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19. Dezember 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 51 Ausgabe: Nr. 51 » December 18, 2008

Im Süden wenig Gutes

von Jaques Ungar, December 18, 2008
Gleich zweimal zog Israels Süden in diesen Tagen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich: Einerseits durch den schrecklichen Busunfall nördlich von Eilat, andererseits steigt nach dem Ende der halbjährigen Beruhigungsphase auf beiden Seiten der Grenze die Nervosität.
Rund 190 000 Touristen sind dieses Jahr schon aus Russland nach Israel gekommen. Wegen der kürzlich beschlossenen Aufhebung der Visumspflicht für russische Ferienreisende erwartet die israelische Tourismusbranche ein deutliches Ansteigen der Zahl russischer Gäste, die vor allem das Tote Meer... more...

«Einzigartige Lage»

von Gisela Blau, December 18, 2008
Nach 60 Jahren verkaufte der Schweizerische Israelitische Gemeindebund das Heim Les Berges du Léman. Im folgenden Artikel berichtet tachles über die Geschichte des Hauses.
Die Liegenschaft befindet sich in erhöhter Lage in Vevey – zirka einen Kilometer von der Hauptstrasse entfernt. Weil sie sich auf einem Plateau befindet, hat man eine umfassende Rundsicht über den ganzen Léman, so dass ihre Lage als einzigartig bezeichnet werden darf. – Mit diesen... more...

Ein geplatzter Deal

von Andreas Mink, December 18, 2008
Rod Blagojevich hat versucht, den Senatssitz von Barack Obama gegen Geld oder einen einträglichen Posten zu tauschen. Nun muss der Gouverneur von Illinois um seine politische Zukunft bangen.

Die «Stadt der breiten Schultern» ist immer noch die alte: Die politische Kultur in Chicago hat sich seit den sagenumwobenen Zeiten von Al Capone nur in der Hinsicht grundsätzlich geändert, dass das Gangstertum keine vitale Rolle mehr darin spielt. Das inoffizielle Motto von Chicago, «Where´s... more...

Madoffs Verhaftung zieht weite Kreise

von Gabrielle Birkner, Anthony Weiss und Jacques Ungar, December 18, 2008
Der Zusammenbruch des betrügerischen Imperiums des Wall-Street-Händlers Bernard L. Madoff ist ein schwerer Schlag für Banken und Versicherungen in aller Welt, aber auch für jüdische Philanthropen sowie wohltätige und akademische Institutionen. Rund 50 Milliarden Dollar sollen sich in Luft aufgelöst haben.
Die Verhaftung des Wall-Street-Händlers Bernard L. Madoff, der nach Angaben der Untersuchungsbehörde Investoren um schätzungsweise 50 Milliarden Dollar geprellt haben soll, hat die jüdisch-philanthropische Welt der USA wie ein Blitz getroffen und erschüttert. Der siebzigjährige Madoff,... more...

Geschichte(n) aus dem Untergrund

von Harald C. Neuber, December 18, 2008
Der Bau einer U-Bahn in der griechischen Hafenstadt Thessaloniki sorgt für Diskussionen: Die Strecke verläuft durch den alten jüdischen Friedhof, der 1942 zerstört wurde.
Natürlich war es zunächst eine gute Nachricht für Thessaloniki. Bis 2012 soll die griechische Hafenstadt eine U-Bahn bekommen. Es wäre der zweite Bau einer Metro in Griechenland, nachdem in Athen schon zu den Olympischen Sommerspielen 2004 eine Untergrundbahn gebaut wurde. Doch in Thessaloniki... more...

Madoffs Milliarden-Pleite

von Andreas Mink, December 18, 2008
Unglaublich. Vermutlich sitzt ein tüchtiger Finanzjournalist bereits an einem Buch über die unglaubliche Geschichte von Bernard Madoff, der Investoren um bis zu 50 Milliarden Dollar betrogen hat.

Da liegt vieles noch im Dunkeln, aber für das unverzichtbare Kapitel «Lehren aus Madoffs Machenschaften» drängen sich bereits einige Absätze auf. Der 70-jährige Milliarden-Schurke hat nicht zuletzt «unter den eigenen Leuten» gewaltet, also das Vertrauen des jüdischen Establishments in New... more...

Zvi Barel zur Lage in Israel

December 18, 2008
Dialog zwischen USA und Iran?

Nehmen wir uns die jüngste Vergangenheit als Beispiel: George Bush senior zog gegen Irak in den Krieg und Bill Clinton musste sich mit den Konsequenzen herumschlagen. George W. Bush zog gegen Afghanistan und Irak in den Krieg – nun wird Barack Obama die Folgen zu tragen haben. Seine Vision nimmt... more...

Für eine starke Demokratie und Frieden

von Valerie Doepgen, December 18, 2008
Der New Israel Fund hat in der vergangenen Woche eine Fachtagung zum Thema «Konstruktives Streiten» organisiert. Neben den einzelnen Symposien fand ein anregendes Podium mit namhaften Persönlichkeiten statt, in dem über den politischen Aspekt der Thematik im Hinblick auf den Nahost-Konflikt diskutiert wurde.
Im Anschluss an die einzelnen Tagungen, die der New Israel Fund (NIF) in Zürich organsiert hatte, nahmen rund 150 Gäste an der öffentlichen Abendveranstaltung teil. Nachdem Pierre Loeb, Präsident des NIF Schweiz, die Organisation und ihr Engagement vorgestellt hatte, kamen die Gäste des Abends... more...

Frieden

December 18, 2008
Sie inspirierte Woody Allen, verzückt viele Kinozuschauer (aktuell in «Vicky Cristina Barcelona») und inspiriert mit ihrem Stil Frauen auf der ganzen Welt.
Doch Scarlett Johansson will und kann mehr als schön sein. Schon als Kind besuchte sie die Lee-Strasberg-Schauspielschule, wen wundert’s, wählten doch ihre Eltern Scarletts Vornamen in Anlehnung an Scarlett O’Hara, die berühmte Heldin aus «Vom Winde verweht». Im Alter von zehn Jahren stand... more...

Traurige Chronik

December 18, 2008
Die bisher schwersten Verkehrsunfälle in der Geschichte des Staates Israel:• Am 11. Juni 1985 stiess ein mit Schülern besetzter Bus bei der Habonim-Kreuzung mit einem Zug zusammen. 19 Kinder und drei Erwachsene überlebten den Unfall nicht.• Am 9. Oktober 1999 verlor der Chauffeur eines mit 54... more...

Ein geringeres Defizit

von Joël Hoffmann, December 18, 2008
Neben dem Budget für das Jahr 2009 stand am vergangenen Montag die Verabschiedung des langjährigen Gemeindeverwalters, Jean-Pierre Bloch, im Zentrum der ausserordentlichen Gemeindeversammlung in der Israelitischen Gemeinde Basel.

Vergangenen Montag nahmen 147 Gemeindemitglieder an der ausserordentlichen Versammlung der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) teil. Diese hohe Zahl ist vor allem durch die Verabschiedung Jean-Pierre Blochs zu erklären, der über 35 Jahre Verwalter der IGB war. Erstes Traktandum war allerdings das... more...

Jüdisches Erzählgut bewahren

von Alexander Alon, December 18, 2008
Der Blick auf die Vergangenheit war für Dov Noy, seit 2004 Träger des Israel-Preises, wohl der mächtigste Antrieb, im Jahre 1955 das israelische Archiv für Volkserzählungen zu gründen. Der Krieg hatte eine lebendige Gesellschaft und eine Volkskultur zerstört. Noy sah seine Aufgabe darin, jüdisches Erzählgut aus den Trümmern zu rekonstruieren. Was für Geschichten wurden erzählt? Wer erzählte sie wem? Und wie?
Nach den Vernichtungen des Zweiten Weltkriegs stellte ironischerweise der Staat Israel die grösste Gefahr für das zu sammelnde Erzählgut dar, denn obwohl die verschiedenen ethnischen Gruppen, die in Massen in den neu gegründeten Staat einwanderten, ihre jeweiligen Gebräuche und Geschichten... more...
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