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12. Mai 2010, 10. Jahrgang, Ausgabe 19 Ausgabe: Nr. 19 » May 11, 2010

Jahrzehntelanges Antichambrieren ist beendet

Von Jacques Ungar, May 11, 2010
Mit dem jüdischen Feiertagswunsch «Chag sameach» reagierte der israelische Finanzminister Yuval Steinitz von China aus, wo er die Weltausstellung besuchte, gegenüber Radio Israel auf die Nachricht aus Paris, dass alle 31 Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung die Aufnahme Israels befürwortet haben.
Mit dem Einzug Israels in die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht für den Staat eine fast 20-jährige Periode des Antichambrierens vor den Toren dieses hinsichtlich seiner Prestigeträchtigkeit mit dem Club der Nobelpreisträger durchaus vergleichbaren... more...

Pläne

May 11, 2010
Der israelische Transportminister Israel Katz verfolgt weitreichende Pläne.
Nicht nur schwebt ihm vor, palästinensische Städte wie etwa Jenin durch eine Eisenbahnlinie mit israelischen Städten wie Jerusalem und Tel Aviv zu verbinden. Er arbeitet darüber hinaus auch an Plänen für den Bau eines internationalen Flughafens bei Timna in der südlichen Arava. Für die... more...

Jcall und die Schweiz

May 11, 2010
«Appell an die Vernunft»
Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss gehört zu den ersten, die den Appell in der Schweiz unterschrieben haben. Unter den Unterzeichnenden finden sich auch Jochi Weil und Shelley Berlowitz, Zürcher Initianten des vor einem Jahr ins Leben gerufenen Appells an die... more...

«Erstaunen und Befremden»

von Gisela Blau, May 11, 2010
Trotz der Vorbehalte von SP und Grünen wurde Israel am Montag in die OECD aufgenommen.

Mehr als einen Monat nach der Publikation einer Petition gegen die Aufnahme Israels in die Wirtschaftsgemeinschaft OECD, die allerdings nun beschlossene Sache ist, richteten der Schweizerische Israelitische Gemeindebund und die Plattform der Liberalen Juden der Schweiz gleich lautende Briefe an die... more...

Israel als Traumdestination

von Lital Levin, May 11, 2010
Im Jahr 2006 zählte man erst knapp 74 000 russische Touristen in Israel. Letztes Jahr waren es bereits über 400 000, und ein Ende dieses klaren Aufwärtstrends ist nicht in Sicht.
Hätte man ihn noch vor drei Jahren gefragt, wo er seine Ferien verbringen möchte, hätte der 38-jährige Russe Constantine, Besitzer eines Renovationsunternehmens in St. Petersburg, eine Destination in Europa als bevorzugtes Ziel genannt. Nun aber trafen wir ihn am Mittelmeerstrand von Tel Aviv.... more...

Eine neue Stimme für die Juden in Europa

von Dinah Spritzer und Toby Axelrod, May 11, 2010
Der Start von JCall hat die Debatte, die in den USA durch die Gründung von J Street entstanden ist, auf die jüdische Bevölkerung Europas ausgedehnt: Wie kritisch soll und darf man ausserhalb von Israel hinsichtlich der israelischen Regierungspolitik sein?
Die Gründer von JCall, die eine ihrer Ansicht nach zögernde israelische Regierung näher zu einer Zweistaatenlösung bringen wollen, bezeichnen Kritik an der israelischen Politik als konstruktiv und nötig. «Wir alle sind Zionisten, können gleichzeitig aber unsere Ideen über die Situation und... more...

Keine religiösen Probleme

von Gisela Blau, May 11, 2010
Die Seelsorge der Schweizer Armee erarbeitet Wegleitungen für Rekruten und Kader, in denen Rechte und Pflichten für die Soldaten festgeschrieben werden sollen. Die Tipps und Weisungen betreffen Aspekte des militärischen Alltags wie Verpflegung, Gebet, Urlaub und Seelsorge.
Mit jüdischen Soldaten sammelte die Schweizer Armee jahrzehntelang Erfahrungen. In den letzten Jahren gab es keinerlei Probleme, abgesehen allenfalls von gelegentlichen antisemitischen Vorfällen, die geahndet werden mussten.
Juden in Feldgrün, die streng koscher essen wollen, bringen ihre... more...

Freunde

May 11, 2010
Der Erstling «Vier Häuser und eine Sehnsucht» des 1971 in Jerusalem geborenen Schriftstellers Eshkol Nevo ist in seiner Heimat bereits Schullektüre.
Nun ist der Autor mit seinem auf Deutsch erschienenen Buch «Wir haben noch das ganze Leben» auf Lesereise in der Schweiz. In seinem neuen Roman begleitet Nevo vier Freunde während vier Jahren zwischen zwei Fussball-Weltmeisterschaften. Als sie ihre Zukunftsträume im Jahr 1998 aufschreiben, sind... more...

Obamas jüdische Doppelgängerin?

May 11, 2010
Editorial von Andreas Mink

Entschlossen. Elena Kagan als Doppelgängerin von Barack Obama zu bezeichnen, wäre übertrieben, wenn auch nicht sehr: Der Weg der 50-jährigen Juristin zu ihrer Nominierung für das amerikanische Verfassungsgericht gleicht dem Obamas in vielerlei Hinsicht, auch wenn sie in wesentlich stabileren... more...

Blick in die Geschichte

May 11, 2010
 Wie andernorts auch, so ist die frühe Geschichte der Juden in Genf ein Auf und Ab von Duldung und Verfolgung. Gehen die ersten Anzeichen jüdischer Präsenz auf die Jahre 1281 und 1282 zurück, so ist 1396 die erste jüdische Gemeinde urkundlich belegt, wie die Historikerin Laurence Leitenberg... more...

Die jüdische Farbe des Comics

von Sabine Pfennig-Engel, May 11, 2010
Superman, Batman oder die Fantastic Four sind keine jüdischen Helden, aber Comic-Helden, die jeder kennt und die aus der Feder jüdischer Zeichner stammen. Die Wiege des Comics ist New York am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Geschichte des Comics als Spiegel der sich verändernden gesellschaftlichen Herausforderungen zeigt die Sonderausstellung «Helden, Freaks und Superrabbis. Die jüdische Farbe des Comics». Noch bis 8. August sind im Jüdischen Museum Berlin über 400 Exponate, davon 200 Originale, Comic-Hefte und Einzelblätter von mehr als 40 Künstlern zu sehen.
Um spezifisch jüdische Themen ging es zu Beginn der beginnenden «Comic-Ära» im damaligen New York zunächst nicht. Jüdische Immigranten aus Osteuropa, aber auch andere Einwanderer wie Iren oder Deutsche zeichneten in Rahmen gepresst kleine Geschichten, die den Sonntagsbeilagen der Zeitungen ab... more...

Den palästinensischen Boykott brechen

May 11, 2010
Karni Eldad zur Lage in Israel

In der Industriezone von Mishor Adumim in der Westbank befindet sich eine Kosmetikfabrik, die 70 Prozent ihrer Produkte an Palästinenser verkauft. In jüngster Zeit ist es allerdings zu einer Trendwende in den Beziehungen zwischen der Fabrik und ihren Kunden gekommen. Die Palästinensische Behörde... more...

Vielfalt in der Vielfalt

von Peter Abelin, May 11, 2010
Mit rund 5000 Personen bildet Genf, neben Zürich, das zweite Zentrum des jüdischen Lebens in der Schweiz. Wenn die gastgebende Communauté Israélite de Genève den Eröffnungsabend der bevorstehenden SIG-Delegiertenversammlung unter das Motto «Jüdische Vielfalt» stellt, so trifft dies sowohl für sie selbst wie auch für die in anderen Gemeinden organisierten Genfer Juden zu.
Nicht weniger als 30 Millionen Franken haben die beiden grössten jüdischen Gemeinden von Genf in den letzten Jahren in ihre Infrastruktur und damit in ihre Zukunft investiert: Vor drei Jahren hat die Communauté Israélite de Genève (CIG) ihr Gemeindezentrum mit dem ungewöhnlichen Namen ma.com... more...

Der Bankenvergleich in der Zielkurve

von Andreas Mink, May 11, 2010
Der Vergleich über sogenannte nachrichtenlose Konten aus der NS-Ära steht vor dem Abschluss der Auszahlungen. Gleichzeitig sorgt die Informationspolitik des zuständigen Gerichts für Irritationen.

Zwölf Jahre nach dem Abschluss des «Holocaust-Vergleichs» mit Schweizer Banken über sogenannte nachrichtenlose Konten im August 1998 zeichnet sich das Ende der Auszahlungen ab. Allerdings lehnen es der aufsichtsführende New Yorker Richter Edward Korman und seine drei Berater («Special Master»... more...

Film über Arthur Bloch ausgezeichnet

May 11, 2010
Der Berner Viehhändler Arthur Bloch wurde 1942 in Payerne ermordet, weil er Jude war.
Der bekannte 2009 verstorbene Westschweizer Autor Jacques Chessex schuf daraus den Roman «Un Juif pour l’exemple», mit dem er in seiner engsten Heimat grossen Aufruhr verursachte. Die TV-Autorin Meili Dschen, die in Zürich lebt, hat aufgrund von Chessex’ Roman einen Film über den Fememord an... more...
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