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21. November 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 47 Ausgabe: Nr. 47 » November 20, 2008

Israelische Politik in der öffentlichen Kritik

von Jaques Ungar, November 20, 2008
In gewohnter Einseitigkeit versuchen hochrangige Uno-Beamte, allen voran Generalsekretär Ban Ki-Moon und die Menschenrechts-Hochkommissarin Navi Pillay, Israel zu einer Änderung seiner Politik den Gazastreifen betreffend zu veranlassen. Jerusalem reagierte ungewöhnlich harsch. Zudem erregen Israels Europa-Exporte aus den Siedlungen in zunehmendem Masse den Ärger nicht nur Grossbritanniens, sondern auch der gesamten EU.
Der internationale Druck auf Israel wegen der im Gazastreifen praktizierten Politik nimmt zu und zeigt die ersten Formen konzertierter Aktionen. Und wie schon in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen sind auch jetzt wieder Anzeichen für eine Einseitigkeit der Israelkritiker nicht zu verkennen. So... more...

Einsatz für bedürftige Menschen und Flüchtlinge

von Nicole Dreyfus, November 20, 2008
Der Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen hat seit letztem Mai eine neue Präsidentin. Gabrielle Rosenstein folgt ihrer Vorgängerin Doris Krauthammer in ihrem Engagement für das vom Bund anerkannte jüdische Flüchtlingshilfswerk. Dessen Hauptaufgabe bleibt nach wie vor die Betreuung jüdischer Bedürftiger und Asylsuchender.
Eine Studie der Hochschule Luzern, die im Auftrag des Verbands Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen (VSJF) durchgeführt wurde, hat aufgezeigt, dass die Armut der jüdischen Bevölkerung in der Schweiz in den letzten Jahren zugenommen hat. Der VSJF mit Sitz in Zürich möchte diese Entwicklung... more...

Als ob er noch am Leben wäre

von Julian Voloj, November 20, 2008
Israels chassidische Stadt Kfar Chabad feiert seinen 60. Geburtstag und hält die Erinnerung an seinen geistigen Führer Menachem Mendel Schneerson so aufrecht, als ob er noch am Leben wäre.

Unweit vom Flughafen Ben Gurion in Israel findet sich Kfar Chabad, ein chassidisches Dorf, das an ein osteuropäisches Stetl erinnerte, wären da nicht die staubige Luft, die trockene Hitze und die Skyline von Tel Aviv in der Ferne. Kfar Chabad, was auf Hebräisch Chabad-Dorf bedeutet, liegt... more...

Die Zukunft jüdischer Hilfsorganisationen

von Julian Voloj, November 20, 2008
Wohltätigkeitsorganisationen in den USA sind auf der Suche nach jungen Menschen, die sich aus Menschenliebe für eine gute Sache engagieren. Kein einfaches Unterfangen, bei dem mitunter auf innovative und zeitgerechte Ideen gesetzt wird – mit Erfolg.
Philanthropie bedeutet Menschenfreundlichkeit oder Menschenliebe. Das Wort setzt sich aus den griechischen Worten «phílos», «Freund», und «ánthropos», «Mensch», zusammen und ist eine neoklassische Wortschöpfung. In den USA, wo private Wohltätigkeit traditionell eine grössere Rolle... more...

Menschenrechte vor allem

November 20, 2008
Editorial von Valerie Doepgen

Protest. Regelmässig werden Todesurteile durch Steinigung in muslimisch dominierten Ländern wie Iran, Pakistan, Sudan und den Vereinigten Arabischen Emiraten oder seit dem Jahre 2000 in Nigeria verhängt. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International protestieren immer wieder – was bei... more...

Der Vatikan wehrt sich gegen Kritik

von Harald Neuber, November 20, 2008
Der Vatikan hält an der umstrittenen Seligsprechung von Papst Pius XII. fest. Jüdische und christliche Organisationen rufen zum Protest auf.
Auch nach dem 50. Todestag des katholischen Kirchenoberhauptes Pius XII. (Eugenio Pacelli) dauert die Kontroverse um seine Rolle während des Holocaust an. Der Protest war entbrannt, nachdem der amtierende Papst Benedikt XVI. seinen einstigen Vorgänger Pius XII. in einem Gedenkgottesdienst Anfang... more...

Financier

November 20, 2008
Von den Republikanern regelmässig als sinistrer Strippenzieher auf demokratischer Seite denunziert, hat sich George Soros während der vergangenen Kampagne deutlich zurückgehalten.
Im Jahr 2004 hat er die Demokraten noch mit Spenden in Millionenhöhe unterstützt. Nun hat der in Ungarn geborene Holocaust-Überlebende lediglich kleinere Beträge an das Team von Barack Obama überwiesen. Stattdessen hat Soros das Think Tank Center for American Progress (CAP) in Washington... more...

Menschenrechte vor allem

Editorial von Valerie Doepgen, November 20, 2008
Hinrichtung. Anfang November war in der Tagespresse zu lesen, dass ein 13-jähriges Mädchen in Somalia zu Tode gesteinigt wurde. Die bereits verheiratete Aisha gab an, von drei Männern vergewaltigt worden zu sein. Sie wurde daraufhin nach muslimischem Recht, der Scharia, wegen Ehebruchs zum Tod... more...

Ein Triumph des Universalismus

November 20, 2008
Carlo Strenger zur Lage in Israel

Die historische Dimension von Barack Obamas Wahl zum Präsidenten der USA ist mit jeder Menge von Superlativen bedacht worden. Ich möchte mich mit diesem Ereignis aus einer jüdischen Perspektive befassen, die sich unterscheidet vom bisher Gelesenen und Gehörten. Die Diskussion im jüdischen... more...

Keine Spur von den Tätern

November 20, 2008
BASEL – Von den Tätern, die Anfang letzter Woche ein antisemitisches Hetzplakat an die Schaufenster des Koscher-Ladens an der Leimenstrasse klebten, fehlt jede Spur.

Die Polizei ermittelt wegen Verstosses gegen das Antirassismusgesetz, doch gibt es keine konkreten Hinweise auf die Täterschaft. Auf Anfrage von tachles heisst es bei der Staatsanwaltschaft Basel, dass man zwar von einem direkten Zusammenhang mit dem 70. Jahrestag der Reichspogromnacht ausgehe,... more...

Eine Hollywood-Diva und das Handy

Von Katja Behling, November 20, 2008
Auf dem Höhepunkt ihrer Hollywood-Karriere erfand die österreichische Schauspielerin Hedy Lamarr die Frequenzsprungtechnik, eine Basis heutiger Mobilkommunikation. Lamarr zu Ehren wird alljährlich im November der «Tag der Erfinder» gefeiert.
Was verbindet die einst «schönste Frau des Jahrhunderts» und das Mobiltelefon? Der Name Hedy Lamarr: eywine clevere Frau, die vielleicht als Spionin gegen die Nationalsozialisten gearbeitet hat. Eine Schauspielerin, die es in der Traumfabrik der dreissiger und vierziger Jahre an die Spitze... more...

Zu Besuch in der Krisenregion

von George Szpiro, November 20, 2008
Die Gesellschaft Schweiz-Israel, die vergangenen Samstag zu einer sechstätigen Israelreise am Flughafen Ben Gurion ankam, hat am Sonntag die seit fast acht Jahren von palästinensischen Raketenangriffen gebeutelte Stadt Sderot besucht und sich einen Eindruck von der dortigen bedrohlichen Situation gemacht.
Am Vormittag des Tages, an dem die Delegation der Gesellschaft Schweiz-Israel beim Sapir College in der Stadt ankommen sollte, gingen zwei Kassem-Raketen auf die Stadt nieder. Doch die Teilnehmer, die die Reise gemeinsam mit der deutsch-israelischen Gesellschaft unternahm, liessen sich dadurch nicht... more...

Neue Abstimmung im Zürcher Pillenstreit

von Nicole Dreyfus, November 20, 2008
Zum dritten Mal stimmt das Zürcher Stimmvolk über die Wahlfreiheit beim Medikamentenbezug ab. Zwei Mal hat das Volk eine Änderung bereits abgelehnt.

Am 30. November findet im Kanton Zürich die dritte Abstimmung zum Thema Medikamentenabgabe statt. Mit dem Volksbegehren will die Ärztegesellschaft erreichen, dass Ärzte im ganzen Kanton Medikamente abgeben können. Der Kantonsbevölkerung ausserhalb der Grossstädte ist das bereits seit Jahren... more...

Porträt

November 20, 2008
In einem Monat jährt sich der Todestag des Schriftstellers Lion Feuchtwanger zum 50. Mal. Ob in den Feuilletons auch über die Frau berichtet werden wird, die «seine Heimat war», ist zweifelhaft.
Schade, denn Marta Feuchtwangers Leben ist mehr wert als eine Randnotiz. 1891 in München geboren, lernte sie Feuchtwanger 1910 kennen. Ihre Schwangerschaft zwei Jahre später liess die beiden heiraten. Marta war gross, sportlich, elegant; Lion 1,65 Meter gross, unsportlich und unscheinbar.... more...

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