«Freedom Flotilla II»
Schiffe stecken in Athen fest
Die zehn Schiffe der sogenannten «Freedom Flotilla II», die beabsichtigt, die israelische Seeblockade zu durchbrechen und Hilfsgüter nach Gaza zu bringen, steckte bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe seit Tagen im Hafen von Athen fest. Etwa 350 Personen aus 22 Ländern sollen mit der Flotte Richtung Gaza fahren – darunter auch rund zehn Schweizer. Einer von ihnen ist der Genfer Journalist Shahin Ammane, der für «20 Minutes» auf der Flotte mitfährt, und mit dem tachles in Kontakt steht. An einer Pressekonferenz in Athen zu Beginn dieser Woche bestätigte Vangelis Pissias, griechisches Mitglied des Organisationskomitees, der Druck ausländischer Regierungen – nicht nur Israels – auf die griechischen Behörden würde das Auslaufen verzögern. Ausserdem seien sowohl das irische wie auch das griechisch-schwedische Schiff an Schiffsschraube und Antriebswelle beschädigt worden. «Die Organisatoren vermuten Sabotage, verursacht vom israelischen Militär», sagt Ammane. Neues Auslaufdatum sei der heutige Freitag. Von israelischer Seite wird die Flotte mit grosser Sorge erwartet: Eine Sprecherin der israelischen Verteidigungskräfte sagte der Tageszeitung «Haaretz», dass einige Teilnehmer der Flotte Chemikalien an Bord hätten, um sie gegen israelische Soldaten einzusetzen. Ausserdem vermute man auch islamistische Aktivisten auf einigen Schiffen. Auf www.tachles.ch wird täglich über die neusten Entwicklungen der Gaza-Flotte berichtet. [as]


