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Sammler und Mäzen

November 25, 2011

 Heinz Berggruen wurde 1914 in Berlin als Sohn von Ludwig Berggrün und Antonie Berggrün-Zadek geboren. Er studierte 1932 Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte und emigrierte 1936 in die USA, da er ein einjähriges Stipendium an der Berkeley-Universität erhalten hatte. 1940 kaufte er in Chicago von einem deutschen Emigranten für 100 Dollar sein erstes Bild: Paul Klees Aquarell «Perspective-Spuk». Es sollte ihn 40 Jahre lang als Talisman begleiten. Berggruen sammelte neben Bildern von Klee vor allem Kunst von Pablo Picasso, Henri Matisse, Paul Cézanne, Marc Chagall und Joan Miró. Seinen Erfolg als Kunstsammler führte er auf seine bewusste Konzentration auf wenige Meister zurück, die er zum Grossteil persönlich kannte. Berggruen, der zuvor als Journalist und Autor tätig war, wurde einer der bedeutendsten deutschen Kunstsammler des 20. Jahrhunderts. 60 Jahre nach seiner Emigration kehrte der Galerist und Mäzen in seine alte Heimat Deutschland zurück. Seine Sammlung von 113 Meisterwerken brachte er im September 1996 nach Berlin. Dazu wurde ihm der eigens renovierte westliche Stülerbau gegenüber des Charlottenburger Schlosses, heute bekannt als Museum Berggruen, zur Verfügung gestellt. Am 21. Dezember 2000 verkaufte Berggruen seine Sammlung an die Stiftung Preussischer Kulturbesitz offenbar weit unter Wert für 253 Millionen Mark. Er betrachtete diesen Transfer als eine «Geste der Versöhnung». Im Jahr 2004 wurde Heinz Berrgruen zum Ehrenbürger Berlins ernannt. 2007 ist er in Paris verstorben.    [vw]






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