In einer heiklen Lage
In einer zusehends schwierigeren und heikleren Lage befindet sich Houda Ezra Nonoo, seit 2008 Botschafterin von Bahrain in Washington. Nicht in erster Linie, weil die 47-Jährige die erste und bisher einzige jüdische Person in der arabischen Welt überhaupt ist, die einen derart wichtigen diplomatischen Posten versieht, sondern weil sie ihr Heimatland in einer Periode wachsender, revolutionsähnlicher Unruhen in den USA vertreten muss. In Bahrain, wo seit Jahrhunderten eine sunnitische Minderheit über eine schiitische Mehrheit herrscht, ist einerseits ein strategischer Schlüsselpartner der Amerikaner in der Region. So befindet sich unter anderem die regionale Heimbasis der fünften US-Flotte in dem kleinen Königreich am Golf. Andererseits stösst das harte, oft brutale und blutige Vor-gehen der bahrainischen Sicherheitskräfte gegen die Demonstrierenden auf wachsende Kritik beo der Administration von Präsident Barack Obama. Kein Wunder, dass Houda Ezra Nonoo sich den Medien gegenüber in diesen Tagen völlig abgeschottet hat und, wie etwa die «Jerusalem Post» schreibt, telefonisch oder per E-Mail vorgebrachte Bitten um Kommentare zur Lage unbeantwortet lässt. [ju]


