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18. September 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 38 Ausgabe: Nr. 38 » September 17, 2009

War Israels Abseitsstehen richtig?

Von Jacques Ungar, September 17, 2009
Am 29. September wird in Genf der für seine Israel gegenüber kritische Haltung bekannte Uno-Menschenrechtsrat an einer Sondersitzung den Bericht der Goldstone-Kommission über die Militäroperation «Gegossenes Blei» diskutieren. In Israel ist die Debatte darüber bereits in vollem Gang.
In ersten Reaktionen wirft Israel Richard Goldstone und seinen Leuten vor, sich bei der Ausarbeitung ihres Berichts mit vorgefassten Meinungen an die Arbeit gemacht zu haben. Der an die IDF gerichtete Vorwurf der Menschenrechtsverletzungen habe, so verlautete aus dem Jerusalemer Aussenministerium,... more...

Vom Architekten zum Weinbauer

von Jacques Ungar, September 17, 2009
Versteckt in den Judäischen Bergen liegt die Ortschaft Nes Harim auf rund 700 Metern Höhe. Und versteckt in Nes Harim liegt die vor zwölf Jahren gegründete Weinkellerei Katlav des Weinbauers Yossi Yittach. Ein Porträt.
Die Weinkellerei Katlav in Nes Harim ist ein echter Insidertipp für Freunde eines wirklich edlen Tropfens und guten Essens, denn eine exklusive Mahlzeit kann im dazugehörigen Gourmet-Restaurant genossen werden. Weinbauer Yossi Yittach ist das Beispiel für einen Mann, der aus der Routine eines... more...

Jahreswechsel im Zeichen ungeahnter Gefahren

Von Arthur Cohn, September 17, 2009
Das zur Neige gehende Jahr sah nach dem Ende der Regierung Olmert die ersten Monate unter Premierminister Netanyahu. Der Gaza-Krieg stellte Israels Diplomatie vor schwierige Probleme, während die iranische Gefahr erheblich zunahm. Ein Blick auf das politische Jahr und eine Analyse der Situation im Nahen Osten.
Seit der Ernennung von Ehud Olmert zum Premierminister Israels hat Palästinenserführer Mahmoud Abbas keine Fortschritte bei der Erneuerung der palästinensischen Verwaltung und Gesellschaft erzielt. In Form eines Stufenplans trachtet er noch immer danach, Israel schrittweise zu erobern, wobei, wie... more...

«Ein sehr schwieriges Jahr»

Interview Gisela Blau, September 17, 2009
Bundespräsident Hans-Rudolf Merz blickt im tachles-Interview auf ein turbulentes Präsidialjahr zurück.
Tachles: Herr Bundespräsident Merz, wie fühlen Sie sich im Moment, gesundheitlich und moralisch, auf einer Skala von eins bis zehn?Hans-Rudolf Merz: Als Bundespräsident und Finanzminister durchlebe ich derzeit hektische Zeiten, wie jeder Medienkonsument unschwer erkennen kann. Glücklicherweise... more...

Ansturm

September 17, 2009
Innert 24 Stunden hatten die israelischen Fans alle Tickets für das Konzert von Leonard Cohen im Ramat-Gan-Stadion bei Tel Aviv aufgekauft.
47 000 Menschen dürften am 24. September dabei sein, wenn der legendäre kanadische Songwriter nach vielen Jahren erstmals wieder ein Konzert in Israel gibt. Cohen ist hier zum letzten Mal 1975 aufgetreten, 1973 hatte der Musiker während des Jom-Kippur-Kriegs für israelische Truppen gespielt.... more...

Drohen Dienstverweigerungen grösseren Ausmasses?

von Amir Oren, September 17, 2009
Ein mit den Vorgängen und der Stimmung in der Westbank vertrauter israelischer Brigadegeneral schliesst bei Räumungen von Aussenposten Dienstverweigerungen von IDF-Offizieren und -Soldaten nicht aus.
Der Einsatz von IDF-Soldatinnen und -Soldaten zur Durchsetzung des Gesetzes in den besetzten Gebieten – vor allem bei der Evakuierung illegaler Aussenposten – könnte Soldaten und sogar Kommandanten zur Dienstverweigerung veranlassen. Dies erklärte Brigadegeneral Noam Tibon, der Kommandant der... more...

Das Jahr eins danach

September 17, 2009
Editorial von Yves Kugelmann

Die Welt. Was für ein Jahr. Wirtschaftskrise, politische Krisen, Systemkrisen und Moralkrisen konfrontieren Gesellschaften weltweit mit grundlegenden Fragen und stürzen viele Menschen in existentielle Not. Westliche Marktwirtschaften gehen knapp am Kollaps vorbei, der zuerst be- und seit jeher... more...

Mit Wort und Tat reagieren

von Raw Adin Steinsaltz, September 17, 2009
Heute scheinen wir die Auswirkungen von Wechsel, Transformation und Veränderung stärker zu spüren als je zuvor. Zu Zeiten unserer Grossväter und sogar Väter pflegten sich offensichtliche Veränderungen über Jahrzehnte wenn nicht gar Jahrhunderte hinweg zu entwickeln. Die Zeit schien viel langsamer voranzuschreiten.
Es kommt es uns heute vor, als würden wir in einem beschleunigten Tempo leben, und Dinge, die sich erst vor zwei Jahren zutrugen, scheinen Geschichte zu sein. Technische Neuerungen sind ein Teil der Erklärung, aber es steckt mehr dahinter. Die Veränderungen, die Wachstum und Fortschritt mit sich... more...

Jubiläum und Feierlichkeiten

von Valerie Wendenburg, September 17, 2009
In diesem Jahr feiert der Israelitische Frauenverein Basel sein 175-jähriges Bestehen. Der älteste Frauenverein der Stadt gedenkt seiner Geschichte und blickt mit seinen rund 400 Mitgliedern optimistisch in die Zukunft.
Offiziell gegründet wurde der heutige Israelitische Frauenverein Basel im Jahr 1834 unter dem Namen Wohltätigkeitsverein der Frauen der Israelitischen Gemeinde. Auch wenn heute keine historische Urkunde aus dieser Zeit mehr existiert, so ist es doch erwiesen, dass der Frauenverein nicht nur der... more...

Vor den Küsten Libyens und Syriens

von Jacques Ungar, September 17, 2009
Israels Naturschutzbehörde führt ein neues Experiment mit Wasserschildkröten durch. Dabei können die Tiere problemlos auf Arabiens Strände zuschwimmen – ein Privileg, welches Israeli in der Regel noch immer verwehrt wird.
Sigi in Syrien, Sharon in Libyen, Ashkelon in Ägypten und Haifa – seit vier Monaten vor der Küste von Tunesien vermisst. Nein, es handelt sich nicht um Auszüge aus einem streng vertraulichen Dokument, auf dem der Mossad-Geheimdienst die Einsatzpläne seiner Agenten detailliert beschreibt, auch... more...

Vor allem solides Wachstum

von Lior Dattel, September 17, 2009
Das Wirtschaftsblatt der Tageszeitung «Haaretz» hat Premier Binyamin Netanyahu als die Person mit dem grössten Einfluss auf die Wirtschaft des Landes bezeichnet. Die zentralen Zielsetzungen des Premiers sind laut «The Marker»: niedrigere Immobilienpreise, eine bessere Verbindung aller Teile des Landes miteinander sowie ein solides, stetiges Wirtschaftswachstum. Netanyahu hoffe so auf eine ökonomische und soziale Revolution.

Eine grössere Reserve an verfügbarem Land, eine Reduktion der Bürokratie in den Bereichen Planung und Bau sowie die Verbindung der Randgebiete Israels mit den Zentren des Landes mit Hilfe eines Strassen- und Eisenbahnnetzes: Das sind Premier Netanyahus Wirtschaftspläne für die kommenden Jahre.... more...

Arbeit der Erinnerung

September 17, 2009
Ein Essay zu Rosch Haschana von Gilles Bernheim, Oberrabbiner von Frankreich.
An diesem Tag feiern wir die Erschaffung des Menschen. Aber Rosch Haschana läutet auch einen anderen Beginn ein, jenen nämlich unseres Innenlebens, das zur Wiedergeburt im Stande ist, dazu, von Neuem in eine offene Zukunft zu schreiten. Deshalb beginnt an diesem Tag eine Arbeit der Erinnerung und... more...

Vielfalt als Chance

September 17, 2009
Herbert Winter zu Rosch Haschana

Warum gilt das Judentum als eine der fünf Weltreligionen? Im Grunde ist dies erstaunlich, wenn man bedenkt, dass nur etwa 14 Millionen Menschen unserer Religion angehören, während über zwei Milliarden dem Christentum oder über eine Milliarde dem Islam zuzurechnen sind. Ausschlaggebend sind zwei... more...

Ein altes Problem wird wieder akut

von Yuval Azoulay und Anshel Pfeffer, September 17, 2009
Sollen Angehörige von gefallenen israelischen Soldaten in Kampfeinheiten dienen dürfen? Der tragische Tod des Fliegerleutnants Assaf Ramon hat die Debatte rund um diese Frage erneut aufflammen lass
Der Absturz von Assaf Ramon während eines Trainingsflugs hat eine alte Diskussion neu belebt: Soll es Angehörigen von Familien, die bereits einen Todesfall im Militär zu beklagen haben, erlaubt sein, sich freiwillig zu einer Kampfeinheit zu melden, falls mindestens ein Elternteil zustimmt?... more...

«Jeder muss sich seine eigene Identität schaffen»

Interview Yves Kugelmann, September 17, 2009
Der Modeunternehmer Sami Bollag hat vor fünf Jahren Esprit Schweiz verkauft und wagte den Aufbau einer neuen Firma. Ein Rückblick und ein Ausblick.
Tachles: Die Bollag Guggenheim
Fashion Group ist mittlerweile vier Jahre alt. Damals haben Sie Esprit Schweiz verkauft und sich in ein neues Modeabenteuer gestürzt.Sami Bollag: Ich wollte – aus dem Volumengeschäft bei Esprit kommend – auch wieder Volumen generieren und nicht ins... more...

Wie sicher ist der Sinai?

von Shay Fogelman und Jacques Ungar, September 17, 2009
Kurz vor den hohen jüdischen Feiertage, gerät die Sinai-Halbinsel erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Denn einerseits ist der Sinai nach wie vor ein beliebtes Ferienziel für israelische Touristen, andererseits reisst die Kette ernsthafter Warnungen vor geplanten Terroranschlägen und Entführungsversuchen nicht ab.
Die Besitzer der typischen Ferienbungalows mit Strohdächern und der Restaurants entlang der Meeresküste des Sinai machen sich Gedanken, ob und wie viele israelische Touristen aus Anlass des bevorstehenden Laubhüttenfestes (Sukkot) anreisen werden. Optimisten setzen ihre Hütten instand und... more...

Ein schwieriges Interview

September 17, 2009
Hans-Rudolf Merz befindet sich in einer wenig beneidenswerten Lage: Als Finanzminister steht er im Dauerhagel des Steuerstreits, und das nur Monate nach einem Herzstillstand mit anschliessender Bypass-Operation, die er offensichtlich gut überstanden hat. Und mit seiner seltsamen Reise nach Libyen... more...
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