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Oktober 2011, 11. Jahrgang, Ausgabe 10 Ausgabe: Nr. 10 » October 7, 2011

Wandel und Wachstum

Von Stuart Rockoff, Dale Rosengarten und Alyssa Neely, October 7, 2011
Von sephardischen Kaufleuten gegründet, zeichnet sich die Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Charleston bis heute durch steten
Wandel und tatkräftigen Lokalpatriotismus aus.
Die jüdische Geschichte Nordamerikas beginnt in einer kleinen Zahl von Hafenstädten. Darunter kommt Charleston in ­South Carolina eine besondere Rolle zu. Angezogen von wirtschaftlichen Chancen und der liberalen Haltung der Stadt in religiösen Fragen, trafen die ersten... more...

Binsen, Palmen und Kanonen

October 7, 2011
Der Besucher von Charleston, South Carolina, wird von der Schönheit der in den USA einzigartigen Stadtlandschaft überwältigt. Hier haben sich historische Viertel erhalten, die mit exzellenten Restaurants und zahlreichen Sehenswürdigkeiten Touristen aus aller Welt anlocken.... more...

Drei Karrieren auf zwei Kontinenten

Von Michael S. Kogan, October 7, 2011

Als «übles Genie der Südstaaten» denunziert, diente Judah Philip Benjamin den Konföderierten auf drei Ministerposten. Seine Kindheit verbrachte der brillante Advokat in Charleston.
Judah Philip Benjamin wurde 1811 in eine sephardische Familie auf der britischen Karibikinsel St. Croix geboren. Nach dem Umzug der Familie nach Charleston 1821 wurde er Amerikaner. Benjamin wuchs als eines von acht Kindern arm auf. Sein Vater betrieb einen kleinen Obsthandel an der King Street,... more...

Wärme, Offenheit und Kontinuität

Von Andreas Mink, October 7, 2011
Rabbiner Stephanie Alexander leitet die auf das Jahr 1749 zurückgehende Reformgemeinde Kahal Kadosh Beth Elohim in Charleston. Im Interview mit Andreas Mink spricht sie über das jüdische Leben in der Stadt, das derzeit eine neue Blüte erlebt.
aufbau: Im amerikanischen Süden zeugen historische Synagogen vielerorts von einer bedeutenden jüdischen Präsenz. Aber die heutigen Gemeinden sind meist sehr klein. In Charleston scheint das jüdische Leben dagegen eine Blüte zu erleben. Rabbiner Stephanie Alexander: Ich bin... more...

Die Debatte über «Porgy and Bess»

Von Harlan Greene, October 7, 2011
Die Debatte über eine überarbeitete Fassung von «Porgy and Bess» gibt Anlass zu einem Blick auf die Geschichte dieses amerikanischen Klassikers, der auf Vorkommnissen in Charleston beruht.
Als im Sommer bekannt wurde, dass in New York eine überarbeitete Fassung der Oper «Porgy and Bess» auf die Bühne kommen sollte, waren die Reaktionen ebenso schnell wie heftig. In Charleston, dem Schauplatz der Geschichte, stimmten viele begeistert einem empörten Leserbrief... more...

Durch die Sklaverei entzweit

Von Eli Evans, October 7, 2011
Im Bürgerkrieg standen die amerikanischen Juden fest auf der Seite ihrer jeweiligen Nachbarn und zogen für Nord und Süd in den Kampf. Trotzdem wurden antisemitische Vorwürfe gegen sie laut. Präsident Abraham Lincoln bezog dagegen klar Stellung.
Wie für die Nation insgesamt stellt der Bürgerkrieg (1861–65) für die Juden in Amerika eine Wasserscheide dar. Juden dienten in den Armeen beider Seiten und unterstützten die Kriegsanstrengungen auf viele Art und Weise. Ihrer Heimat an der Seite christlicher Kameraden auf... more...

Im Land der «Bin yas»

Von Andreas Mink, October 7, 2011
An der Küste von South Carolina überlebt die von Sklaven aus Westafrika entwickelte Gullah-­Kultur. Heute würdigt Washington diese Tradition, in der etwa der Verfassungsrichter Clarence Thomas oder die amerikanische First Lady Michelle Obama Wurzeln haben.
Es sei der Tag des grossen Schiessens gewesen, erzählt Walter Mack: «Am 7. November 1861 lief eine grosse Flotte der Nordstaaten im Port Royal Sound ein und eröffnete das Feuer auf die zwei Forts der Südstaatler. Konföderierte Truppen und Pflanzer-Milizen mussten nach... more...

Blüten auf blutigem Grund

Von Andreas Mink, October 7, 2011
Auf einer Landzunge in einem natürlichen Hafen gelegen, war Charleston über Generationen die reichste Stadt Nordamerikas. Die wirtschaftlichen Chancen haben frühzeitig jüdische Kaufleute angezogen, die hier um 1820 die erste Reformgemeinde der USA gegründet haben. Aber der Reichtum Charlestons entstand aus dem Leid afrikanischer Sklaven. Heute erleben die Stadt und ihre jüdische Gemeinde nach langen Jahren des Niedergangs eine neue Blüte.
Wer vom Westen her über die Landzunge zwischen dem Ashley und dem Cooper River in das Zentrum von Charleston fährt, erlebt eine für die USA einzigartige Zeitreise. Am schma-­len «Genick» der Halbinsel führt die Autobahn an modernen Hafen- und Industrieanlagen... more...
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