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17. Dezember 2010, 10. Jahrgang, Ausgabe 50 Ausgabe: Nr. 50 » December 17, 2010

Risikofaktor Mensch

Von Andreas Schneitter, December 17, 2010
Die Enthüllungen von Wikileaks und das versuchte Attentat in Stockholm haben die Bedeutung von Schutzvorrichtungen für die reale wie für die informelle Sicherheit verdeutlicht. Die jüdischen Institutionen sehen sich mit ihrem hohen Sicherheitsaufwand bestätigt.

Der Ort ist neu: Mit dem versuchten Selbstmordattentat in Stockholm am vergangenen Samstag rückte erstmals Schweden in den Fokus eines islamistisch motivierten Anschlags. Hintergründe des Versuchs waren, so der Ermittlungsstand, die schwedische Nationalität des... more...

Israelisch-palästinensischer Leerlauf

Von Jacques Ungar, December 17, 2010
Einen Schritt vorwärts, anderthalb Schritte zurück. So könnte man die Abkehr der USA vom Konzept direkter Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern und die versuchte Rückkehr zu indirekten Gesprächen charakterisieren. Trotz hochrangiger Visiten aus Washington in Jerusalem wird die Szene geprägt von Lustlosigkeit und einem Mangel an Ideen.
Nachdem israelische wie palästinensische Gegner eines Verhandlungsfriedens zwischen den ewigen Streithammeln im Nahostkonflikt ihre Genugtuung über den erneuten Zusammenbruch der direkten Gespräche zwischen Jerusalem und Ramallah nicht vertuschen konnten und wollten, versuchen nun vor... more...

Die Bohémiens ziehen weiter

Von Dania Zafran, December 17, 2010
Das Little Prince, Tel Avivs legendäres Büchercafé, muss umziehen. Ab nächstem Frühling geht es an der Nachalat-Binjamin-Strasse weiter.
Das Café Little Prince in Tel Aviv schliesst vorübergehend seine Tore und bedankt sich auf seiner Facebook-Seite: «Danke an alle, die hier lasen, tranken, assen, schrieben, übersetzten, kaufen, liebten, dachten, rauchten, sangen, spielten …». Die Danksagung... more...

Warum gerade jetzt?

Von Ron Kampeas, December 17, 2010
Viele Beobachter in Lateinamerika und aller Welt haben als Reaktion auf die Nachricht, dass Brasilienund Argentinien einen Staat Palästina in der Westbank anerkannt haben, eine konkrete Frage: Warum ausgerechnet jetzt?
Maen Areikat, der Vertreter der PLO in Washington, nennt den holprigen Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern und die daraus resultierende Frustration als einen der Gründe, die für eine Atmosphäre der Anerkennung sorgen. «Niemand kann den Druck auf Israel... more...

Klarere Kaschrut-Regeln

Von Valerie Wendenburg, December 17, 2010
Die Ankündigung einer neu geltenden Kaschrut-Regelung innerhalb des Vereins Neuer Cercle sorgte in der Israelitischen Gemeinde Basel Ende Oktober für Aufsehen – die Verantwortlichen berieten sich nun erneut und möchten die Angelegenheit ein zweites Mal mit klareren Vorgaben kommunizieren.
Als die erste Mitteilung der Israelitischen Gemeinde Basel über die neue KaschrutRegelung, die innerhalb des Vereins Neuer Cercle gelten soll, ihre Adressaten erreichte, sorgte sie vielfach für Unverständnis oder Verwirrung (vgl. tachles 43/10). So hiess es, dass auch Speisen, die... more...

Rassismus und Fremdenhass

Gideon Levy zur Lage in Israel, December 17, 2010
Die Seuche ist bösartig und sie metastasiert; sie breitet sich mit alarmierendem Tempo aus. Von Zfat nach Eilat, via Tiberias und Bne Brak, erklärt eine Stadt nach der anderen: Ich bin rassistisch. Das Vermieten von Wohnungen an arabische Studenten ist in Zfat und Tiberias verboten,... more...

«Stefan Raab der Schweiz»

Von Valerie Wendenburg, December 17, 2010
Wenn im Mai 2011 der 56. Eurovision Song Contest in Düsseldorf stattfindet, singt Anna Rossinelli aus Basel für die Schweiz. Ihr Song «In Love For A While», der in der Vorausscheidung klar gesiegt hat, wurde von dem Musiker und Komponisten David Klein geschrieben.
Die Geschichte ist fast zu schön, um wahr zu sein: Sie war bis zum 11. Dezember eine vergleichsweise unbekannte Sängerin – seit sich Anna Rossinelli aber bei der Schweizer Vorausscheidung zum 56. Eurovision Song Contest gegen ihre elf Konkurrenten hat durchsetzen können, wird... more...

Holbrookes letzte Worte

Editorial von Andreas Mink, December 17, 2010
Gegen den Krieg. Bevor er in die Betäubung vor seiner Aorta-Operation versank, aus der er nie mehr erwachen sollte, hat Richard Holbrooke anscheinend gesagt: «Stoppt diesen Krieg in Afghanistan!» Womöglich waren die letzten Worte des 69-jährigen Diplomaten humorvolles... more...
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