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20. August 2010, 10. Jahrgang, Ausgabe 33 Ausgabe: Nr. 33 » August 19, 2010

Israel in den Schlagzeilen

Von Jacques Ungar, August 19, 2010
Schlagzeilen waren in Israel noch nie Mangelware. Im Gegenteil: Oft kann man sich der Flut echter oder vermeintlicher Sensationsmeldungen kaum erwehren. Auch in der vergangenen Woche drängten sich zahlreiche Themen auf die ersten Seiten der Zeitungen oder in die Spitzennachrichten von Radio und Fernsehen.
Meistens handeln die in Israel verbreiteten Schlagzeilen von Terroristen, die beim Versuch, Gewaltakte gegen israelische Interessen zu verüben, von IDF-Soldaten überwältigt werden, wie in der Nacht zum Dienstag wieder an der Grenze zum Gazastreifen geschehen. Oder die Schlagzeilen widmen sich den... more...

Mit klarem Kopf in die Schule

von Gisela Blau, August 19, 2010
Im Kanton St. Gallen sollen Schulkinder keine Kopfbedeckungen mehr tragen dürfen. Gehört die Kippa auch dazu?
Unter Kopfbedeckung versteht der Erziehungsrat des Kantons St. Gallen zwar auch Wollmützen und Baseball-Kappen, vor allem aber – wie auch das Publikum und die Medien – das Kopftuch muslimischer Schülerinnen.
Davon gibt es zwar sehr wenige, aber an ihnen entzünden sich Diskussionen.... more...

Modern

August 19, 2010
Sie war die erfolgreichste Schriftstellerin der Weimarer Republik: Wenn Zeitungen die Romane Vicki Baums im Vorabdruck brachten, erhöhte sich die Auflage um bis zu 200 000 Stück.
Ihren Durchbruch schaffte die 1888 in Wien als Hedwig Baum Geborene mit dem Roman «Stud. chem. Helene Willfüer». Baums Romane porträtierten moderne Frauen zwischen Selbstverwirklichung und gesellschaftlichen Zwängen. «Menschen im Hotel» von 1929 brachte ihr durch die Verfilmung mit Greta... more...

Von «Tätern» und «Bösewichten»

von Hans Stutz, August 19, 2010
Die neu erschienene Studie zum Thema «Qualität der Medien» verweist auf einen wenig reflektierten ­Journalismus, wenn es um die Berichterstattung von Minderheiten geht. Negativ besetzte Typisierungen ­treten vor allem im Hinblick auf Muslime vermehrt auf.
Kurt Imhof, Leiter der Studie «Qualität der Medien», sagt: «Wenn den Demokraten die Demokratie lieb ist, dann dürfen sie sich keinen schwachen Journalismus leisten». Das Ergebnis der Studie ist wenig erfreulich: Die Zunahme qualitätsschwacher Gratismedien gefährdet die publizistische... more...

Leugner

August 19, 2010
In Deutschland hat er seit vielen Jahren ein Aufenthaltsverbot, in Österreich sass er vor einigen Jahren wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung im Gefängnis.
Nun will der britische Holocaust-Leugner David Irving – wie einer Einladung, die tachles vorliegt, zu entnehmen ist – am kommenden Samstag in Brüssel auftreten. Irving wählte Brüssel als Ort des Auftritts, da er sich keinem «modern deutschen ‹freiheitlichen› Richter» aussetzen wolle,... more...

Grundpfeiler der Demokratie

August 19, 2010
Editorial von Valerie Wendenburg

Meinungsbildend. Die Qualität der Demokratie eines Landes hängt auch von der Qualität der öffentlichen Kommunikation ab – so wird es im aktuell erschienenen Schweizer Jahrbuch «Qualität der Medien» des Forschungsbereichs Öffentlichkeit und Gesellschaft beschrieben. Medien gehören zu den... more...

Die Spitze des Eisbergs

von Andreas Mink, August 19, 2010
Mittels gefälschter Dokumente haben clevere Betrüger die Bundesrepublik Deutschland und die Jewish Claims Conference um mindestens sieben Millionen Dollar betrogen.
Sein Englisch war zu schwach, um seiner Empörung Ausdruck zu geben. Daher griff Isi Leibler zu dem jiddischen Ausruf «Schrei gevalt!», als er unlängst erneut zu einem Skandal Stellung nahm, der jüdische Organisationen und Holocaust-Überlebende seit Anfang Juli erregt. Die Affäre geht jedoch... more...

Rücktritte in der IGB

August 19, 2010
Die Neuwahl des ­Jugendleiters in der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) sorgt offenbar für Diskussionen.

Nachdem sich der IGB-Vorstand jüngst aus meh­reren Bewerbern für Leonardo Leupin entschieden hatte, sind alle fünf Mitglieder der Jugendkommission geschlossen zurückgetreten. Dies bestä­tigte die Leiterin der Kommission Iris Sobol-Bloch gegenüber tachles; sie beruft sich ansonsten auf die... more...

Jüdische Kulturwoche Aargau

August 19, 2010
Für den kulturellen Austausch

Die Juden im Kanton Aargau haben eine ganz besondere Vergangenheit, welche in letzter Zeit vermehrtes Interesse und Aufmerksamkeit auf sich zog. Auch der Verein Jüdische Kulturwoche Aargau knüpft mit der 5. Jüdischen Kulturwoche an die spannende Geschichte der Juden im Aargau – speziell in... more...

Die Sünde der Arroganz

August 19, 2010
Yoel Marcus zur Lage in Israel

Das jiddische Epigramm «Zwei Clowns ergreifen Stöcke und rollen Eier, und jedes Ei, das in ein Loch rollt, ist lobenswert» wird dem Nationaldichter Chaim Nachman Bialik zugeschrieben. Es schildert zutreffend das Billardspiel, das Premier Binyiamin Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak... more...

Kibbuz-Ferien

August 19, 2010
Mehr als 20-mal besuchte Alfred Heer in den letzten 30 Jahren Israel.
Der 48-jährige Nationalrat und Präsident der Kantonalzürcher SVP verbrachte diesen Sommer eine Woche im Kibbuz Reim mit seiner Tochter; sie hatte schon vor einem Jahr drei Monate dort gearbeitet. Reim wurde 1949 von einer Gruppe Pfadfinderinnen und Pfadfindern gegründet, die aus der Palmach... more...

Altertümliche Traditionen

von Brigitta Rotach, August 19, 2010
Die Samaritaner leben seit über 2500 Jahren ohne Unterbruch im Land Israel. Seit uralter Zeit sind sie davon überzeugt, dass sich das richtige Heiligtum nicht in Jerusalem, sondern auf dem Berg Garizim befindet. Die Samaritaner bewahren mit ihrem eigenen Heiligtum eine besonders altertümliche Version des Opferkults und haben ihren eigenen samaritanischen Pentateuch. Einer von den 714 heute in Israel lebenden Samaritanern ist Benny Tsedaka. Anlässlich eines Kongresses zur Eröffnung des Masterstudiengangs «Antikes Judentum» der Universitäten Bern und Zürich besuchte Tsedaka im Juli die Schweiz.
Wer wollte nicht wissen, wie die Kinder Israels zu Moses’ Zeiten wirklich gelebt und die Gebote gehalten haben? Die Samaritaner (Schamerim) glauben, dass sie die Satzungen Moses’ noch so praktizieren, wie die Israeliten vor 2500 Jahren. Wer allerdings Benny Tsedaka begegnet, der anlässlich des... more...
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