Offener Brief
Für die Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina haben am Dienstag Rochelle Allebes, Shelley Berlowitz, Guy Bollag und Samuel Wiener-Barraud einen offenen Brief an die Verantwortlichen des Keren Kayemeth Leisrael (KKL) Schweiz geschickt. Es geht um die aktuellen Geschehnisse im Dorf al-Arakib im Negev, das von Beduinen bewohnt wird und von israelischen Polizeikräften zum zehnten Mal zerstört worden ist. Die Verfasser des Briefes werfen dem KKL vor, mit Bulldozern die Abbruchreste fortgeräumt und den Boden für die Pflanzung eines Waldes vorbereitet zu haben, während die 300 Einwohner auf dem Friedhof des Dorfes eingesperrt wurden. Im Brief heisst es unter anderem: «Als Schweizer Juden und Jüdinnen sind wir über diese Methoden stark beunruhigt.» Zahlreiche Schweizer würden für das Pflanzen von Bäumen auch im Negev spenden. Yariv Sultan, Geschäftsführer des KKL Schweiz und Delegierter des KKL Israel, betonte gegenüber tachles, dass die Fakten geprüft würden und eine Stellungnahme Anfang kommender Woche geplant sei. [vw]


