Reaktionen auf «Shoah»
Laut einer Pressemitteilung des Projekts Aladdin löste die erstmalige Ausstrahlung des Films «Shoah» von Claude Lanzmann in Iran (vgl. tachles 10/2011) vorwiegend positive Reaktionen bei dem iranischen Publikum aus. Der erste Teil des Films wurde vergangene Woche von dem in Los Angeles basierten Sender Pars ausgestrahlt. Die iranische Newsagentur Fars und verschiedene iranische Internetportale kritisierten das Projekt teils scharf und attackierten den Sender Pars etwa dahingehend, er würde «die Schuhe der Zionisten lecken». Persischsprachige Medien ausserhalb Irans, welche jedoch ein breites Publikum in Iran haben, kündigten die Ausstrahlung des Films teils mit langen Reportagen an. «Shoah» wurde vom Projekt Aladdin mit türkischen, persischen und arabischen Untertiteln versehen. «Streite ab, solange du willst, Präsident Ahmadinejad; heute bist nicht du es, der entscheidet, sondern die Zuschauer in Teheran und Shiraz», kommentierte Regisseur Claude Lanzmann die Filmvorführung im Vorfeld. [zu]
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