Sephardim und Aschkenasim
Weltweit leben etwa 15 bis 16 Millionen Juden. Unter ihnen stellen die höchstens drei bis vier Millionen Sephardim eine Minderheit dar. Als Sephardim werden diejenigen Juden bezeichnet, welche bis zu ihrer Vertreibung 1492 und 1531 in Südspanien und in Portugal lebten. Nach ihrer Flucht siedelten sie sich grossteils im Osmanischen Reich und im Maghreb an. Heute leben sie überall in der Welt verteilt. In der Schweiz sind sie vor allem in den französischsprachigen Gebieten anzutreffen. In Genf gibt es die sephardische Synagoge Hekhal Haness. Sephardim unterscheiden sich von den Aschkenasim in ihrer gesamten Liturgie. Grundlegende religiöse Texte sind zwar ähnlich, «aber nicht nur Gesänge, sondern auch die Aussprache der hebräischen Sprache unterscheiden sich», wie ein Factsheet des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds von David Banon festhält. [zu]


