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18. Dezember 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 51 Ausgabe: Nr. 51 » December 16, 2009

Konflikte an drei Fronten

Von Jacques Ungar, December 16, 2009
Israel trägt zurzeit drei Konflikte gleichzeitig aus: das Tauziehen um Gilad Shalit, den Londoner Haftbefehl gegen Tzippi Livni und die zunehmende Gewalt zwischen Siedlern und Ordnungshütern in der Westbank.
Hinter den Kulissen dauert das Tauziehen um die Freilassung des seit über 1270 Tagen von Entführern im Gazastreifen festgehaltenen IDF-Soldaten Gilad Shalit mit deutscher und ägyptischer Vermittlung an, doch der 22. Jahrestag der Gründung der Hamas-Bewegung mit seiner von über 100 000... more...

Aktivitäten im rechtsextremen Milieu

von Hans Stutz, December 16, 2009
SVP-Exponenten wie Christoph Blocher oder Christoph Mörgeli wollen rechts von der SVP keine politische Kraft mehr aufkommen lassen. Mehrere Vorkommnisse der vergangenen Wochen beweisen, dass man bei Rechtsextremen auftreten oder ihr Gedankengut verbreiten kann, ohne innerhalb der SVP Konsequenzen befürchten zu müssen.
Der 56-jährige Psychiater Dominique Baettig, der 2007 ganz überraschend in den Nationalrat gewählt wurde, trat Ende Oktober im südfranzösischen Orange an einem Kongress der rechtsextremistischen Bewegung «Les Identitaires» auf  und begeisterte rund 600 Teilnehmer mit antimuslimischen... more...

Freiheit und Pluralismus

Von Katja Behling, December 16, 2009
Isaiah Berlin, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, war einer der grossen Gelehrten des 20. Jahrhunderts. Der Ideenhistoriker gilt als einer der bedeutendsten Denker des Liberalismus. Sein Konzept von Freiheit stösst derzeit, 20 Jahre nach dem Mauerfall, auf besonderes Interesse.
Als Exilant erklärte und verklärte Isaiah Berlin, der Salonlöwe unter den grossen Philosophen, die englische Lebensart zum Inbegriff zivilisierten Miteinanders, behauptet sein Biograf Michael Ignatieff. Berlin gab sich als ein gut gekleideter Sokrates, ein eleganter Herr, der sich in einen... more...

Weltweiter Appell

December 16, 2009
 Von den rund 1300 Personen, welche den «Weltweiten Appell besorgter Jüdinnen und Juden an die israelische Regierung» bisher unterzeichnet haben, stammen rund 300 aus der Schweiz, je 250 aus Israel und den USA, während sich der Rest auf weitere 29 Länder verteilt. Darunter sind bekannte... more...

Pionier

December 16, 2009
Wie kaum ein anderer hat der Ökonom Paul A. Samuelson die Wirtschaftstheorie geformt.
Samuelson kam 1915 in Gary, Indiana, als Sohn des Apothekers Frank Samuelson und dessen Frau Ella Lipton zur Welt, zweier jüdischer Immigranten aus Polen. Unter Samuelson, der 1970 als erster Amerikaner den Wirtschaftsnobelpreis erhielt, entwickelte sich das Massachusetts Institute of Technology... more...

Tabu-Thema Nahostkonflikt?

von Peter Abelin, December 16, 2009
Wer sich öffentlich zu einer kritischen Haltung gegenüber der israelischen Politik im Umgang mit den Palästinensern bekennt, riskiert, innerhalb der jüdischen Gemeinschaft der Schweiz ausgegrenzt zu werden. Kann über den Nahostkonflikt nicht offen debattiert werden?
Auf die Frage, weshalb nur knapp ein Drittel der rund 300 Schweizer Jüdinnen und Juden, welche seit vergangenem März den von ihm initiierten «Appell an die israelische Regierung» im Internet unterschrieben hatten, auch bereit waren, mit ihrem Namen das Inserat zu unterzeichnen, das am 4.... more...

Aufmerksame Bevölkerung

von Esther Girsberger, December 16, 2009
Die Autorin, Tochter einer jüdischen Mutter und eines protestantischen Vaters, verbrachte im Herbst dieses Jahres zwei Ferienwochen völlig ungestört in Iran, zusammen mit ihrem katholischen Mann und den beiden sechs und vier Jahre alten Söhnen.
Das aus dem 13. Jahrhundert stammende Ziegelgebäude in Hamedan im Nordwesten Irans, letzte Ruhestätte von Königin Ester und ihrem Onkel Mordechai, ist diskret und doch gut sichtbar. Keine Touristen begehren Einlass ins Mausoleum. Was allerdings weniger mit der jüdischen Bedeutung des Ortes zu... more...

Journalismus in der Schweiz

von Heinz Roschewski, December 16, 2009
Der Schweizer Jounalist Othmar Hersche hat Buch über sein Leben geschrieben, das ein wichtiges Werk der Schweizer Mediengeschichte geworden ist.
Othmar Hersche, geboren 1934, arbeitete nach dem Studium zuerst in der damaligen katholisch-konservativen Presse, bei der St. Galler «Ostschweiz» und beim «Aargauer Volksblatt», bevor er Programmgestalter der Abteilung «Wort» von Schweizer Radio DRS in Bern wurde. 1971 bis 1974 war er... more...

Besser spät als nie?

December 16, 2009
Editorial von Gisela Blau

Moderat. Als fortan «laufenden Prozess» bezeichnet der Staats- und Völkerrechtsprofessor Daniel Thürer von der Universität Zürich den Vorschlag für einen Toleranzartikel in der Verfassung (vgl. S. 9), den er gemeinsam mit dem emeritierten Staats- und Völkerrechtler Jörg Paul Müller von der... more...

Das Kartenhaus

December 16, 2009
Moshe Arens zur Lage in Israel

Noch nie in der Menschheitsgeschichte haben sich so viele bemüht, einen neuen Staat aufzubauen, wie mit den Palästinensern. Die USA, die EU und viele andere investieren als Teil dieser Bemühungen unvorstellbare Summen, und der US-General Keith Dayton bildet die im Entstehen begriffene... more...

Neue Initiativen?

December 16, 2009
SVP will verfassung revidieren
 Wie die «Sonntags-Zeitung» berichtet, denkt die SVP über eine Initiative gegen jegliche Beschränkungen im Initiativrecht nach. Ziel der Initiative solle es sein, Abstimmungen über alle Fragen und Themen zu erlauben, selbst wenn zwingendes Völkerrecht... more...

Ehrung

December 16, 2009
In seiner Heimatstadt Köln wurde der amerikanische Soziologe Amitai Etzioni mit dem mit 50 000 Euro dotierten Meister-Eckhardt-Preis ausgezeichnet.
Der 1929 als Werner Falk geborene Etzioni konnte mit seiner Familie 1936 nach Palästina ausreisen. Als 17-Jähriger schloss er sich dem Unabhängigkeitskampf an. Nach dessen Ende lernte er Martin Buber kennen, der sein Denken stark beeinflusste. Nach der Auswanderung in die USA studierte Etzioni... more...

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