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Shas warnt

February 5, 2009
«Das Verhängnis naht»

 Vor einem «bevorstehenden Verhängnis» warnt Eli Yishai die Mitglieder der von ihm geführten ultrareligiösen Shas-Partei für den Fall, dass Kadima (mit Tzippi Livni) und Israel Beiteinu (mit Avigdor Lieberman) bei den Wahlen von nächster Woche ihre parlamentarische Position stärken sollten. Bei Shas fürchtet man, dass sowohl Kadima als auch Israel Beiteinu nach den Wahlen eine säkulare Tagesordnung fördern würden, die den Interessen von Shas zuwiderliefen. Yishai warnt in diesem Zusammenhang ganz besonders vor dem Verkauf von Schweinefleisch und der Zulassung ziviler Eheschliessungen. Um dieser Gefahr die Stirne zu bieten, appelliert der Parteichef an seine Aktivisten, von einer Synagoge zur anderen zu pilgern, um neue Mitglieder anzuheuern. «Wir stehen vor grossen Gefahren», meinte am letzten Samstag in einer Predigt Rabbiner Ovadia Yosef, das geistige Oberhaupt von Shas. «Es gibt viele, die der Thora, den Jeschiwot und den für diese Institutionen notwendigen Budgets ablehnend gegenüberstehen. Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um eine starke Shas-Partei zu garantieren. Dann wird mit der Hilfe des Himmels auch die Thora stark sein.» Am Montag bewiesen die Strategen von Shas ihren Sinn für PR, als Rabbiner Yosef bei sich zu Hause in Jerusalem Vater und Grossvater Shalit empfing und ihnen vor aufgepflanzten Kameras erklärte, er sei optimistisch bezüglich der Freilassung von Gilad Shalit aus der Gewalt der Hamas, die den Soldaten seit über zweieinhalb Jahren gefangen hält.    [ju]





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