Fünf jüdische Kandidaten
Zwischen dem Rücktritt des Berner FDP-Nationalrats und Unternehmers François Loeb 1999 und der Wahl des Zürcher SP-Strafrechtsprofessors Daniel Jositsch (46) sowie des Basler FDP-Ökonomen Peter Malama (51), Direktor des Gewerbeverbandes Basel-Stadt, im Jahr 2007 gab es keine jüdische Vertretung im nationalen Parlament. Dafür gab es damals die jüdische Bundesrätin Ruth Dreifuss, die 1999 die erste Bundespräsidentin der Schweiz wurde. Jositsch und Malama treten wieder an. Jositsch, der 2007 drei amtierende Nationalrätinnen überholte, scheint ungefährdet. Malama muss sich gegen den liberalen Regierungsrat Christoph Eymann durchsetzen, der 1991 bis 2001 bereits im Nationalrat sass und ein zweites Mal in die grosse Kammer gewählt werden will. In Basel haben die FDP und die Liberalen nicht fusioniert. Ausser den beiden bisherigen Parlamentariern gibt es drei weitere Kandidaturen: In Zürich bewirbt sich der grünliberale Gemeinderat und Ökonom Samuel Dubno (45) um einen Sitz im Nationalrat, allerdings auf einem ungünstigen Platz der langen Zürcher Liste. Für die Grünliberalen kandidiert auch in Basel der Ökonom Emmanuel Ullmann (31) für einen der fünf Basler Sitze. Er politisierte einige Jahre für die FDP im Basler Grossen Rat. In der Stadt Bern stellt sich der Arzt und FMH-Präsident Jacques de Haller (59) für die SP zur Wahl. Seine Kandidatur ist in Ärztekreisen nicht unumstritten. De Haller gehört zu den Berner Quereinsteigern mit bekannten Namen. [GB]


