...

Kleine Pessachgeschichte ohne Moral

April 25, 2008
Ein Sederabend bei Juden aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland.
Gerne wollten wir Pessach feiern. Gerne wollten wir Juden sein. Pessach ist
ein sehr jüdisches Fest. Der Familienrat hatte getagt und entschieden:
Wir würden Pessach feiern, jüdisch feiern, einen echten Seder bei
uns zu Hause. Wir würden uns nicht mit Plastiktellern... more...

Eine Frage der Integration

April 25, 2008
Neuentwicklungen in der modernen Gesellschaft, wie religiöser Pluralismus und Säkularisierungsprozesse, betreffen jede Religion. Für die Schweizer Juden könnte eine jüdische Oberstufe eine Antwort auf diese Entwicklungen sein. Oder auch nicht.
Konfessionelle Privatschulen haben in der Schweiz bereits eine längere
Tradition. So gab und gibt es katholische, evangelische und jüdische Schulen.
Auf Grund der Glaubens- und Gewissensfreiheit ist der Staat verpflichtet, konfessionelle
Privatschulen zu tolerieren. Ziel... more...

Mahnerin

April 25, 2008
Der mit 10000 Euro dotierte Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik der Stadt Oldenburg geht an die Autorin und Journalistin Inge Deutschkron.
Inge Deutschkron überlebte gemeinsam mit ihrer Mutter dank der Hilfe nicht
jüdischer Freunde die letzten Kriegsjahre versteckt in Berlin. Wie dieses
Leben war, beschreibt sie eindrücklich in «Ich trug den gelben Stern».
Die Journalistin setzt sich seit Jahren für... more...

Eine säkulare Predigt

April 25, 2008
Der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy begeistert ein New Yorker Publikum mit Gedanken zur Souveränität Israels.
Von Monica Strauss
Bei den zahlreichen jüdischen Einrichtungen in New York haben die Feiern
für den 60. Jahrestag der Gründung Israels bereits begonnen. Das YIVO
Institute for Jewish Research am Center for Jewish History an der 16. Strasse
in Manhattan hat... more...

Der Dialog ist wichtig

April 25, 2008
Acht Jahre lang stand er dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund vor, nun tritt Alfred Donath am 1. Mai zurück. Im Gespräch mit tachles spricht er über seinen Einsatz für Transparenz und interreligiösen Dialog, über Probleme zwischen Orthodoxen und Liberalen sowie über Begegnungen mit Bundesräten.
tachles: Während vier von acht Jahren Ihrer
Amtszeit als SIG-Präsident war die Affäre um den World Jewish Congress
(WJC) und Israel Singer ein zentrales Thema. Was sind letztlich die Resultate
Ihres Einsatzes?
Alfred Donath: Fest steht, dass das beim WJC... more...

Ein Mörder im Namen Gottes

April 25, 2008
Ari Schavit zur Lage in Israel

Wir haben einen Nachbarn, der ein Mörder ist. Keiner der kriminellen Art,
Gott sei Dank. Auch kein Psychopath. Nein, unser Nachbar ist ein religiöser
Mörder. Ein Mörder im Namen Gottes und für Gott. Ein Mörder,
der uns auslöschen und sich unserer entledigen will,... more...

Engagement in Entwicklungsländern

April 25, 2008
An einer Konferenz in Israel debattierten jüdische Hilfsorganisationen aus aller Welt über die Möglichkeiten, einen jüdischen Welt-Volontärdienst zu bilden. Der Wille ist vorhanden, das konkrete Konzept noch nicht.
Von Anshel Pfeffer
In einigen Jahren werden Juden aus Israel und aus aller Welt – Hochschulabsolventen,
Studenten und Berufstätige auf dem Höhepunkt ihrer Karriere –
die Möglichkeit haben, eine einjährige Pause einzulegen und Freiwilligenarbeit
in... more...
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