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17. September 2010, 10. Jahrgang, Ausgabe 37 Ausgabe: Nr. 37 » September 17, 2010

ICZ macht Druck auf den SIG

von Yves Kugelmann, September 17, 2010
Zwei Vorstösse aus der Delegation der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich im Centralicomité bringen Bewegung in brachliegende Diskussionen im Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund: Die Zukunft des Dachverbands ist wieder mal Thema und dazu eine sich anbahnende Steuerdebatte.
Mit dem Wechsel in der Geschäftsleitung (GL) vor zwei Jahren ist Ruhe eingekehrt im Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG). Gehässige Streitereien und Misstrauen, fragwürdige politische Vorstösse oder Uneinigkeit in der Verbandsführung waren vorbei. Der neue... more...

Der sensible Tausendsassa

von Peter Stephan Jungk, September 17, 2010
Der französische Regisseur Claude Lanzmann legt mit seiner neu erschienenen Autobiografie «Der patagonische Hase» nicht nur ein Porträt seines eigenen ereignisreichen Lebens vor – er bereichert die Leser zudem mit einem differenzierten Porträt Frankreichs.
In Claude Lanzmanns Autobiografie «Der patagonische Hase» heisst es: «Ich bin von der Welt weder übersättigt noch ermattet, und 100 Leben, das weiss ich nur zu gut, würden mich nicht müde machen». Dieser Ausruf hallt wie ein Echo aus allen Kapiteln dieses... more...

Endlich auf Augenhöhe

von Peter Abelin, September 17, 2010
Beinahe ein Jahr hat es gedauert, bis die Informationstafel über die jüdische Geschichte in Bern endlich auf Augenhöhe am Bundeshaus angebracht worden ist.
Im September 2009 schien das mehrjährige Gerangel um die Markierung der mittelalterlichen jüdischen Präsenz im Gebiet des heutigen Bundeshauses, die selbst den Bundesrat beschäftigte, zu einem guten Ende zu kommen: Eine illustrierte Informationstafel in Deutsch und Hebräisch... more...

Betriebsamkeit – und dann?

Von Jacques Ungar, September 17, 2010
Israeli und Palästinenser reden derzeit zwar praktisch rund um die Uhr miteinander, doch nach wie vor hängt die Frage der Bautätigkeit in den Siedlungen wie ein Damoklesschwert über der Fortsetzung der Gespräche. Laut der Bewegung Peace Now sollen die Siedler nach Ende des Baustopps rund 13 000 Wohnbauprojekte mehr oder weniger sofort in Angriff nehmen können. Die Hamas schiesst inzwischen wieder Kassem-Raketen gegen Israel.
Nimmt man die hektische Betriebsamkeit rund um die nach fast zweijährigem Unterbruch wieder angelaufenen israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen zum Massstab, dann könnte der Beobachter beinahe von optimistischen Gefühlen übermannt werden. Zuerst das durch... more...

Sorge

September 17, 2010
Die wachsende Zahl antisemitischer Kommentare in den staatlich gelenkten Medien Venezuelas hat die Juden des südamerikanischen Staats veranlasst, sich mit einem Hilferuf an ihren Präsidenten Hugo Chávez zu wenden.
 In einem dringenden Schreiben ersuchten sie den eine ex­trem antiisraelische Aussenpolitik verfolgenden Präsidenten – die diplomatischen Beziehungen zu Israel waren vor einigen Monaten als Reaktion auf den Gaza-Krieg vom letzten Jahr abgebrochen worden – um ein Treffen.... more...

Integration statt Konfrontation

Editorial von Valerie Wendenburg, September 17, 2010
Würde und Gleichheit. Das Burka-Verbot in Frankreich ist seit Dienstag vorerst beschlossene Sache. Auch wenn das Gesetz generell die Vermummung in der Öffentlichkeit verbietet, so trifft es vor allem die rund 1900 muslimischen Frauen in Frankreich, die Burka oder Niqab tragen. Wer gegen... more...

«Falastin war der wirkliche Name»

Shlomo AvinerI zur Lage in Israel, September 17, 2010
Das folgende Szenario wird so nicht stattfinden, doch sollte es doch dazu kommen, dann würde es sich wahrscheinlich wie folgt abspielen: Eines Tages beschliesst die Knesset nach vielen Jahren der Diskussionen und Streitereien aus einem Gefühl der Rücksichtnahme auf Israels arabische Bürger heraus und im Bestreben, sich für eine gleichberechtigte Bürgerschaft einzusetzen, auf jeden Hinweis der jüdischen Identität in Bezug auf Israel zu verzichten. «Wir sind alle Israeli, gleichberechtigte Bürger in unserer gemeinsamen Heimat», erklärt der Knessetsprecher. «Von nun an wird es in Israel nur Israeli geben. Jeder Gemeinschaft bleibt es selbstverständlich überlassen, eine separate Identität für sich selbst zu entwickeln, doch das wird eine private Angelegenheit ohne öffentlichen Charakter sein.» Es wird entschieden, in der Rubrik «Nationalität» in den Identitätskarten von nun an nur noch «Israeli» anzuführen.

An der ersten Knessetsitzung nach dem feierlichen Beschluss könnte ein arabischer Abgeordneter das Entfernen von Theodor Herzls Bild von der Wand der Kammer verlangen. Sollte seinem Vorschlag nicht stattgegeben werden, könnte er damit drohen, an den Obersten Gerichtshof zu gelangen, denn... more...

Ein lebendiges Judentum zeigen

von Ruth Ellen Gruber, September 17, 2010
Die elfte Auflage des europäischen Tags der jüdischen Kultur Anfang September stiess in ganz Europa auf grosses Interesse. Organisatorischer Spitzenreiter des Anlasses war unbestritten Italien, aber auch in der Schweiz fanden zahlreiche Veranstaltungen statt.

In Italien leben unter rund 60 Millionen Menschen nur rund 25 000 Juden, die einer Gemeinde zugehörig sind. «Es ist bedauerlich», sagte der italienisch-jüdische Aktivist Sira Fatucci, «doch in Italien kennt man Juden vorwiegend durch den Holocaust.» Fatucci... more...

Rolf Lyssy dreht Exit-Werbespot

September 17, 2010
Die Sterbehilfeorganisation Exit wendet sich während der Herbstsession der eidgenössischen Räte mit TV-Spots an den Bundesrat und an das Parlament. In kurzen Werbefilmen äussern sich prominente Exit-Mitglieder dazu, weshalb aus ihrer Sicht der Erhalt des Selbstbetimmungsrechts... more...

Ein Schiff will kommen

von Gisela Blau, September 17, 2010
Jüdische Blockadebrecher wollen per Schiff nach Gaza auslaufen. Alles ist offiziell noch sehr geheim.

Nur als Namen auf 60 Fähnchen wollen die jüdischen Blockadebrecher mit von der Partie sein, wenn wieder ein Schiff Kurs auf Gaza nimmt. Etwa zehn sollen Leuten aus der Schweiz gehören. Darunter ist der Zürcher Guy Bollag, der erklärt, nicht etwa Mangel an Mut zwinge zur... more...

Preis

September 17, 2010
Am Montag vor einer Woche gab die schweizerisch-italienische Balzan-Stiftung die diesjährigen vier Preisträger der mit je einer Million Schweizer Franken dotierten Auszeichnung bekannt.
In der Kategorie Geschichte Europas (1400–1700) wird der italienische Historiker und Kulturwissenschaftler Carlo Ginzburg geehrt. Dem 1939 in Turin geborenen Sohn des Einaudi-Verlag-Mitbegründers Leone Ginzburg und der Schriftstellerin Natalia Ginzburg wurde der Preis «für... more...

Sprachrohr der rechten Szene

von Hans Stutz, September 17, 2010
Am ersten Samstag im September feierte die Partei national orientierter Schweizer (PNOS) in Biel ihr zehnjähriges Bestehen. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg kann sich in der Schweiz eine rechtsextreme Kleinpartei längere Zeit halten.

Rund 250 Personen füllten am 4. September den Saal eines Bieler Restaurants. Sie hörten neben zwei Liedermachern – beide aus Deutschland – auch zwei Rednern zu, so auch Pascal Trost. Der Aargauer, einst Mitglied der Freiheitspartei, dann der SVP, nun seit drei Jahren... more...
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