logo
Beilage Architektur, 22. September 2010, Ausgabe 38/39, 10. Jahrgang Ausgabe: Nr. 38 » September 22, 2010

Architektonische Selbstporträts

Von Katja Behling, September 22, 2010
Das Künstlerhaus nimmt in der Architekturgeschichte eine spezielle Position ein. Es ist gleichsam ein architektonisches Selbstporträt, das Rückschlüsse auf die Entwicklungsgeschichte des Künstlers, sein Selbstverständnis und damit sein Werk zulässt.
Viele dieser Häuser sind erhalten, darunter die Wirkungsstätten und Lebensräume jüdischer Künstler wie Max Liebermann. Künstler haben zu ihren Häusern eine besondere Beziehung. Sie sind oftmals zugleich Arbeitsplatz und Refugium, Ort der Musse und Kreativität... more...

Eine Steppjacke zum Sitzen

Von Katja Behling, September 22, 2010
Der israelische Designer Arik Ben Simhon verbindet in seinen Entwürfen handwerkliche Perfektion mit zeitgenössischen Einflüssen. Dabei ist die Welt des Sports eine seiner Inspirationsquellen.
Chesterfieldsitzmöbel gelten als typisch englische, gediegen traditionelle Einrichtungsstücke. Nicht so die Chesterfieldsessel und Sofas aus der Werkstatt Arik Ben Simhons. Der israelische Möbeldesigner steht für originelle Interpretationen von Klassikern. Zwar setzt auch Simhon... more...

Maximales Einkaufsvergnügen

September 22, 2010
Als er nach seiner Rückkehr aus den USA in Wien die erste Fussgängerzone errichtete, begründete dies Victor Gruen, einer der erfolgreichsten und visionärsten Architekten des 20. Jahrhunderts mit dem Satz «Autos kaufen nichts». Der Tod des «Vaters der Shopping Mall» jährte sich dieses Jahr zum 30. Mal.
Victor Gruen wurde am 18. Juli 1903 als Victor David Grünbaum in Wien geboren. Noch während seines Architekturstudiums machte er sich als politischer Kabarettist einen Namen, indem er offen die Nationalsozialisten kritisierte. Zusammen mit dem Schriftsteller Robert Ehrenzweig, besser... more...

Ruinen und viel Enthusiasmus

Von Julian Voloj , September 22, 2010
Einst war Detroit ein Symbol für Amerikas Reichtum und industrielle Vormachtstellung. Seit Jahrzehnten zerfällt die Stadt jedoch und steht vor einer Vielzahl gravierender Probleme. Doch es gibt auch eine neue Generation, die mit viel Enthusiasmus für die Wiederbelebung Detroits arbeitet. Unter ihnen auch junge Jüdinnen und Juden, die zur Gemeinde der letzten noch genutzten Synagoge der Stadt gehören.
Der Name Detroit löst in den USA drei Assoziationen aus. Die erste ist die Autoindustrie. Detroit war lange Zeit ein Synonym für die grossen drei: Ford, General Motors und Chrysler. Sie gaben Detroit auch den Spitznamen Motor City oder kurz Motown. Dies ist die zweite Assoziation: Motown,... more...

Anspruchsvolles Renovationsprojekt

Von Ian Volner, September 22, 2010
Die vor rund 50 Jahren gemeinsam vom Architekten Frank Lloyd Wright und Rabbiner Mortimer J. Cohen entworfene Synagoge Beth Sholom in Philadelphia muss dringend renoviert werden. Ein Film und ein Besucherzentrum sollen mithelfen, die nötigen Finanzen aufzubringen.
Frank Lloyd Wright galt auch mit seinen 86 Jahren noch als klarer Verfechter der modernen Architektur, einer, der jeweils klar ausdrückte, was er dachte. Als er daher erklärte, keine «jüdische Synagoge» entwerfen zu wollen, war das nicht unbedingt die Antwort, die sein... more...

Städtische Aussätzige

September 22, 2010
Mit dem Wort Ghetto wird heute oft auf ein Phänomen rekurriert, welches treffender mit Elendsviertel oder Slum bezeichnet würde. Ein Ghetto ist nicht einfach ein Wohngebiet, in welchem äussere Armut vorherrscht. Die mehr als 500-jährige Geschichte der Ghettos kennt zwar Armut und... more...

New York in Warschau?

Von Katja Behling, September 22, 2010
Ein Baustopp lähmt die Pläne für Zlota 44, ein polarisierendes Hochhausprojekt von Daniel Libeskind im Herzen Warschaus. Es soll eine neue Ikone der polnischen Metropole werden. Doch nun gibt eine juristische Schlammschlacht um das umstrittene Bauprojekt.
Seit März 2009 stehen die Bagger und Kräne in der Zlota-Strasse 44 still. Dort, im Warschauer Stadtzentrum, befindet sich der Rohbau mit bisher 17 Stockwerken eines spektakulären Wolkenkratzers. Das beim Zentralbahnhof angesiedelte Objekt soll auf eine Höhe von 192 Metern... more...

Die urbane Wende

Von Daniel zuber, September 22, 2010
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit leben heute mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Dieser Wendepunkt hat sich zwar unbemerkt vollzogen, er markiert jedoch einen epochalen Sprung. Städtewachstum bedeutet dabei heute vor allem das Anwachsen von Elendsvierteln.
Seit 1950 haben die Städte fast zwei Drittel der weltweiten Bevölkerungsexplosion absorbiert und sie wachsen heute jede Woche um mehr als eine Million Menschen an. Experten sagen voraus, dass sich das künftige Wachstum der Weltbevölkerung fast ausschliesslich auf die Städte... more...

Die Käufer sind auf der Hut

Von Ranit Nahum-Halevy , September 22, 2010
Viele Bauunternehmer in Israel stellen fest, dass Wohnungskäufer nicht mehr bereit sind, jeden Preis für ein Objekt zu bezahlen, nur weil man ihm den Namen Penthouse verpasst hat. Das dämpft den Preiswildwuchs und belässt nur noch effektiv luxuriöse Objekte in dieser Kategorie.
Das Wohnbauprojekt Dankner der Elad-Gruppe in der Ortschaft Azor liegt nur sieben Autominuten vom Zentrum Tel Avivs entfernt. Der Eingang, die pittoresken Pfade und die weiten Rasenanlagen sind beeindruckend. Und der Bau steht neben niedrigen Einfamilienhäusern, was eine ungehinderte Sicht... more...
» zurück zur Auswahl