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November 2010, 10. Jahrgang, Ausgabe 11 Ausgabe: Nr. 11 » November 5, 2010

Geben für die Gerechtigkeit

November 5, 2010
Jüdische Philanthropie wird gerne als Befolgung des religiösen Gebotes der Zedaka wahrgenommen, der Verpflichtung also, den Armen materiell beizustehen. Doch wie Klaus Weber im ersten Beitrag dieser Ausgabe schreibt, traten hehre Prinzipien über weite Strecken der jüdischen... more...

Das Streben nach einer gerechten Gesellschaft

Von Emanuel Cohn, November 5, 2010
Zedaka, Wohltätigkeit, ist einer der zentralen Begriffe im Judentum. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, die Mittellosen materiell zu unterstützen.
Das hebräische Wort Zedaka, für Wohltätigkeit, wird irrtümlicherweise oft mit dem Begriff Almosen übersetzt. Dieser Ausdruck kommt laut dem Duden-Herkunftswörterbuch vom griechischen eleemosyne, was so viel wie Mitleid oder Erbarmen bedeutet. Der Begriff Zedaka wurzelt... more...

Mehr Nächstenliebe – mehr Frieden

Von Gisela Blau, November 5, 2010
Wohltätigkeit gibt es, seit es Menschen gibt. Sie ist vor allem Aufgabe der Frauen. Sie üben Barmherzigkeit und Nächstenliebe aus. Das genügt allerdings nicht. Ohne politisches Engagement geht gar nichts. Die Uno ist dazu das geeignete Gremium.
Auf drei Dingen steht die Welt, sagte Schimon der Gerechte in den Sprüchen der Väter: Auf der Lehre, beziehungsweise der Thora, auf dem Gottesdienst und auf der Wohltätigkeit. Die erste Säule formte schon früh einen Rechtsstaat als Klammer, der mit seinen Geboten und... more...

Helden der Gemeinschaft

Von Jacob Berkman, November 5, 2010
Jüdische Gemeinden in den USA veranstalten seit vielen Jahren Wettbewerbe, bei denen sich Philanthropen und wohltätige Organisationen gegenseitig zu übertreffen suchen. Dabei sind die Repräsentanten der orthodoxen Chabad-Bewegung beeindruckend erfolgreich.
Ein Bespiel für diesen Erfolg ist die Auszeichnung, die der Dachverband jüdischer Gemeinden in Nordamerika im letzten Jahr bei seinem Wettbewerb «Helden jüdischer Gemeindearbeit» dem von Chabad in Michigan betriebenen Friendship Circle verliehen hat. Der Verband widmet... more...

Gibt es spezifisch jüdische Tugenden der Wohltätigkeit?

Von Klaus Weber, November 5, 2010
Blickt man zurück auf etwas ältere Darstellungen zu jüdischer Wohltätigkeit und Wohlfahrtspflege, dann findet man in diesen Werken meist eine Hervorhebung spezifisch jüdischer Werte und Tugenden, die vor allem aus den Texten der Bibel und des Talmud abgeleitet werden. Ein... more...

Der ungeliebte Mäzen

Von Andreas Mink, November 5, 2010
Bislang ein grosser Unterstützer der Demokraten, hat George Soros die Kongresswahlen 2010 ausgesessen. Dafür konzentriert er sich auf eigene Projekte.

Für die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2004 hat George Soros den Demokraten 20 Millionen Dollar gespendet und eine eigene Website eingerichtet, die unermüdlich gegen George W. Bush agitiert hat. Danach war der 1930 in Budapest geborene Finanzier einer der ersten Unterstützer der... more...

«Die Freiheit unterstützen»

Von Katja Behling, November 5, 2010
Viele jüdische Zeitungs- und Buchverleger stellten ihre Kraft und ihr Vermögen in den Dienst demokratischer Ziele und des Gemeinwohls. Sie förderten revolutionäre Autoren, liberale Presseorgane und Kulturprojekte.
Auf der Terrasse der Berliner Grunewald-Villa des Verlegerpatriarchen Samuel Fischer trafen sich einst Schriftsteller wie Gerhart Hauptmann, Hermann Hesse und Thomas Mann zu Kaffee, Zigarren – und guten Gesprächen. Fischer war Verleger, Freund und Förderer vieler grosser... more...

Geben aus Verantwortung

Von Peter M. Ascoli, November 15, 2010
Als Sohn deutsch-jüdischer Immigranten hat Julius Rosenwald (1862–1932) in Chicago das Handelsunternehmen Sears, Roebuck zum grössten Konzern seiner Art weltweit aufgebaut. Auch als Philanthrop war Rosenwald ein Pionier.
In seinem bahnbrechenden Buch «The Search for Order 1877–1920» beschreibt der Historiker Robert H. Wiebe die Entstehung der amerikanischen Mittelklasse um 1900. Die Männer und Frauen dieser neuen Schicht zeichneten sich durch ihren Optimismus und ihre professionelle Haltung im... more...

Ein bewegtes Leben

Von Gisela Dachs, November 5, 2010
Der Begriff Wohltätigkeit gehört nicht in den Wortschatz von Ruth Dayan. Doch das hindert die Leitern des staatlichen Modelabels Maskit nicht daran, sich bis heute für Frauen einzusetzen und sie zu fördern.
Als Ruth Dayan 1935 mit 17 unter der Chupa heiratete, blieben ihre Freundinnen aus Protest weg. Denn eine frühe Ehe galt als bürgerlich, was unter den zionistischen Pionieren im damaligen Palästina verpönt war. Es gab ja auch weitaus Wichtigeres zu tun. Sümpfe mussten... more...

Geben als Notwendigkeit

Von Sima Borkovski, November 5, 2010
Der israelische Dachverband Latet beschreitet seit 1996 neue Wege bei der Armenhilfe. Die Organisation will nicht nur Not lindern, sondern Bedürftige zur Selbsthilfe ermutigen.
Das Motto auf der Website der israelischen Stiftung Latet (hebräisch für Geben) lautet: «Israeli sein heisst Geben». Dieser Spruch bringt das für alle humanitären Organisationen des Landes Wesentliche auf den Punkt – wie Latet sind sie fast alle vom guten Willen... more...

Innovation durch Partnerschaft

Von Andreas Mink, November 15, 2010
Im Gespräch mit dem Historiker Peter Ascoli über die philantropische Tradition seines Grossvaters Julius Rosenwald.

Als Unternehmer und Philantrop war Julius Rosenwald (1862-1932) auf Ergebnisse bedacht, nicht aber auf persönlichen Ruhm. So fehlte sein Name im Logo des Konzerns Sears, Roebuck and Company, den er als Mitgründer und langjähriger Präsident zum weltgrössten Versandhaus... more...
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