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20. Juni 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 25 Ausgabe: Nr. 25 » June 20, 2008

Salonfähige Denkmuster

June 20, 2008
Editorial von Valerie Doepgen

Studie. Während der Euro 08 besuchen mitunter mehr als
100 000 Menschen die Gastgeberstädte in der Schweiz und Österreich.
Bislang sind die Feierlichkeiten friedlich verlaufen, nennenswerte fremdenfeindliche
Aktionen blieben erfreulicher Weise aus. Allein einige... more...

Wer sorgt für Israels Sicherheit?

June 20, 2008
Moshe Arens zur Lage in Israel

Wahrscheinlich ist nicht nur Ehud Olmert derart mit seinen juristischen Problemen
beschäftigt, dass er nicht genug Zeit findet, um sich mit Israels drängenden
Sicherheitsproblemen zu befassen. Viele israelische Bürger, ausgenommen
natürlich jene im Süden des Landes,... more...

Geteilte Meinungen der Bewohner

June 20, 2008
Schon mehrmals ist in Israel eine etwaige Rückgabe der Golanhöhen an Syrien im Gespräch gewesen. Die Bewohner des Golanplateaus selber, sowohl Juden als auch Drusen, sind geteilter Meinung.
Von George Szpiro
Alle paar Jahre gelangen Nachrichten über israelische und syrische Friedensfühler
an die Öffentlichkeit. Bis jetzt verliefen die diesbezüglichen Versuche
jeweils im Sand. Ob sie diesmal mehr Erfolg haben werden, ist äusserst
ungewiss. Doch... more...

Kein Grund zur Freude

June 20, 2008
Schon bevor gestern Donnerstag um sechs Uhr früh die mit ägyptischer Vermittlung zustande gekommene, auf sechs Monate begrenzte Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel in Kraft trat, gab man sich auf beiden Seiten der Grenze keinen Illusionen hin. Erstens war die Situation noch kurz vor dem «Moment X» derart labil und brüchig, dass das nirgendwo niedergeschriebene Abkommen buchstäblich bis zur letzen Sekunde noch pulverisiert werden konnte, und zweitens wissen beide Seiten, dass zu Siegesfeiern und Freude keinerlei Grund besteht.
Von Jacques Ungar
Auf der israelischen Seite warnen vor allem militärische Kreise vor den
Schattenseiten des Abkommens mit der Hamas. «Sogar wenn mit der Hamas
und den anderen Terrororganisationen Ruhe erreicht wird», meinte etwa
Brigadegeneral Yossi Baidatz,... more...

Synagogenbauten: Buchvernissage

June 20, 2008
Ebenso würdig und anekdotenreich wie der Band von Ron Epstein mit den prächtigen Fotografien von Michael Richter wurde auch die feierliche Buchvernissage des Werkes in der Synagoge Löwenstrasse in Zürich.
Jacques Picard, Leiter des Instituts für Jüdische Studien in Basel,
lobte den Autor Epstein für sein kulturwissenschaftliches Werk, das überaus
angenehm zu lesen sei. Denn da werde beispielsweise beschrieben, wer aus welcher
Kommission mit wem aus einer anderen... more...

Wilde Kerle

June 20, 2008
Max ist ein kleiner Rabauke. Als er es wieder einmal übertreibt mit Lärmen und Toben, schickt ihn seine Mama ohne Essen ins Bett – von wo aus Max zu seiner Reise zu den wilden Kerlen aufbricht. Obwohl diese rechtschaffen grimmig dreinschauen, haben sie Millionen Kinder in unzähligen Ländern lieb gewonnen.
Und Maurice Sendaks Geschichte, in der Max letztlich vom Heimweh geplagt wieder
nach Hause zurückkehrt, ist zu einem Klassiker des Kinderbuchs geworden.
Als «Where the Wild Things Are» vor 35 Jahren in den USA erschien,
machten sich die einen oder anderen ernsthaft... more...

Entdeckt

June 20, 2008
Der in Österreich lebende mutmassliche NS-Kriegsverbrecher Milivoj Asner ist von der britischen Zeitung «Sun» in einer Fanzone im Rahmen eines Fussballspiels der Euro 08 in Klagenfurt «bei klarem Verstand» entdeckt und fotografiert worden. Laut der Boulevardzeitung scheint er nun zu einer Aussage vor einem kroatischen Gericht fähig und bereit.
Asner wird mit den Worten zitiert, er habe ein «reines Gewissen»
und könne vor jedem Gericht erscheinen. Der Journalist der «Sun»
beschreibt den 95-Jährigen als hohlwangig, aber mit festem Blick, festem
Händedruck und in seiner Ausdrucksweise gewählt und höflich.... more...

Weniger Auswanderung nach Israel

June 20, 2008
Der indische Wirtschaftsboom und der anhaltende israelisch-arabische Konflikt haben die Alija aus diesem Subkontinent stark schrumpfen lassen. Immer mehr junge jüdische Inder sehen eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft in ihrem Geburtsland.
Von Ben Frank
Rund 500 Gratulantinnen und Gratulanten haben sich kürzlich im Garten
der Elie-Kadoorie-Schule in der indischen Stadt Mumbai versammelt, um Isaac
Divekar und Sivona Garsulkar alles Gute zu wünschen. Kurz zuvor hatte sich
das Paar in der 1931 erbauten... more...

Der Gratwanderer des 19. Jahrhunderts

June 20, 2008
Am 20. Juni jährt sich der Geburtstag von Rabbiner Samson Raphael Hirsch zum 200. Mal. Ein Blick auf die prägende Figur der Neo-Orthodoxie aus dem 21. Jahrhundert.
Von Alfred Bodenheimer
Vor gut 100 Jahren, im Oktober 1901, hiess es in der Zeitung «Israelit»,
dem «Central-Organ für das orthodoxe Judentum»: «Ein
Moses, Samson Raphael Hirsch, hat uns den Weg über das Meer gezeigt.»
Zweierlei lässt sich daraus... more...

Preis für sensible Kunst

June 20, 2008
Uriel Orlow aus Zürich gewann einen der 31 Ex-aequo-Preise des Bundesamts
Von Gisela Blau
Mich interessiert die Geschichte von Raubkunst, wie man sie aus dem Holocaust
kennt, und wie wir damit umgehen», sagt Uriel Orlow. Der 34-jährige
Zürcher, der nach der Matura nach London zog und dort seine künstlerische
Ausbildung absolvierte und... more...

«Rubinomics»

June 20, 2008
Als Kandidat der Demokraten für die US-Präsidentschaft sammelt Barack Obama die Prominenz seiner Partei um sich. So hat er den 37-jährigen Harvard-Ökonomen Jason Furman zu seinem Chefberater für Wirtschaftspolitik ernannt. Furman steht dem ehemaligen Finanzminister Robert Rubin nahe, der als Vater des Booms der Clinton-Jahre gilt.
Furman hat 2004 John Kerry unterstützt und war zuletzt Direktor des Hamilton
Projects, einem von Rubin gegründeten Forschungsinstitut. Während
Furman erklärt, er werde Obama in «grundsätzlichen Fragen»
beraten und «keine persönliche Agenda verfolgen», protestiert... more...

Enttäuscht

June 20, 2008
Das Rabbinical Center of Europe (RCE) zeigt sich enttäuscht über das «Nein» des irischen Stimmvolks zum EU-Reformvertrag. Das RCE unter Direktor Rabbiner Menachem Margolin sicherte den Führern der EU seine volle Unterstützung in der weiteren Ratifizierung des Abkommens in den restlichen Mitgliedsstaaten zu.
Gemäss dem RCE sei das Ablehnen eine Enttäuschung für alle religiösen
Minderheiten und störe den Aufbau eines starken Europas, welches die Vielzahl
an Gruppen und Gemeinschaften vereinen soll. Die rund 600 Rabbiner baten die
EU als Konsequenz des Scheiterns in Irland,... more...

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